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Mitte Mai brannte am Hechenberg bei Kranebitten der Wald. Der Brand konnte von den Einsatzkräften gelöscht werden.
Mitte Mai brannte am Hechenberg bei Kranebitten der Wald. Der Brand konnte von den Einsatzkräften gelöscht werden.

Stets für den Ernstfall gerüstet

Die Feuerwehr Innsbruck leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der BewohnerInnen. Moderne Infrastruktur und eine umfassende Ausbildung bilden das Rüstzeug dafür.

Innerhalb von 60 Sekunden sind die Männer und Frauen der Berufsfeuerwehr Innsbruck (BFI) tagsüber einsatzbereit, in den Nachtstunden binnen 90 Sekunden. 2016 waren die MitarbeiterInnen rund 5.100 mal für die Bevölkerung unterwegs. Im laufenden Jahr stellte der mehrtägige Waldbrand im Stadtteil Kranebitten die HelferInnen vor besondere Herausforderungen. Unter schwierigen Bedingungen im steilen Gelände standen dort zu Spitzenzeiten rund 90 Männer und Frauen der Berufsfeuerwehr Innsbruck, der Freiwilligen Feuerwehren Hötting, Wilten und Mühlau, Bergrettung Innsbruck, von Polizei, Mobiler Überwachungsgruppe (MÜG), dem Rotem Kreuz und Bundesheer am Hechenberg im Einsatz. Sie wurden von bis zu sechs Hubschraubern aus der Luft unterstützt. Eine umfassende Aus- und Weiterbildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Abwicklung des intensiven Arbeitsund Einsatzalltags. „Die Mannschaft muss ein breites Spektrum abdecken und ist dabei verschiedensten Gefahren ausgesetzt. Sie ist in der Lage, rasch auf diese Gefahren zu reagieren, um Menschenleben zu retten und Schaden zu minimieren“, erläutert Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Fundierte Ausbildung

„Die Männer und Frauen sind für alle möglichen Szenarien gut gerüstet und permanent einsatzbereit“, ist Branddirektor Mag. (FH) Helmut Hager vom hohen Niveau der Feuerwehr Innsbruck überzeugt. „Nachdem sich die Stadt permanent weiterentwickelt, ist es unsere gemeinsame Aufgabe, Schritt zu halten und die Feuerwehr auf Herausforderungen der Zukunft auszurichten“, erklärt Hager. Basis für die professionelle und effiziente Einsatzabwicklung ist eine fundierte Ausbildung. Zuständig für diese ist Branddirektor-Stellvertreter DI Martin Gegenhuber. „Durchschnittlich verbringt ein Mitglied der BFI rund 100 Stunden pro Jahr in Schulungen bzw. Kursen. Nicht eingerechnet sind dabei funktionsbedingte Spezialausbildungen, wie etwa jene in den Bereichen Tauchen, Wasserrettung, Strahlenschutz, Flughelfer oder an Sonderfahrzeugen“, stellt Gegenhuber dar. 22 BFI-Mitglieder plus einem Offizier sind im Standarddienst – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Dabei wird stets darauf geachtet, alle Spezialfunktionen im Dienstplan zu besetzen. Die zehn Freiwilligen Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Teil des Innsbrucker Feuerwehrwesens und verfügen über einen sehr hohen Ausbildungsstand. Regelmäßig werden spezielle Ausbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der BFI durchgeführt.

„Umfassende Ausbildung, zeitgemäße Ausrüstung und Erfahrungswerte sind wesentlich für die hervorragende Arbeit der Innsbrucker Feuerwehren. Gemeinsam gewährleisten sie die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner.“

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Tankstelle macht autark

Neben der intensiven Ausbildung ist eine zeitgemäße und moderne Ausstattung ein Grundstein für die Arbeit der Feuerwehren. Ende 2016 wurde die eigene Tankstelle der Berufsfeuerwehr in der Hunoldstraße von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) generalsaniert und auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Mit der adaptierten Tankstelle ist die Innsbrucker Feuerwehr wiederum autark. „Im Katastrophenfall ist mit der neuen Anlage nun eine unabhängige Versorgung der Einsatzfahrzeugesichergestellt. Besonders im Falle eines großflächigen Stromausfalls ist die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit der Feuerwehr von großer Bedeutung“, betont Branddirektor Hager. Neben der Berufsfeuerwehr nutzen die Freiwilligen Feuerwehren
der Stadt die Tankstelle. Die Baukosten beliefen sich auf rund 150.000 Euro.

Hochwasserschutz für Mühlau

Beim Gebäude der FF Mühlau wurde heuer in der ersten Jahreshälfte ein Hochwasserschutz entlang der Hallerstraße fertiggestellt. „Nach dem jüngsten Hochwasser im Jahr 2005 gab es Schäden am Gebäude und Überflutungen drinnen. Mit der neu errichteten Mauer kann so etwas in Zukunft verhindert werden“, erläutert Vizebürgermeister Kaufmann. Bauherr des Projekts war die IIG. Am östlichen Ende der Mauer befindet sich ein druckwasserdichtes Tor, damit das anfallende Oberflächenwasser abfließen kann. Im Anlassfall kann der erhöhte Bereich mobil mit Sandsack-Barrieren abgesichert werden. Von dem neuen Hochwasserschutz profitieren nicht nur die Berufsfeuerwehr, die Feuerwehr Mühlau und die Wasserrettung Tirol, auch die Musikkapelle Mühlau und die Naturstrom Mühlau GmbH nutzen Räumlichkeiten in diesem Gebäude. Einen weiteren Nutzen zieht die Grünanlagenpflege daraus. „Die Sicherheit steht für uns alle an oberster Stelle, besonders die Feuerwehr achtet auf die Innsbruckerinnen und Innsbrucker.
Mit dieser Investition unterstützt die Stadt einmal mehr die ausgezeichnete Arbeit der Einsatzkräfte“, erläutert Kaufmann. VL/SAKU/LI