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Die NMS Gabelsbergerstraße ist Mitglied der UNESCO-Schulen.
Die NMS Gabelsbergerstraße ist Mitglied der UNESCO-Schulen.

Angebote für jeden Geschmack in den Innsbrucker NMS

Man könnte glauben, dass sich der Schulalltag in den zehn Innsbrucker Mittelschulen gleicht. Bei einem Blick auf die facettenreichen Schwerpunktsetzungen und Projekte wird man aber eines Besseren belehrt. Mit Theorie und Praxis wird auf die Neigungen von SchülerInnen eingegangen.

Eine bekannte Redensart lautet: „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“. Gemeint ist damit, dass Vorstellungen und Vorlieben eines jeden Menschen nicht objektiv messbar sind. Ähnlich verhält es sich mit den Fähigkeiten. Diese werden individuell in jungen Jahren entwickelt und gestärkt.

Interessen treffen auf schulische Schwerpunkte

In den Innsbrucker Neuen Mittelschulen (NMS) werden Interessen einzelner Kinder und Jugendlicher durch unterschiedliche Schwerpunkte in den Mittelpunkt gestellt und gefördert. Die Angebotspalette ist bunt: Vom Fokus auf Natur-Technik-Umwelt in der NMS Hötting über Wirtschaft in der NMS Olympisches Dorf bis hin zu Sprachförderung, Computer, Gesundheit in der Dr.-Fritz-Prior-Schule ist alles dabei. Innsbrucker Schule ist Teil der UNESCO-Gemeinschaft Generell zeichnet sich die NMS Gabelsbergerstraße durch ihren interessensdifferenzierten Schwerpunkt aus. Im März 2017 ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal hinzugekommen: Die Schule in Pradl wurde offiziell als erste Pflichtschule Tirols in die UNESCO-Gemeinschaft aufgenommen. Diese Auszeichnung wurde mit einem großen Festakt gefeiert. Die von der Stadt Innsbruck angefertigte Tafel weist an der Außenfassade des Gebäudes schon von weitem auf ihren UNESCO-Status hin. Mit ihrer innovativen Mitgliedschaft hat die Gabelsbergerstraße das Ziel, die Anliegen der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) kontinuierlich in alle Bereiche des Schulalltags einfließen zu lassen. Umgesetzt wird dies durch eine flächenübergreifende, interkulturelle Zusammenarbeit sowie ein hohes Maß an Teamarbeit. Im Unterricht nehmen Schwerpunkte wie „Welterbe“, „Nachhaltige Entwicklung“, „Friedenserziehung“, „Menschenrechte und Gender-Gerechtigkeit“, „Biodiversität und Klimawandel“ sowie „Toleranz und Interkulturalität“ einen zentralen Stellenwert ein.

Sport verbindet Innsbrucks NMS

Bewegung und Teamwork stehen auf spielerische Art und Weise durch die „Flag Football Schülerliga“ im Fokus. Seit fünf Jahren wird die schnelle und kontaktarme Version des American Football in den Innsbrucker NMS gespielt. Mit den 34 Mannschaften in der diesjährigen Saison schreibt sie eine sportliche Erfolgsgeschichte. Am Mittwoch 03. Mai von 09:00 bis 14:30 Uhr wird die Sportanlage Hötting-West durch die Stadtmeisterschaft Innsbruck zum Schauplatz eines Flag-Football-Riesenspektakels. Knapp 400 SchülerInnen nehmen daran teil. Die Mädchen und Jungen werden vier Doppelstunden lang von Profi-Trainern betreut. Jede teilnehmende Schule bekommt eine Ausrüstung mitsamt Bällen und Flaggengurten zur Verfügung gestellt. Dem Siegerteam winkt die Teilnahme an der Tiroler Unterstufenmeisterschaft von AHS und NMS in Tirol.

„Die Individualität einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers ist ein wertvolles Gut, das enorme Chancen bietet. Ebendiese persönlichen Stärken werden mit Projekten und Schwerpunktsetzungen entdeckt und gefördert.“

Stadtrat Ernst Pechlaner

Stadtrat Ernst Pechlaner

Mittendrin statt nur dabei

Neben den Schwerpunkten sorgen vielfältige Projekte für thematische Vertiefungen. In der NMS Hötting-West wird beispielsweise derzeit an einem Musical gearbeitet, in der Musikmittelschule sind Aufführungen auf höchstem Niveau Tradition und in der NMS Müllerstraße finden alljährlich Ausstellungen von Bastel- und Zeichenwerken statt. Praxis statt Theorie steht auch in Sachen „österreichisches Rechtssystem“ im Vordergrund Das von der Stadt Innsbruck finanzierte Projekt mit dem Titel „Auf den Spuren der Justiz“ ermöglicht Jugendlichen, hautnah dieses System kennenzulernen. Gemeinsam mit dem langjährigen Gerichtsjournalisten Werner Kriess können sich SchülerInnen der vierten Mittelschulklassen seit 2013 selbst ein Bild von Gerichtsverhandlungen machen. Sie erfahren dabei mehr über die Justiz und die dazugehörigen Begriffsdefinitionen sowie Hintergründe und Zusammenhänge des Rechtsstaates. „Sobald Jugendliche 14 Jahre alt sind, ändert sich für sie rechtlich einiges. Ich finde es gut, dass durch dieses Projekt vor Augen geführt wird, dass unbedachte Handlungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können“, fasst Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner die Projektintention zusammen. Damit die SchülerInnen mit ihren Eindrücken nicht alleine bleiben, wird das Erlebte im Unterricht gemeinsam vor- bzw. nachbesprochen. AA

Details zu allen Schwerpunkten sind unter www.innsbruck.gv.at [Bildung/Kultur; Schulen; Neue Mittelschulen] zu finden.