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Abstimmung über die Bürgerinitiative zur Verlegung der Bergstation

Ergebnis: 4,3 Prozent unterstützten die Initiative bei der Abstimmung

(IKM) Von 8:00 bis 17:00 Uhr hatten 104.576 stimmberechtigte InnsbruckerInnen heute Zeit, sich an der Abstimmung über die Bürgerinitiative „Verlegung der Patscherkofelbahn NEU" zu beteiligen. Nach Auszählung der abgegebenen Stimmen steht fest, dass 5605 Personen an der Abstimmung teilgenommen haben. 4456 unterstützten die Initiative, 1108 sprachen sich dagegen aus, 41 stimmten ungültig ab. Damit ist die erforderliche Mehrheit für die geforderten  Maßnahmen für die Verlegung der Station nicht erreicht worden.

 

„Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen BeisitzerInnen bedanken, insbesondere bei den AbstimmungsleiterInnen bzw. deren Stellvertretungen, die die Verantwortung für die ordnungsgemäße Abwicklung tragen. Es handelte sich dabei um die erste Abstimmung über eine Bürgerinitiative nach dem neuen Stadtrecht. Inhalt sowie Text sind von den Initiatoren vorgegeben und formuliert worden, nicht von einer Behörde oder einem politischen Gremium. Auch mit diesem Ergebnis möchten wir jedenfalls die Verhandlungen mit dem Alpenverein fortsetzen und setzen weiterhin auf eine konsensuale Lösung so wie mit allen Partnern am Berg ", erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

In der Initiative, die im März eingereicht wurde und innerhalb des vorgegebenen Zeitraums die notwenigen 2.000 Unterschriften erreichte, wurde eine Verlegung der Bergstation der neuen Patscherkofelbahn um 70 Meter gefordert. Die unterschiedlichen Varianten wurden bereits im Vorfeld von ExpertInnen geprüft:

 

Variante I:

Das Gelände in diesem Bereich ist steil und schwierig zu bebauen. Es liegt rund 25 Meter tiefer als das Schutzhaus. Damit wäre keine sinnvolle, verkehrstechnische Anbindung zwischen den beiden Objekten (Schutzhaus und Bergstation) möglich. Bei einer Situierung der Bergstation in diesem Bereich wären sowohl die Familienabfahrt, die Olympiaabfahrt als auch der Snowpark massiv reduziert. In unmittelbarer Nähe befindet sich der botanische Alpengarten, der nicht verlegt werden kann.

 

Variante II:

Würde die Bergstation in den Bereich II verlegt, würden das Schutzhaus und die davon nördlich gelegenen Bestandsgebäude durch die Seilbahn überspannt. Aus brandschutztechnischer Sicht ist das nicht möglich. Der Bereich erstreckt sich außerdem teilweise über Landschaftsschutzgebiet und eine Anbindung an die Pisten, den Snowpark und die Rodelbahn wäre schwierig und nur mit neuen Rodungen sowie Geländearbeiten möglich.

 

Variante III:

Eine Verlegung der Station im gelb eingezeichneten Bereich ist aufgrund der dortigen roten Lawinenzone keine Option.

 

Variante IV:

Die Zufahrt zur Olympiapiste wäre beim vierten Szenario wesentlich erschwert und wie bei Variante I stellt eine enorme Höhendifferenz zum Schutzhaus eine zusätzliche Herausforderung dar. Die notwendige Rodung, die vorgenommen werden müsste, wäre bei diesem Standort größer. Der untere Teil dieses Bereichs ist aufgrund seiner dezentralen Lage außerdem im Sinne der Erreichbarkeit der Olympiaabfahrt und des Schutzhauses unattraktiv.

 

Variante V:

Wäre die Bergstation in Bereich V angesiedelt, würde die Piste komplett verbaut werden und eine neue wäre notwendig. Es gäbe keine Anbindung der Olympiaabfahrt. Zudem würde der Höhenunterschied zum Schutzhaus mehr als 20 Meter betragen und somit ist keine sinnvolle Infrastruktur zwischen den beiden Objekten möglich. Zudem sind zusätzlich notwendige Lawinenschutzmaßnahmen zu errichten. Bei den geprüften Varianten sind darüber hinaus die Zustimmungen der GrundeigentümerInnen ausständig. (DH/MIR)