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Die Sanierung der Räumlichkeiten sorgt im Kindergarten Mitterweg sichtlich für strahlende Gesichter.
Die Sanierung der Räumlichkeiten sorgt im Kindergarten Mitterweg sichtlich für strahlende Gesichter.

Gutes Klima für die Kleinen

Gerade in den heißen Monaten des Jahres machen sich thermische Umbauten und moderne Belüftungsanlagen an Gebäuden besonders bezahlt. In den im Sommer betriebenen Kindergärten wird verstärkt darauf geachtet und auch in sanierten Schulen lernt es sich besonders gut.

Dazu gehören neben brandschutztechnischen Sanierungen und Adaptionen hinsichtlich Sicherheit, Barrierefreiheit und Akustik auch klimafreundliche Maßnahmen. Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) verwaltet und betreut für die Stadt Innsbruck derzeit 21 Volksschulen, zehn Neue Mittelschulen, zwei Sonderschulen, ein Polytechnikum (PTS) und 28 Kindergärten sowie die städtische Musikschule. Knapp 6.400 Schulkinder und rund 2.500 Kindergartenkinder profitieren von den Maßnahmen, die kontinuierlich umgesetzt werden.

Lernen in gesunder Umgebung

Alle städtischen Kindergarten- und Schulgebäude werden seitens der IIG hinsichtlich technischer Mängel laufend überprüft und gewartet. „Sehr gut instand gesetzte Gebäude treffen damit in Innsbruck auf hervorragende pädagogische Arbeit“, betont Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner: „Eine klimafreundlich sanierte Schule ist natürlich komfortabler und behaglicher. Es ist erwiesen, dass SchülerInnen dort im Unterricht aufmerksamer sind und sich besser konzentrieren können. So werden in unseren Bildungseinrichtungen Lerninhalte noch besser vermittelt.“ Seit 2011 nahm die Stadt Innsbruck insgesamt rund 55 Millionen Euro für (Neu-)Bauten, Großinstandsetzungen und Instandhaltungen in die Hand.

„Die Stadt als Schulerhalterin arbeitet mit ihrer Partnerin IIG seit jeher erfolgreich und eng zusammen. Wir schaffen gemeinsam die optimalen Voraussetzungen für die Bildung und den bestmöglichen Lernerfolg unserer Jugend.“

Stadtrat Ernst Pechlaner

Stadtrat Ernst Pechlaner

Nachhaltigkeit zum Wohlfühlen

In den Volksschulen Reichenau, Pradl-Ost und Angergasse sowie im KindergartenMitterweg können sich die Kinder bereits über sanierte Räumlichkeiten freuen. Aktuell saniert wird die Volksschule Angergasse (Baustufe 2). Die VS Neu-Arzl erhält derzeit eine neue thermische Hülle, 2018 folgen der Innenausbau und die Komplettierung. Die NMS Wilten wird brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht. Barrierefrei adaptiert wird derzeit die städtische Musikschule Innsbruck. Ein Vorzeigeprojekt ist der Kindergarten Kranebitten, der Ende 2015 seine Pforten öffnete. Der raffinierte Holzbau mit der IIG als Bauherrin erhielt die Auszeichnung „klimaaktiv in Gold“ für seine besonders energieeffiziente und nachhaltige Bauweise. Eine Erdwärme-pumpe versorgt das Gebäude mit der notwendigen Wärme. Für gute Raumluft im Sommer wie im Winter sorgt eine moderne Komfortlüftung. Am Dach des Kindergartens ist eine Photovoltaikanlage (PV) zur Reduktion des Stromverbrauches installiert.

Auf dem neuesten Stand

Im Rahmen des EU-Projektes SINFONIA wurden bzw. werden die Volksschule Pradl-Ost, VS Angergasse und die VS Neu- Arzl saniert. Allein der Heizwärmebedarf konnte in diesen drei Schulen deutlich reduziert werden (BeispielVS Angergasse: vorher 129,1 kWh/m² pro Jahr, nachher 13,4 kWh/m² pro Jahr). Die Überlegung, moderne Anlagen zur Energiegewinnung, wie Photovoltaik und LED-Leuchten, einzusetzen, sind jedoch bei allen Sanierungen Standard. Über PV-Anlagen verfügen bereits die NMS Hötting (EU-Projekt „3encult“), die Schule am Inn, die VS Angergasse und die VS Neu-Arzl. Das Gebäude der VS Pradl-Ost wird darüber hinaus für eine Solarthermie- Nutzung vorbereitet. Langlebige energiesparende Leuchten mit LEDTechnologie kommen ebenfalls bereits in mehreren städtischen Bildungseinrichtungen zum Einsatz. Alle diese Maßnahmen reduzieren die laufenden Betriebskosten nachhaltig. Darüber hinaus nimmt die IIG nach einem Masterplan mehrere Sanierungen in ihren Einrichtungen vor. Darin enthalten sind etwa bauliche Maßnahmen, wie die Behebung wesentlicher Substanzmängel, Barrierefreiheit, Brandschutz, die thermische Hülle, Raumakustik sowie die technische Gebäudeausstattung, wie zum Beispiel die Heizungsanlagen und die sanitären Einrichtungen. „Damit sorgt die Stadt Innsbruck als Schulerhalterin für eine zeitgemäße und nachhaltige bauliche Gestaltung der Bildungseinrichtungen, die eine optimale Grundlage für das Lernen und Leben bieten“, betont Pechlaner. AS