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Der Tag der Firstfeier des PEMA2-Gebäudes war ein Freudentag für Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte rechts), Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (8. v. r.) und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (Mitte links) mitsamt den zahlreichen VertreterInnen des Stadtsenats, Gemeinderats, des städtischen Kulturamts und der Stadtbibliothek als künftiger Nutzerin
sowie der ArchitektInnen und den Mitarbeitern der IIG.
Der Tag der Firstfeier des PEMA2-Gebäudes war ein Freudentag für Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte rechts), Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (8. v. r.) und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (Mitte links) mitsamt den zahlreichen VertreterInnen des Stadtsenats, Gemeinderats, des städtischen Kulturamts und der Stadtbibliothek als künftiger Nutzerin sowie der ArchitektInnen und den Mitarbeitern der IIG.

Stadtbibliothek: Aushängeschild der Leselandschaft

Mit der neuen Bibliothek in der Amraser Straße wird ab Ende 2018 mehr Platz für alle Lesebegeisterten sichergestellt. Mit neuem Konzept entsteht dort ein Ort der Begegnung, des Lernens und für Veranstaltungen.

Die neue Stadtbibliothek ist als offenes Haus mit einem niederschwelligen Bildungszugang konzipiert. Im Vordergrund steht die Funktion als Treffpunkt und Kommunikationsplattform. Verstärkt und unterstrichen wird dieses Konzept durch das „Kunst am Bau“-Projekt von Thomas Feuerstein „TRURL“. Dabei werden zwei Wandflächen im Erdgeschoß mit 26 Textblasen, die ein Molekül darstellen, bespielt.

Lesen erweitert den eigenen Horizont und ermöglicht es, in andere Lebenswelten zu blicken. Bibliotheken bieten ihrem Publikum eine große Vielfalt an möglichen Zugängen.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Der neue Standort

Hintergrund der Übersiedlung in die Amraser Straße ist die derzeit enge räumliche Situation in der Colingasse 5a. Am neuen Areal gegenüber dem Einkaufszentrum Sillpark ergibt sich bis 2018 die Chance, das Bücherei-Angebot wesentlich zu erweitern. Dazu wurden von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) im Multifunktionsgebäude der PEMA in der Amraser Straße 2–4 Flächen im Sockelbauwerk (Erdgeschoß und im 1. Stock) angekauft. Der neue Standort birgt wesentliche Vorteile gegenüber der derzeitigen Lage im Innenhof in der Colingasse. Zentral an einer Verkehrsader gelegen ist die Bibliothek bestens erschlossen. Sie ist künftig nicht nur einfach und schnell mit den „Öffis“ erreichbar, sondern erhält dadurch auch noch zusätzliche Aufmerksamkeit.
Die Stadtbibliothek ist somit besonders prominent öffentlich sichtbar. Auch die Größe der Bibliothek „sprengt“ alles bisher Gewohnte. Die Fläche der Kultur- und Bildungseinrichtung wird von 680 auf 2.500 Quadratmeter aufgestockt. Allein der Kinderbereich im ersten Stock wird mit 150 Quadratmetern wesentlich größer sein als die derzeitige Fläche.

Eine Stadtbibliothek ist ein sozialer Treffpunkt der Generationen. Um dieser Anforderung zu entsprechen, sind eine flächenmäßige Erweiterung und die Übersiedlung unumgänglich. Zudem bietet sich eine städtebauliche Chance, das Stadtzentrum mit Innenstadt und Altstadt in Richtung Pradl qualitativ zu erweitern. Darüber hinaus werden Synergien ermöglicht, da verschiedene Kultureinrichtungen in die Amraser Straße übersiedeln.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Eine Bibliothek, die wächst

Bereits jetzt wird das künftige Angebot und der Standort in den Köpfen der InnsbruckerInnen verortet. Obwohl das Gebäude noch im Rohbau steht, gab es Mitte Oktober schon die ersten Veranstaltungen. Neben der Firstfeier wurde der Festakt zur Verleihung des Krimi-Preises auf der Baustelle gefeiert. Auch in Sachen Innenausbau passiert einiges: Nach der Planung der Inneneinrichtung wird weiter an der Aufstockung des Bestands gearbeitet. Bereits seit vergangenem Jahr tätigt die Stadtbücherei regelmäßig Ankäufe, um mit Fertigstellung der neuen Bibliothek auf einen entsprechend großen Bestand verweisen zu können. Im Rahmen des Umzugs im Herbst 2018 werden 65.000 Medien übersiedelt. Künftig soll – entsprechend Bestandsvergleichen mit ähnlich großen Städten – für jede/n InnsbruckerIn je ein Medium zur Verfügung stehen. Die Stadtbibliothek hat sich zum Ziel gesetzt, im Endausbau über insgesamt 150.000 Medien zu verfügen.

Innsbruck ist in Bezug auf die Bücherei und dem Raumangebot aktuell österreichweit Schlusslicht. Auch im internationalen Vergleich mit ähnlich großen Städten war Innsbruck mit der Bibliothek in der Colingasse bisher auf den hintersten Plätzen zu finden. Die neue Einrichtung ändert das.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Inhaltliche Ausrichtung und Konzept

Ein neues Gebäude verlangt auch nach einem neuen inhaltlichen Konzept. Die Stadtbibliothek soll künftig zu 50 Prozent als Raum für Medien und zu 50 Prozent als Aufenthaltsort und Ort der Kommunikation genutzt werden. Ergänzt wird dies durch die Einrichtung von verschiedenen Lernplätzen, der Möglichkeit der Durchführung von Veranstaltungen sowie der Kooperation mit Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, die die Bibliothek zu einem lesepädagogischen Zentrum machen. „Eine Bibliothek wird heute immer mehr zu einem Ort des niederschwelligen Zugangs zu Bildung. Das Team der Stadtbücherei freut sich schon sehr auf den neuen Standort, weil wir dort viel mehr von unseren bibliothekarischen Visionen umsetzen können“, betont
Leiterin Mag.a Christina Krenmayr. KR