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Hertha Tuba freute sich sehr über den Besuch der Bürgermeisterin.
Hertha Tuba freute sich sehr über den Besuch der Bürgermeisterin.

Hertha Tuba feierte ihren 102. Geburtstag

Zum 102. Geburtstag bekam Hertha Tuba auch dieses Jahr wieder hohen Besuch: Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gratulierte ihr persönlich zum Geburtstag und überreichte der Jubilarin zur Feier des Tages einen prächtigen Blumenstrauß.

"Es ist einfach wunderbar, dass ich Sie heute zu Hause antreffe", freute sich das Innsbrucker Stadtoberhaupt. Nachdem Hertha Tuba zuvor zehn Tage im Sanatorium Hochrum zugebracht hatte und anschließend noch einmal so lange in der Seniorenresidenz Veldidenapark verweilte, wurde sie wieder nach Hause entlassen. Dort erfreut sie sich seither bester Gesundheit. "Das schaffen nicht viele", lobte die Bürgermeisterin die unerschütterliche Vitalität der Innsbruckerin, die am 13. August 1912 in der Tiroler Landeshauptstadt das Licht der Welt erblickte. Hertha Tuba gab sich bescheiden, was ihr hohes Alter angeht: "Dass ich so alt wurde, hat sich einfach so ergeben – und der liebe Gott hat auch ein bisschen mitgeholfen", meinte die 102-Jährige schmunzelnd.

 

Ein Leben im Zeichen des Engagements

Hertha Tubas Eltern zählten um die Jahrhundertwende zu den Pionieren des Alpinismus, sie selbst besaß einst eine Brennstoff-Firma, die die Industrie belieferte. In den 1950er Jahren begegnete sie erstmals ihrem späteren Ehemann, dem verstorbenen Hofrat Prim. Dr. Johannes Tuba, der viele Jahre Primar und Direktor des von ihm mitbegründeten Landeskrankenhauses Hochzirl war.

Dem Ehepaar Tuba waren zwar keine Kinder beschieden, langweilig wurde es Hertha Tuba trotzdem nie. Ihr Mann Johannes, ein Pionier im Bereich der Geriatrie, setzte sich mit tatkräftiger Unterstützung seiner Ehefrau für die Entwicklung dieses medizinischen Fachbereichs in Tirol ein. Bis in jüngste Tage führte Hertha Tuba das Erbe ihres 1988 verstorbenen Mannes weiter, etwa mit der Gründung der "Dr. Johannes und Hertha Tuba-Stiftung" oder dem "Dr.-Johannes-Tuba-Preis" für besondere Arbeiten auf dem Gebiet der Geriatrie und Gerontologie. 2011 wurde sie für ihre Dienste vom Land Tirol mit dem Tiroler Adlerorden ausgezeichnet, auch die Tiroler Ärztekammer würdigte ihr Engagement mit der Paracelsus-Medaille.

Mit ihrem langen Leben ist Herta Tuba rundum zufrieden: "Ich habe alle meine Wünsche erfüllt, dafür bin ich dem lieben Gott dankbar. Ich genieße alles, es geht mir einfach gut." (KS)