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Wasenmeister Johann Gredler und Monika Eder-Trenkwalder (Biberbeauftragte des Landes Tirol) entlassen den nun gesunden Biber wieder in die Freiheit.
Wasenmeister Johann Gredler und Monika Eder-Trenkwalder (Biberbeauftragte des Landes Tirol) entlassen den nun gesunden Biber wieder in die Freiheit.

Biber nach Pflege in Wildbahn entlassen

Städtische Wasenmeisterei 24 Stunden im Einsatz für tierische Bewohner

Ende Juli läutete mitten in der Nacht das Bereitschaftstelefon des städtischen Wasenmeisters Johann Gredler. Ein Biber war im Bereich Fürstenweg gesichtet worden. Wasenmeister Gredler fing das 17,5 Kilogramm schwere Tier ein und stellte bei der Erstuntersuchung fest, dass der Biber eine Kralle verloren hatte und blutete. Zur genaueren Untersuchung und Pflege übergab Gredler das Tier der Pflegestation des Innsbrucker Alpenzoos unter der Leitung von Tierarzt Dr. Matthias Seewald.
Hier wurde dem großen Nager Antibiotikum verabreicht, um die Entzündung zu stoppen. Nach zwei Wochen ist die Wunde verheilt und der Biber kann seinen Fuß wieder belasten, sodass er in die freie Wildbahn entlassen werden kann.

Taxiservice zum Inn

Zur Freilassung begleitete die Biberbeauftragte des Landes Tirol, Mag. Monika Eder-Trenkwalder, den städtischen Wasenmeister. Sie vermutet, dass das Tier keinem der zwei Innsbrucker Biberreviere angehört, sondern auf Wanderschaft ist. Entlassen wurde der Biber im Uferbereich der Dr.-Stumpf-Straße. Hier hat er ausreichende Möglichkeiten sich tagsüber zu verstecken, bevor seine Reise weitergeht.
Kaum hatte der Biber den Transportkäfig verlassen, erkundete er schwimmend den Böschungsbereich stromaufwärts auf der Suche nach einem geeigneten Versteck.

Wie das Murmeltier in das Gebäude am Innrain kam, bleibt ein Rätsel. Mittlerweile "pfeift" es wieder in gebirgigen Höhen.
Wie das Murmeltier in das Gebäude am Innrain kam, bleibt ein Rätsel. Mittlerweile "pfeift" es wieder in gebirgigen Höhen.

Tierisches rund um die Uhr

Die städtische Wasenmeisterei ist erste Anlaufstelle, wenn es um vermisste oder freilaufende Tiere geht. „Die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinärwesens ist unglaublich wertvoll und wichtig“, erläutert der ressortzuständige Stadtrat Franz X. Gruber: „Schnelle und kompetente Hilfe für Mensch und Tier, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, leisten die städtischen Wasenmeister. Ihre Arbeit ist unverzichtbar im Zusammenleben zwischen den Innsbruckerinnen und Innsbruckern und den tierischen Bewohnern der Stadt.“
Johann Gredler und Josef Leiminger sind Wasenmeister und kümmern sich um die tierischen Bewohner Innsbrucks. „Am liebsten sind mir die Einsätze, wenn wir Tiere retten und sie nach kurzer Pflege wieder in die Freiheit entlassen können“, erzählt Gredler und fährt fort: „Manchmal sind die Einsätze kurios, wie der Biber am Fürstenweg. Letzten Monat hatten wir sogar ein Murmeltier am Innrain in einem Gebäude und einmal fing ich einen Fuchs im zweiten Stock eines Wohnhauses.“
Im vergangenen Jahr griffen die Wasenmeister 376 herrenlose und/oder verletzte Tiere auf. Darunter waren neben 108 Hunden und 48 Katzen auch ein Siebenschläfer, ein Reiher, ein Bussard, eine Laufente und eine Kornnatter sowie 47 Igel.
Mit dem 24/7 Bereitschaftsdienst ist gewährleistet, dass rund um die Uhr auch verletzte Wildtiere sowie herrenlose oder verletzte Haustiere, die keinem Besitzer zugeordnet werden können, geborgen und versorgt werden können. VL