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Leopold um Martha Klotz nahmen die Gratulationen von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer anlässlich ihres Eisernen Hochzeitsjubiläums im Wohnheim Pradl entgegen.
Leopold um Martha Klotz nahmen die Gratulationen von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer anlässlich ihres Eisernen Hochzeitsjubiläums im Wohnheim Pradl entgegen.

„Mi reut koa Stund“

Bürgermeisterin besuchte zwei Eiserne Ehepaare voller Lebensfreude

130 Ehejahre – so lange sind die beiden Ehepaare Klotz und Wöllauer jeweils bereits miteinander verheiratet. Beiden stattete Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer vor Kurzem anlässlich ihrer Eisernen Hochzeitsjubiläen einen Besuch ab.

Liebe geht durch den Magen

Seit 65 Jahren gehen Leopold und Martha Klotz nun schon als Ehepaar durchs Leben. Kennengelernt haben sich die beiden in der Küche: „Ich durfte mein Essen bei Martha aufwärmen“, erinnert sich Leopold Klotz. Dann gingen die beiden miteinander Skifahren – leider nicht ohne Unfall und Krankenhausaufenthalt. „Da hat mich mein zukünftiger Mann getröstet, dann war’s um mich geschehen“, berichtete Martha Klotz. Seit damals weichen die beiden einander nicht mehr von der Seite.

Den Beginn ihrer Ehe verbrachten sie auf engem Raum: In einem Zimmer, das sie sich im Stadtteil mieteten, wohnten sie die kommenden fünf Jahre. „Wir haben eben klein angefangen, aber das geht alles“, erinnert sich Ehefrau Klotz. Gemeinsam haben die beiden viel unternommen: „Wir waren gerne Skifahren und in den Bergen unterwegs. Außerdem war Tanzen lange Zeit unsere Leidenschaft“, erzählt Leopold Klotz. Auch Brauchtum spielte eine große Rolle im Leben des Ehepaar Klotz: „Ich war lange Zeit bei den Mullerer in Amras“, so der Ehemann.

Heute blickt das Ehepaar auf eine große Familienschar. Vier Kinder, sechs Enkelkinder und sechs UrenkelInnen komplettieren die Familie Klotz. Auf ihre Nachkommen sind die beiden SeniorInnen, die seit zwei Jahren im Wohnheim Pradl leben, besonders stolz. Auch sonst gehen die beiden sehr fröhlich und zufrieden durch das Leben „Mi reut koa Stund!“ – mit dieser positiven Aussage verabschiedete sich Martha Klotz von Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. 

Technisch auf dem modernsten Stand

Besucht Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ein Jubelpaar, darf ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Mit dem Satz „Können Sie mir dieses bitte per E-Mail schicken“, brachte die bald 90-jährige Hilde Wöllauer das Innsbrucker Stadtoberhaupt ins Staunen. „Sie beeindrucken mich, Frau Wöllauer. Sie sind ja richtig fit in Sachen Technik“, zeigte sich Oppitz-Plörer beeindruckt.

Anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit stattete Innsbrucks Bürgermeisterin dem Ehepaar Wöllauer kürzlich einen Besuch ab. Dabei berichtete das Jubelpaar von ihrem Leben: Alle drei Söhne leben im Ausland – auch hier zeigt sich Frau Wöllauers Technikaffinität erneut als nützlich: „Mit unserem Sohn in Kolumbien skypen wir regelmäßig“, berichtet die Seniorin.

Die große gemeinsame Leidenschaft des Ehepaars war lange Zeit das Campen. „Wir sind beinahe durch ganz Europa gereist. Zuerst mit dem Zelt, dann mit dem Wohnwagen“, erinnert sich Hans Wöllauer gerne an die Urlaube. Den gemeinsamen Lebensabend in ihrer Wohnung im Westen Innsbruck verbringen die beiden nun etwas ruhiger. (DH)