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Kaiser-Maximilian-Preis 2017: Juryentscheid für Nicola Sturgeon

Der Kaiser-Maximilian-Preis der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol für europäische Regionalpolitik geht heuer an Nicola Sturgeon, die Erste Ministerin Schottlands (First Minister of Scotland). Das wurde bei der Sitzung der internationalen Fachjury am 03. März 2017 einstimmig beschlossen. Nicola Sturgeon wird für ihr außerordentliches Engagement für einen Verbleib Schottlands in der Europäischen Union nach der Brexit-Abstimmung geehrt.

„Durch die Auszeichnung von Nicola Sturgeon senden wir ein starkes politisches Signal. Sie setzt sich unter schwierigsten Rahmenbedingungen für Europa ein“, begründet Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer die Entscheidung der Jury.

„Die diesjährige Preisträgerin Nicola Sturgeon ist eine engagierte Regionalpolitikerin, die sich um die Grundsätze des Europarates Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit besonders verdient gemacht hat. Sie hat durch ihr mutiges Eintreten für größere regionale Autonomie im Vereinten Königreich einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Entwicklung Europas, gerade im Hinblick auf einen föderativen Aufbau der EU mit starken Regionen und auf die Verwirklichung des Subsidiaritätsprinzips, geleistet“, so Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa.

Preisverleihung 2017 nicht am Europatag
In diesem Jahr wird der Kaiser-Maximilian-Preis aus terminlichen Gründen nicht wie in der Vergangenheit üblich am Vorabend des Europatages (09. Mai) in Innsbruck verliehen. Die Übergabe des Preises wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Mit Nicola Sturgeon wird eine aktive europäische Politikerin geehrt. Diese Entscheidung ist auch für die Zukunft wegweisend, denn für das Maximilianjahr 2019 wird bereits an einer Neuausrichtung des Preises gearbeitet. Im Jahr 2018 wird der Kaiser-Maximilian-Preis nicht verliehen.

Stiftung des Kaiser-Maximilian-Preises
Das Land Tirol und die Stadt Innsbruck haben im Jahr 1997 aus Anlass der Vollendung des 85. Lebensjahres des langjährigen Bürgermeisters der Stadt Innsbruck und Präsidenten des Tiroler Landtages, Herrn DDr. Alois Lugger †, in Anerkennung seiner Verdienste um Europa den Kaiser-Maximilian-Preis, Europapreis für Regional- und Kommunalpolitik des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck, gestiftet. Mit der Verleihung dieses Preises werden außerordentliche Leistungen von Persönlichkeiten und Institutionen aus dem Bereich der europäischen Regional- und Kommunalpolitik ausgezeichnet. Er besteht aus einer Urkunde und einer Medaille (Schautaler von 1509 Kaiser Maximilian I.) sowie einem Geldpreis in der Höhe von 10.000 Euro.

Mitglieder der Internationalen Fachjury
Die Mitglieder der internationalen Fachjury 2017 waren: Univ.-Prof.in Dr.in Anna Gamper (Universität Innsbruck), Hanspeter Wagner, Bürgermeister von Breitenwang (Ausschuss der Regionen), Dr.in Carmen Kiefer, Vizebürgermeisterin von Kuchl (Rat der Gemeinden und Regionen Europas), Mag. Harald Sonderegger, Landtagspräsident von Vorarlberg (Kongress der Gemeinden und Regionen Europas), Günter Platter, Landeshauptmann von Tirol (Land Tirol, vertreten durch Dr. Andreas Greiter), DDr. Herwig van Staa, Landtagspräsident von Tirol (Land Tirol), Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin von Innsbruck (Stadt Innsbruck) und Martin Feichtner, Büro der Bürgermeisterin (Stadt Innsbruck).