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Entlang der Sillmündung gelangt man mit dem Rad bequem von Ost nach West und umgekehrt.
Entlang der Sillmündung gelangt man mit dem Rad bequem von Ost nach West und umgekehrt.

Auf zwei Rädern durch Innsbruck

Das Radwegenetz der Landeshauptstadt wird kontinuierlich verbessert und erweitert. Aktuell bietet die Stadt mehr als 100 Kilometer Radwege inklusive Radrouten.

Von Nord nach Süd und West nach Ost – RadfahrerInnen können in Innsbruck auf mehr als 100 Kilometern bequem durch die Stadt radeln. An manchen Stellen besteht noch Ausbaupotenzial, dem die Stadt kontinuierlich Rechnung trägt. In der jüngsten Vergangenheit beispielsweise wurden der Emile-Béthouart-Steg sowie die Freiburger Brücke zu kombinierten Fuß- und Radwegen umgebaut, auch die Karwendelbrücke kann seit einer Verbreiterung von beiden VerkehrsteilnehmerInnen benutzt werden. Absteigen und Schieben sind dort Geschichte.

Geöffnete Einbahnen

Immer öfter werden auch Einbahnen für RadfahrerInnen geöffnet. Durch erlaubtes Fahren in die Gegenrichtung konnte die Stadt wichtige Lücken schließen. In der Universitätsstraße bzw. der Dreiheiligenstraße funktioniert das System ebenso gut wie weiter südlich in der Glasmalereistraße. „Wir benötigen nicht überall einen eigenen Radweg. Es ist vielmehr wichtig, dass die radelnden Innsbruckerinnen und Innsbrucker sicher von A nach B kommen. Und das gelingt durch verkehrsberuhigte Straßen, gesonderte
Fahrbahnstreifen, kombinierte Rad- und Fußwege und auch durch die Öffnung von Einbahnen“, betont Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider. In der Landeshauptstadt haben alle VerkehrsteilnehmerInnen Platz. Damit dies auch harmonisch funktioniert, sind alle gefordert, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich regelkonform im Straßenverkehr zu verhalten. Eine beliebte Strecke führt entlang des Inns und eine Querung des Flusses ist beinahe über alle Brücken problemlos möglich. Das Nadelöhr Mühlauer Brücke wird mit der Sanierung 2019/20 in Angriff genommen. Die Sill sowie die Sillinsel verbinden Innsbrucks Stadtteile nicht nur von Ost nach West, durch den dortigen Geh- und Radweg gelangt man auch bis zum Stadtpark Rapoldi.

Lückenschlüsse und Ergänzungen

Von der Pechestraße führt beispielsweise eine Radroute über den Edith-Stein-Weg zum Landhaus 2 und in weiterer Folge über die Salurner Straße in die Wilhelm-Greil-Straße und von dort weiter in Richtung Nordkette. Dort, wo es möglich ist, werden Einbahnen geöffnet, damit der Ziel- und Quellverkehr kürzere Wege hat. Ein Beispiel dafür nennt Innsbrucks Radkoordinator Helmut Krainer in der Karmelitergasse. Diese Einbahn soll in Zukunft als Netzergänzung für RadfahrerInnen geöffnet werden. Neu im Entstehen ist eine weitere Route in Wilten-West. Durch die derzeitige Neugestaltung des Pfarrzentrums Heilige Familie eröffnet sich auch dort die Möglichkeit eines Lückenschlusses. Über den neuen Kirchenvorplatz ist eine Durchfahrt von der Zollerstraße in die Egger-Lienz-Straße und später weiter in Richtung Mentlberg möglich. Die Umsetzung dieser Strecke wird noch heuer abgeschlossen.

„Das Rad ist nicht nur ein beliebtes Sportgerät bei den Innsbruckerinnen und Innsbruckern, es wird auch zusehends als effiziente, flexible und fithaltende Mobilitätsform in unserer Stadt genutzt. Wir schaffen in der Stadt durch die Verbesserung des Wegenetzes die notwendigen Rahmenbedingungen.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Durchgängige Radwegverbindung

Ein Zukunftsprojekt der Stadt Innsbruck ist die durchgängige Radweganbindung Mentlberg/Sieglanger. Heuer wird der westliche Abschnitt des Rad- und Fußwegs von Mentlberg bis Klosteranger realisiert. In einem zweiten Schritt soll die Weiterführung bis zur Karwendelstraße erfolgen. Ebenso in diesem Jahr wird eine Verlängerung der Peerhofstraße in die Karl-Innerebner-Straße und zum Lohbach für RadfahrerInnen gebaut. Eine große Qualitätssteigerung ergibt sich nach der Fertigstellung der neuen Grenobler Brücke im kommenden Herbst. Dann können RadfahrerInnen ohne Niveauunterschied den Inn queren.

Radfahren im Winter

Radfahren ist nicht nur im Sommer in der Landeshauptstadt beliebt: Die heuer veröffentlichte Mobilitätserhebung des Bundesministeriums für Verkehr, Information und Technologie belegt, dass sich das Fahrrad als Verkehrsmittel bei den InnsbruckerInnen immer größerer Beliebtheit erfreut. Rund 13 Prozent aller Wege werden demnach in der Stadt jahresdurchgängig auf diesen zwei nicht motorisierten Rädern zurückgelegt. SAKU