Logo Innsbruck informiert

Der Bund fürs Leben und weitere wichtige Aufgaben

Im Vorjahr gaben sich 647 Paare in Innsbruck das Ja-Wort, ein Großteil davon in den Monaten von Mai bis September. Auch heuer fängt mit dem Wonnemonat im Referat Standesamt und Staatbürgerschaft die besonders arbeitsintensive Zeit an.

Im Referat Standesamt und Staatsbürgerschaft arbeiten 17 Personen. Fünf davon nehmen Trauungen vor. Wie jedes Jahr gibt es auch heuer ein Datum, das bei Hochzeitspaaren besonders beliebt ist. Referatsleiter Markus Tilly erläutert: „Viele Paare wollen am 07.07.2017 heiraten – neben der für viele schönen Zahlenkombination fällt der Tag zudem auf einen Freitag. Dieser Tag ist mit insgesamt 16 Eheschließungen seit Langem ausgebucht.“ Der Großteil der Trauungen findet im Trausaal des Goldenen Dachls statt. Seit 2013 besteht auch die Möglichkeit auf eine sogenannte „Außenhochzeit“. Sowohl im Congresspark Igls als auch auf der Villa Blanka kann der Bund fürs Leben unter freiem Himmel geschlossen werden.

Vorreiterrolle seit 2010

Ob Frau und Mann, Frau und Frau oder Mann und Mann – seit knapp sieben Jahren werden im Standesamt Innsbruck neben traditionellen Eheschließungen auch Verpartnerungen durchgeführt. „Bis April 2017 taten wir dies als Bezirksverwaltungsbehörde, nun, durch eine Gesetzesänderung, als Standesamt. In Sachen Verpartnerung hat die Stadt bereits früh eine Vorreiterrolle übernommen und damit Weitblick in gesellschaftspolitischen Fragen bewiesen“, erklärt Tilly. Unabhängig vom Geschlecht – „Nein“ gesagt hat in Innsbruck bis dato niemand.

Breites Aufgabenfeld

Das Referat Standesamt und Staatsbürgerschaft auf Eheschließungen zu reduzieren wäre falsch: „Natürlich nimmt dies einen großen und schönen Teil unserer Arbeit ein“, erklärt der Referatsleiter, der selbst gern Trauungen vornimmt, und ergänzt: „Zudem erstreckt sich das Aufgabengebiet des Referats noch viel weiter: Geburten werden genauso beurkundet wie Sterbefälle. Wir stellen Staatsbürgerschaftsnachweise aus, nehmen behördliche Namensänderungen von Vor- und Nachnamen vor und nehmen Kirchenaustritte entgegen.“ Besonders im Zusammenhang mit Geburten haben sich in der Vergangenenheit neue Herausforderungen ergeben: „Die Flüchtlingsbewegung fordert uns in der Dienststelle immer wieder heraus: Beurkundungen ohne offizielle Dokumente sind schwierig“, erklärt Tilly. Seit 2014 ist die Umstellung auf das „Zentrale Personenstandsregister“ eine Aufgabe, die großen Einsatzes bedarf. Dabei werden alle Daten digitalisiert, besonders die Nachfassung ist aufwendig. „Bis dieses Projekt umgesetzt ist, werden noch viele Jahre vergehen“, ist sich Tilly sicher. Er kennt aber die Vorteile: „Der deutliche Mehrwert ist, dass Personendaten chronologisch abgespeichert werden und dadurch schnell verfügbar sind. Nach einer Namensänderung durch Hochzeit wird die Information darüber zum Beispiel automatisch an die jeweilige Versicherung weitergeleitet und eine neue e-card erstellt.“ DH

Referat Standesamt und Staatsbürgerschaft

Referent Markus Tilly
Maria-Theresien-Straße 18
Telefon +43 512 5360 1242
E-Mail: post.standesamt@innsbruck.gv.at

Zahlen und Fakten 2016

  • 12.081 Urkunden ausgestellt
  • 2.539 Geburten beurkundet
  • 50 Namensänderungen durchgeführt
  • 647 Eheschließungen/Verpartnerungen vorgenommen
  • 1.309 Sterbefälle beurkundet
Referatsleiter Markus Tilly
Referatsleiter Markus Tilly