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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer war zu Besuch beim Eisernen Jubiläumspaar, Irmgard und Johann Egger, anlässlich ihres 65-jährigen Hochzeitsjubiläums.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer war zu Besuch beim Eisernen Jubiläumspaar, Irmgard und Johann Egger, anlässlich ihres 65-jährigen Hochzeitsjubiläums.

Eine Hochzeit mit Hindernissen bringt Eisernes Eheglück

Anlässlich des 65-jährigen Hochzeitsjubiläums besuchte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das Jubelpaar RegR Johann und Irmgard Egger und überbrachte die Glückwünsche der Stadt: „Ich wünsche Ihnen zu Ihrem besonderen Jubiläum alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit“.

Sie kennen sich fast ihr ganzes Leben

Schon im Kindergarten Mariahilf war Irmgard von Johann begeistert. Bei einer Kasperlaufführung sagte sie zu ihm: „Du bist aber ein lieber Bub! Magst dich nicht neben mich setzen?“ Die Schulzeit in der Volksschule Mariahilf und Hauptschule Hötting verbrachten sie ebenso gemeinsam, bevor sich ihre Wege für einige Jahre trennten. Nach einem zufälligen Wiedersehen war ihnen beiden klar, dass sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen möchten.

„Da standen wir und warteten“

Die Hochzeit fand am 31. Juli 1950 in der Basilika Wilten statt. Doch bevor sich das Brautpaar das Ja-Wort geben konnte, hatten sie so manche Schwierigkeit zu bewältigen. Es begann schon am Vorabend des Hochzeitstages, als Irmgard Egger die Torten für die Hochzeitsfeier buk und anschließend verzierte. Eine Tante war unachtsam und warf eine Fahrradpumpe in die fertig gestellten Torten – die Arbeit für Irmgard begann von vorne. Sie schlief nur wenig in dieser Nacht, denn bis sie nach dem Tortenfiasko mit dem geliehenen Fahrrad vom Vögelebichl in der Schneeburggasse war, wo ihr eine Freundin noch in der Nacht die Haare machte, blieb nicht mehr viel Zeit bis zum Morgengrauen.

Die Hochzeit selber hat der Pfarrer dann einfach vergessen. Fast eine Stunde stand das Brautpaar vor den verschlossenen Türen der Basilika Wilten, bevor ein Kaplan von seiner Gartenarbeit geholt wurde, der Irmgard und Johann Egger schlussendlich traute.

„Das kann man als eine Hochzeit mit Hindernissen bezeichnen“, schmunzelte Innsbrucks Stadtoberhaupt: „Aber wofür man kämpft, daran hält man fest und ich freue mich schon, wenn ich Sie in zweieinhalb Jahren wieder besuchen kommen darf.“

290 Jubelpaare feiern 2015 in Innsbruck

Die Tiroler Landeshauptstadt bietet eine Lebensqualität wie sie nur selten zu finden ist. Der alpin-urbane Charakter Innsbrucks wirkt sich äußerst positiv auf die Lebenserwartung der BürgerInnen aus. So durften und dürfen heuer 203 Paare die Goldene (50 Jahre), 68 die Diamentene (60 Jahre), 15 die Eiserne (65 Jahre), drei die Steinerne (67 ½ Jahre) und ein Paar sogar die Gnaden-Hochzeit (70 Jahre) feiern. (VL)