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Innsbrucks zukunftsträchtigstes Kulturprojekt

Innsbruck ist Tirols Kulturhauptstadt. Zehn Jahre nach den ersten Ideen wird das Haus der Musik Innsbruck, das im Herbst 2018 seine Pforten öffnet, das Angebot auf dem Kultursektor nochmals wesentlich erweitern.

Im Quartier zwischen Landestheater und Hofburg schafft die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) mit Mitteln der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und des Bundes ein Zentrum für Musik, das unterschiedliche musikalische Initiativen unter einem Dach zusammenführt. Insgesamt zehn verschiedene NutzerInnen (inklusive Gastronomie) werden in das Haus der Musik einziehen. Mit einem Auftragsvolumen von ca. 58 Mio. Euro wird am Standort der ehemaligen Stadtsäle in direkter Nachbarschaft zu historischen Bauten ein vom Innsbrucker Architekten Erich Strolz geplantes modernes Haus für Musik und Theater verwirklicht. Ein großer Veranstaltungs- und Probesaal für rund 550 Personen für das Tiroler Symphonieorchester sowie kleinere Säle und Verwaltungs-, Übungsräume bzw. ein Instrumentendepot entstehen dort. Für die Kammerspiele des Tiroler Landestheaters sind eine Bühne mit Zuschauerraum, ein Bühnenturm, eine Black Box, Garderoben und Werkstätten geplant. Auch eine Gemeinschaftsbibliothek für Landeskonservatorium, Musikwissenschaften, Mozarteum und ein gemeinsames Kompaktarchiv bekommen ihren Platz. Zusätzlich stehen Räume für das Tiroler Landeskonservatorium und das Institut für Musikwissenschaft sowie die Landesvereine Sängerbund, Volksmusikverein und Blasmusikverband bereit.

Die Unterkonstruktion der Drehbühne
Die Unterkonstruktion der Drehbühne

Haus der Musik Innsbruck im Zeitplan

Die Kammerspiele sind die ersten Nutzer, die ins Haus der Musik einziehen dürfen. Die IIG geht davon aus, dass die ausführenden Firmen für die Bühnenmaschinerie und Stahlbau bis April 2018 ihre Arbeiten abschließen können und bis zu diesem Zeitpunkt der Probebetrieb aufgenommen werden kann. Die Eröffnung des Hauses der Musik Innsbruck wird Anfang Oktober 2018 stattfinden. Im Rahmen des traditionellen Theaterfestes des Tiroler Landestheaters wird das Haus der Musik einen „Tag der offenen Tür“ erleben. Auch in Sachen Vorplatzgestaltung geht es voran. Nach einem Workshop mit dem Innsbrucker Gestaltungsbeirat, bei dem die städtebaulichen Anforderungen definiert wurden, wird vom städtischen Tiefbauamt nun die Detailplanung weitergeführt. Fest steht, dass am Platz die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um auch Außenveranstaltungen zuzulassen. Neben Strom- wird es auch Wasseranschlüsse geben. Festgelegt ist nun auch der Standplatz des Leopoldsbrunnens. Er wird nicht weit entfernt vom früheren Standort in der Nähe der Blutbuche seinen optimalen Standplatz vor dem Haus der Musik wiederfinden. Die Wiederaufstellung des renovierten Brunnens erfolgt im Herbst 2017. Die Oberfläche wird im Frühjahr und Sommer 2018 gestaltet. Eines kann aber bereits heute berichtet werden: Kein Baum wird entfernt – im Gegenteil, es sollen weitere hinzukommen.

Leitung festgelegt: Wolfgang Laubichler wird Direktor

Ende Juni hatten nicht nur Landeshauptmann Günther Platter, Kulturlandesrätin Dr.in Beate Palfrader und Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, sondern auch die zukünftigen NutzerInnen die Gelegenheit, den im Mai ausgewählten neuen Leiter des Kulturbaus, Mag. Wolfgang Laubichler, kennenzulernen. Gastgeber war das Tiroler Landestheater mit Intendant Johannes Reitmeier und Direktor Dr. Markus Lutz. Neben persönlichen Gesprächen stand auch ein gemeinsamer Rundgang durch die Baustelle des Hauses der Musik Innsbruck auf dem Programm. Laubichler zeigte sich dabei von Innsbruck und seiner künftigen Arbeitsstätte begeistert: „Das Projekt Haus der Musik Innsbruck ist für mich etwas Einmaliges. Ich bin gewohnt mit unterschiedlichen Nutzer- und Nutzerinnengruppen zu arbeiten und sehe große Potenziale. Für die Vision eines Miteinanders in diesem Haus werde ich mich sehr engagieren. Das Haus der Musik soll etwas sein, auf das die Menschen in Innsbruck stolz sind“, betonte er. KR