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Verschafften sich einen Eindruck von der Verkehrslichtsignalanlage an der Ecke Geyrstraße/Amraser-See-Straße (v. l. n. r.): Mathias Mitterhofer (IVB), Michael Kaufmann (Referatsleiter Verkehrs- und Umweltmanagement Stadt Innsbruck), Andrea Ghio (Siemens), Alessandro Lanfranchi (Brescia Mobilità), Alfred Platzer (IVB), Monica Sandrini (Brescia Trasporti), Severo Pace (Brescia Trasporti), Andrea Pizzalunga (Brescia Trasporti), Simon Wachter (Siemens) und Dietmar Liedoll (Siemens).
Verschafften sich einen Eindruck von der Verkehrslichtsignalanlage an der Ecke Geyrstraße/Amraser-See-Straße (v. l. n. r.): Mathias Mitterhofer (IVB), Michael Kaufmann (Referatsleiter Verkehrs- und Umweltmanagement Stadt Innsbruck), Andrea Ghio (Siemens), Alessandro Lanfranchi (Brescia Mobilità), Alfred Platzer (IVB), Monica Sandrini (Brescia Trasporti), Severo Pace (Brescia Trasporti), Andrea Pizzalunga (Brescia Trasporti), Simon Wachter (Siemens) und Dietmar Liedoll (Siemens).

Innsbruck als Vorbild in Sachen Öffi-Vorrang

Delegation aus Brescia auf Besuch bei Innsbrucker Ampelanlagen

Über die Landesgrenzen hinweg ist das Innsbrucker System des Öffi-Vorrangs bei Ampeln bekannt: Kürzlich besuchte eine Delegation von MitarbeiterInnen der Stadt Brescia und der Verkehrsbetriebe der norditalienischen 200.000-EinwohnerInnen-Stadt die Tiroler Landeshauptstadt. Begleitet wurden sie von VertreterInnen der Siemens Mobility GmbH aus Innsbruck und München bzw. deren Partnerfirmen in Italien. In Brescia soll die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehres (ÖPNV) gesteigert werden.

Ziel der BesucherInnen war es, sich über die Beschleunigung im ÖPNV zu informieren und in Folge ein Ampelsystem wie in Innsbruck in Brescia auszurollen. Der Verantwortliche der Innsbrucker Ampelschaltungen, Referatsleiter „Verkehrs- und Umweltmanagement“, DI Michael Kaufmann, führte die Delegation durch Innsbruck.

30.000 Schaltungen pro Tag
Die Ampeln der Landeshauptstadt bevorzugen den öffentlichen Verkehr gegenüber dem Individualverkehr. Beinahe 93 der 118 Signalanlagen im Stadtgebiet gewähren dem öffentlichen Verkehr Vorrang und greifen dafür auf verschiedene Mechanismen zurück. Busse und Straßenbahnen müssen sich bei Ampeln beispielsweise „anmelden“, dies funktioniert automatisch per Funk oder als Rückfallebene über verschiedene Erfassungseinrichtungen, wie zum Beispiel Induktionsschleifen, Videokameras, Erdmagnetsensoren, Schienenstellungen etc. Allein für die IVB werden pro Tag mehr als 30.000 solcher Schaltungen vorgenommen.

„Wir haben in Innsbruck in jahrelanger Arbeit den Öffi-Vorrang ausgebaut, damit die Busse und Straßenbahnen ein attraktives Angebot sind und Innsbruckerinnen und Innsbrucker und Pendlerinnen und Pendler gerne vom Auto in ein öffentliches Verkehrsmittel umsteigen. Die stark steigenden Kundinnen- und Kundenzahlen zeigen, dass diese Bemühungen fruchten“, sagt Mobilitätsstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl.

Bequemlichkeit erhöhen – Beförderungszeit verkürzen
Neben der Besichtigung der Funktion und Wirksamkeit an zwei Verkehrslichtsignalanlagen im Innsbrucker Stadtgebiet stand auch ein Besuch der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) mit Besichtigung der modernen Leistellte des Betriebsleitsystems auf dem Programm. Darüber hinaus wurde das Referat Verkehrs- und Umweltmanagement der Stadt Innsbruck besichtigt und den Interessenten das Verkehrsmanagementsystems gezeigt, welches in Innsbruck auf aktuellstem Stand ist.

An den Verkehrsampeln werden Straßenbahnen, Busse oder andere öffentliche Verkehrsmittel gegenüber dem Individualverkehr bevorzugt. „Die Beeinflussung von Lichtsignalanlagen (LSA) steigert durch kurze und stabile Fahrtzeiten nicht nur die Attraktivität des ÖPNV, sondern erhöht auch Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Mehr Attraktivität für die KundInnen heißt, dass Bequemlichkeit erhöht und Beförderungszeit verkürzt werden müssen“, erklärt Referatsleiter Kaufmann. In Innsbruck wird seit dem Jahr 1992 eine bedarfsgesteuerte LSA-Beeinflussung eingesetzt. MF