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Hubert Fellner (r.) leistet als Ehrenamtlicher im Wohnheim Lohbach Franz Binder und weiteren BewohnerInnen Gesellschaft.
Hubert Fellner (r.) leistet als Ehrenamtlicher im Wohnheim Lohbach Franz Binder und weiteren BewohnerInnen Gesellschaft.

ISDDas Ehrenamt der Innsbrucker Soziale Dienste

Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen die Innsbrucker Sozialen Dienste regelmäßig in ihren Wohn- und Pflegeheimen, der Wohnungslosenhilfe, den Kinderzentren, den Sozial- und Stadtteilzentren und im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, einem Projekt der ISD und den Vinzenzgemeinschaften Tirol. Von diesem Engagement profitieren alle Beteiligten.

Die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) GmbH sind der größte Sozialdienstleister in Westösterreich. Seit dem Jahr 2010 gibt es den Bereich „Ehrenamt – Freiwilligenarbeit in der ISD“. Susanne Seitz und Elisabeth Zandanel sind zentrale Ansprechpartnerinnen und erste Anlaufstelle für interessierte Ehrenamtliche. Sie vermitteln nach Erstgesprächen, in welchen Interessen, Wünsche und Talente eruiert werden, weiter in die verschiedenen ISD-Einrichtungen und sind dort eng mit ihren Ehrenamt-KoordinatorInnen vernetzt.

Vereinsamung entgegenwirken

„Wir haben drei Standbeine in der Freiwilligenarbeit. Zum einen ist das die Mitarbeit in unseren ISD-Einrichtungen, zum anderen die Nachbarschaftshilfe, bei der Hilfegebende und Hilfesuchende im Stadtteil zusammengeführt werden. Hier wirken wir der Vereinsamung von allein lebenden, alten Menschen entgegen. Wir unterstützen den Erhalt der Selbstständigkeit und fördern das Miteinander in den Stadtteilen“, betont Seitz diese Notwendigkeit. 

Hilfe ohne Altersgrenze

„Der Leitsatz ‚Die Jugendlichen von heute, sind die Ehrenamtlichen von morgen.‘ bestimmt die dritte Säule des ISD-Ehrenamts. Im Projekt ‚Jugend und Ehrenamt‘ bieten wir, in Kooperation mit den Vinzenzgemeinschaften, im Rahmen des Religions- oder Ethikunterrichts an Schulen, Vorträge und Diskussionen zu den Themen Alter und dem Krankheitsbild Demenz an“, erklären Seitz und Zandanel. Das Ehrenamt wird laut Seitz mittlerweile jünger. War es in früheren Jahren oft eine Aufgabe für rüstige PensionistInnen, sind aktuell auch SchülerInnen und StudentInnen im Einsatz. Die Tätigkeitsfelder der Ehrenamtlichen erstrecken sich vom Zuhören, Reden, Vorlesen und Spielen, hin zur Begleitung und Unterstützung bei Spaziergängen, Ausflügen und Veranstaltungen, bis zur Gestaltung von kreativen oder musikalischen Aktivierungsgruppen. Die Vielseitigkeit der Freiwilligen, spiegelt sich in den Angeboten für die KlientInnen wider.

„Es ist sehr wichtig, dass sich Freiwillige wohlfühlen. Beim ISD-Ehrenamt sind die Helferinnen und Helfer gut begleitet. Sie leisten unverzichtbare Arbeit, dafür möchte ich Susanne Seitz und ihrem Team von helfenden Händen danken.“

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Vizebürgermeister Franz X. Gruber

Begleitung von Menschen mit Demenz

Zurzeit sind in den ISD-Häusern und der Nachbarschaftshilfe 500 Menschen aller Altersgruppen ehrenamtlich tätig. Durchschnittlich 1.000 Wochenstunden gewinnen die ISD durch die zusätzliche qualitative Arbeit der Freiwilligen. „Ehrenamt kann und soll eine Hauptamtlichkeit nie ersetzen, aber in Form von Lebensqualitätssteigerung, Förderung der Kommunikationsfähigkeit und der Freude am gemeinsamen Gestalten und Schaffen, zu einem wichtigen Ausmaß ergänzen“, sagt Seitz. Als Hilfestellung bieten die ISD ihren Freiwilligen heuer bereits zum vierten Mal einen Lehrgang zur „Begleitung von Menschen mit Demenz“ an. Sechzig ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dieses Fortbildungsangebot schon absolviert und bringen sich gestärkt, kompetent und einfühlsam in die Betreuung demenziell erkrankter Menschen ein.

Große Wertschätzung

„Wir legen sehr viel Wert auf ‚Danke‘-Veranstaltungen, beispielsweise in Form von Ausflügen oder einem gemeinsamen Abendessen“, erzählt Seitz. Auch Fortbildungsangebote und Stammtische sind wichtig für den Informationsgewinn, den  Erfahrungsaustausch und die Geselligkeit. Schlussendlich betont Seitz: „Wir wünschen uns, dass das Ehrenamt wächst, dass freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch das zukünftige Bild der Innsbrucker Sozialen Dienste mitzeichnen. Wir wollen aber niemandem das Gefühl geben, dass seine Hilfe zur Pflicht wird. Wie weit die ehrenamtliche Tätigkeit geht und wie intensiv man sich einbringt, entscheiden die Freiwilligen immer selbst.“ Interessierte können sich bei Elisabeth Zandanel
für ein unverbindliches Informationsgespräch unter der Telefonnummer +43 664 800931510 oder per Mail unter ehrenamt@isd.or.at melden. Auf der Website des ISD-Ehrenamts findet sich auch eine Jobbörse unter www.isd.or.at.