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Die Tiroler Landeshauptstadt punktet mit Lebensqualität und guter Infrastruktur.
Die Tiroler Landeshauptstadt punktet mit Lebensqualität und guter Infrastruktur.

Innsbruck – eine Stadt im Wachsen

Besonders für urbane Ballungsräume sind Visionen wichtig. Gestaltung muss langfristig gedacht werden, um den Ansprüchen und Veränderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden.

Seit 2010 ist die Zahl der Haupt- und Nebenwohnsitze in Innsbruck um fast 13.000 Personen gestiegen. Anfang 2017 waren in Innsbruck rund 133.000 Personen mit Hauptwohnsitz und rund 23.000 Personen mit Nebenwohnsitz gemeldet. Das ist eine anwesende Bevölkerung von rund 156.000 Personen. Das Bevölkerungswachstum in der Landehauptstadt basiert hauptsächlich auf Zuwanderung aus anderen Teilen Tirols, Österreichs und dem Ausland. Zwischen den Jahre 2002 und 2012 entstanden ca. 9.000 Wohnungen in Innsbruck, 40 Prozent davon mittels Wohnbauförderung. Rund 70 Prozent aller neu errichteten Wohnungen wurden im bestehenden Siedlungsgebiet durch Umstrukturierungen oder Verdichtungen errichtet. Auch in den nächsten Jahren wird für die Alpenstadt ein starkes Bevölkerungswachstum prognostiziert. Das Örtliche Raumordnungskonzept (ÖROKO), dessen Fortschreibung bis Ende Juli dieses Jahres öffentlich aufgelegt wurde, legt den Rahmen für die zukünftige Entwicklung fest. Details: oeroko.innsbruck.gv.at

„Innsbruck ist eine lebenswerte Stadt. Stadtentwicklungsplanung muss Wohnraum für die wachsende Bevölkerung schaffen, die nötige Infrastruktur mit einplanen, und sich um die Wohnqualität genauso kümmern wie um die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.“

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Die Zukunft der Stadt

Entsprechend dem prognostizierten Bevölkerungswachstum müssen bis zum Jahr 2025 weitere 6.500 bis 7.000 Wohnungen geschaffen werden. Diese sollen zur Hälfte durch Umstrukturierungen und Verdichtungen, zu 25 Prozent durch die Mobilisierung bestehender Baulandreserven und zu 25 Prozent durch Neuwidmungen erreicht werden. Übergeordnetes Leitziel bleibt weiterhin ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden sowie den natürlichen Ressourcen. Eine dichter werdende Stadt bietet dabei auch die Chance einer qualitätsvollen Entwicklung des urbanen Raums. Erdgeschoßzonen können attraktiv und urban gestaltet werden und schaffen damit in Verbindung mit qualitätsvollem Frei- und Grünraum belebte Stadträume. „Die hohe Qualität
der Frei- und Grünflächen ist, sozusagen, die Zwillingsschwester der urbanen Dichte. Wir brauchen beides, und wir realisieren beides. Wir denken dabei an die Zukunft und an die, die Wohnraum brauchen“, betont Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz.

Planungsinstrumente

Voraussetzung für all diese Zielsetzungen ist eine qualitätsvolle und kooperative Planung. Innsbruck kann hier auf viel Erfahrung und auf bewährte Instrumente zurückgreifen. Neben dem seit Jahren erfolgreich weiterentwickelten Wettbewerbswesen kann der Innsbrucker Gestaltungsbeirat (IGB) und der Sachverständigenbeirat für Stadt- und Ortsbildschutz (SVB) ins Treffen geführt werden. Daneben werden diverse Fachgremien und viel ExpertInnenwissen einbezogen. Festgeschrieben werden die so entwickelten Planungsziele in verschiedenen Raumordnungsplänen. Das übergeordnete Planungsinstrument für Innsbruck ist das bereits erwähnte ÖROKO. 

Vielfältige Gesellschaft

Neben den räumlichen Veränderungen wird aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums die Gesellschaft differenzierter und facettenreicher. Durch diese gesellschaftliche Vielfalt wird klar, dass es Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Herkunft und Sprache gibt. Damit verbunden sind verschiedene Ansprüche, Lebensstile, Erfahrungen, Kompetenzen, Bedürfnisse und Erwartungen. Die Vielfalt der BewohnerInnen prägt den gemeinsamen Lebensraum ebenso wie der umgekehrt Lebensraum die Menschen prägt. Dies stellt die Gesellschaft einerseits vor Herausforderungen andererseits birgt sie auch Chancen. Positiv wirkt sie sich auf die Standortfaktoren aus und bietet damit aus ökonomischer Sicht Wettbewerbsvorteile. Die Offenheit für Anderes trägt darüber hinaus zur allgemeinen Attraktivität und Lebensqualität der Stadt bei.

Enquete zur wachsenden Stadt

Auch der Innsbrucker Gemeinderat beschäftigt sich auf Basis eines Beschlusses vom 20. April 2017 intensiv mit der Thematik der wachsenden Stadt. Am Freitag 20.  Oktober wird eine Enquete unter dem Titel „Wie groß kann Innsbruck werden – Grenzen
des Wachstums“ abgehalten. Neben einer Erläuterung des ÖROKO 2.0 werden externe ExpertInnen in Vorträgen ihre Sicht auf städtebauliche Entwicklungen, Stadtkultur, Stadtsoziologie und Integration darlegen. In einer anschließenden moderierten Gesprächsrunde werden die Fragen, die sich in Innsbruck bei dieser Thematik stellen, mit den Referenten diskutiert.