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IKB gewinnt Energie aus Biomasse

Die Innsbrucker Kläranlage versorgt sich selbst mit Energie aus Klärschlamm und Bioabfall. Auch für das Hallenbad Olympisches Dorf und das neue Restaurant am Baggersee liefert die Kläranlage die nötige Wärme.

Bereits seit 1976 wird in der Kläranlage der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) aus dem Klärschlamm Biogas erzeugt. Seit 2011 werden zusätzlich auch noch Bioabfälle mitverarbeitet. Dazu braucht es Faultürme zur Vergärung der Biomasse und hocheffiziente Blockheizkraftwerke. Mit dem so erzeugten Strom und der Wärme wird die Kläranlage zur Selbstversorgerin, d. h., sie deckt ihren Eigenbedarf an Energie selbst. Und sie versorgt zusätzlich noch andere Nutzer: Der Strom, der nicht verbraucht wird, wandert ins Versorgungsnetz der IKB. Die überschüssige Wärme beheizt das Hallenbad Olympisches Dorf und das neue Restaurant am Baggersee.

 

Biogut als Basis innovativer Energiekonzepte

„Der wirtschaftliche und ökologische Grundgedanke der Blockheizkraftwerke liegt in der intelligenten Erzeugung von Energie aus Biomasse und der innovativen Nutzung der vor Ort gewonnenen Wärme“, erläutert IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider das Grundprinzip. Zusammen mit dem Klärschlamm kommt der biogene Abfall, also Bioabfall aus den Innsbrucker Haushalten, in die Faultürme und wird dort vergärt. Ca. 40 Tonnen Bioabfall pro Tag und damit etwa 9.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr können so verwertet werden. Das über die Vergärung produzierte Gas wird in den Blockheizkraftwerken in Strom umgewandelt. Als Zusatzprodukt entsteht dabei Wärme, mit der auch Verbraucher außerhalb der Kläranlage versorgt werden. Die Jahresstromproduktion des neuen Blockheizkraftwerkes liegt bei rd. 8,0 MWh, was dem Verbrauch von rd. 1.900 Vier-Personen-Haushalten entspricht.

 

Kläranlage ist Teil des Smart-City-Districts von SINFONIA

Nicht erst seit Inkrafttreten des Bundesenergieeffizienzgesetzes beschäftigt sich die IKB mit dem effizienten und ressourcenschonenden Einsatz von Energie. Seit Mitte 2014 arbeitet die IKB im Rahmen des EU-Projekts SINFONIA an Smart-City-Lösungen für Innsbruck. Die IKB entwickelt intelligente Lösungen zur dezentralen Erzeugung, Verteilung und Speicherung von Strom und Wärme. Ein Schwerpunkt ist die Nutzung der energetischen Potenziale der Kläranlage, wie eben zur Wärmeversorgung des Hallenbades Olympisches Dorf. Vorstandsvorsitzender Harald Schneider betont: „Die IKB sieht das Thema Energieeffizienz als Chance zur Verwirklichung innovativer und nachhaltiger Konzepte“.

  

Für weitere Informationen:

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG
DI Klemens Geiger
Leiter Kläranlage 
0 512 502 7430
klemens.geiger@ikb.at