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Präsentieren den neuen Service-Folder zum Bauwesen (v. l. ): Stadtrat Gerhard Fritz, Amtsvorstand Bau-, Wasser-, Gewerbe und Straßenrecht Christian Rath, Referatsleiterin Baurecht Astrid Hofer und Amtsvorstand Bau- und Feuerpolizei Christian Kugler.
Präsentieren den neuen Service-Folder zum Bauwesen (v. l. ): Stadtrat Gerhard Fritz, Amtsvorstand Bau-, Wasser-, Gewerbe und Straßenrecht Christian Rath, Referatsleiterin Baurecht Astrid Hofer und Amtsvorstand Bau- und Feuerpolizei Christian Kugler.

Sie wollen bauen?

Alles zum Bauwesen: Die neue städtische Informationsbroschüre

Bei Bauvorhaben wird je nach Verfahrensart gemäß der Tiroler Bauordnung 2018 (TBO 2018) zwischen bewilligungspflichtigen, anzeigepflichtigen und weder bewilligungs- noch anzeigepflichtigen Vorhaben unterschieden.

„Die Rechte der Bauwerber und der Nachbarn im Bauverfahren sind in der Tiroler Bauordnung genau beschrieben, für den Laien aber nur teilweise verständlich. Die Magistratsabteilung III - Planung, Baurecht und technische Infrastruktur der Stadt Innsbruck hat für Bürgerinnen und Bürger, die ein Bauvorhaben anstreben, einen kurzen und kompakten Folder mit den wichtigsten Grundlageninformationen zusammengestellt. Der Folder dient Bauherrinnen und Bauherren als wichtiges Service bei der Umsetzung ihres Bauvorhabens“, erklärt der ressortzuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz.

Im städtischen Folder wird aufgezeigt, wann ein Bauansuchen, oder eine Bauanzeige erforderlich ist, welche Fristen zu beachten sind und wer für Bauvorhaben die AnsprechpartnerInnen sind.

Bauansuchen
Um die Erteilung der Baubewilligung ist bei der Behörde schriftlich anzusuchen. Ein Bauansuchen ist jedenfalls für Baumaßnahmen, durch welche allgemeinen bautechnischen Erfordernisse wesentlich berührt werden erforderlich. Unter anderem den Neu-, Zu- und Umbau von Gebäuden oder die Errichtung und Änderung von sonstigen baulichen Anlagen. Dem Bauansuchen sind die Planunterlagen in dreifacher Ausfertigung sowie die sonstigen zur Beurteilung der Zulässigkeit des Bauvorhabens nach den bau- und raumordnungsrechtlichen Vorschriften erforderlichen Unterlagen anzuschließen.

Baubewilligung
Der Baubescheid wird dem Bauwerber, den Nachbarn sowie sonstigen Parteien des Verfahrens schriftlich zugestellt. Ab der Zustellung des Bescheides haben alle Parteien eine vierwöchige Beschwerdefrist. Der Baubeginn und die Bauvollendung müssen der Baubehörde mit einer Baubeginnsmeldung bekanntgegeben werden.

Bauanzeige
Anzeigepflichtige Bauvorhaben sind kleinere Baumaßnahmen, welche nicht der Bewilligungspflicht unterliegen, wie z.B. die Änderungen von Gebäuden sowie die Errichtung und die Änderung von sonstigen baulichen Anlagen, sofern sie nicht der Bewilligungspflicht unterliegen, größere Renovierungen, Balkonverglasungen und untergeordnete Bauteile oder Stützmauern und Einfriedungen bis zu einer Höhe von zwei Metern. Die Bauanzeige ist bei der Behörde schriftlich in zweifacher Ausfertigung samt den entsprechenden Planungsunterlagen einzubringen.

Ist die Bauanzeige vollständig eingebracht, hat die Behörde innerhalb einer Frist von zwei Monaten über die Zulässigkeit zu entscheiden. Das anzeigepflichtige Bauvorhaben ist innerhalb von zwei Jahren zu vollenden und die Vollendung der Behörde schriftlich anzuzeigen.

Bewilligungsfrei
Die übrigen Vorhaben sind nicht bewilligungs- oder anzeigepflichtig.

Der Folder steht auf der Website der Stadt Innsbruck unter www.innsbruck.gv zum Download zur Verfügung bzw. ist im Bürgerservice und in den jeweiligen Sekretariaten erhältlich. MF