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Die Bocksiedlung im Innsbrucker Stadtteil Reichenau, wie sie sich 1964 präsentierte. Bald danach wurde die Siedlung durch mehrstöckige Wohnbauten umringt.
Die Bocksiedlung im Innsbrucker Stadtteil Reichenau, wie sie sich 1964 präsentierte. Bald danach wurde die Siedlung durch mehrstöckige Wohnbauten umringt.

Die Bocksiedlung im Film

Historische Spurensuche in der Stadtbibliothek

Am Donnerstag, 23. Mai, findet um 19.00 Uhr in der Stadtbibliothek Innsbruck (Raum für Stadtentwicklung, 1. Stock) die Filmvorführung „Bocksiedlung – Eine filmische Spurensuche“ statt. Der Film wird im Rahmen der Diskussionsrunde „Let’s talk about Stadtentwicklung“ vom Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration gezeigt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierte sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen.

Die Bocksiedlung
Im Innsbrucker Stadtteil Reichenau entstand ab Mitte der 1930er Jahre die sogenannte Bocksiedlung. Angesichts der Wirtschaftskrise jener Zeit verloren viele Menschen ihre Arbeit und konnten sich auch ihre Wohnungen nicht mehr leisten. Einige von Ihnen zogen mit ihrem wenigen Hab und Gut in die Reichenau, einem damals noch völlig unerschlossenen Gebiet am östlichen Stadtrand von Innsbruck. Zeitweise lebten bis zu 200 Menschen in dieser Siedlung, die ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führten und auf Komfort und soziale Sicherheit verzichteten. Die Filmemacherin Melanie Holaus begibt sich in ihrer 2012 fertiggestellten Dokumentation auf eine Spurensuche zu diesem ungewöhnlichen Ort.

Let’s talk about
Im Anschluss an den Film laden Assoz. Prof. DI Dr. Wolfgang Andexlinger (Amtsvorstand für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration) und Prof. Dr. Klaus Lugger (ehemaliger Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol, NHT) zu einer Diskussionsrunde. Hier können BesucherInnen Fragen zur Stadtentwicklung stellen oder ihre eigenen Erlebnisse und Geschichten erzählen.