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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) überreichte Maria Kompatscher, die sich nach einem Sturz erholt, einen Blumenstrauß zum Geburtstag.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) überreichte Maria Kompatscher, die sich nach einem Sturz erholt, einen Blumenstrauß zum Geburtstag.

Frohnatur aus Sadrach feiert Hunderter

Maria Kompatscher begrüßte zahlreiche GratulantInnen zuhause.

1942 kam Maria Kompatscher mit ihrem Mann als Umsiedlerin von Bozen nach Innsbruck, seither fühlt sie sich in der Tiroler Landeshauptstadt rundum wohl. Die Heimat bleibe aber immer die Heimat, betonte sie vor Kurzem beim Besuch von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Die beiden Frauen feierten zusammen den 100. Geburtstag von Kompatscher und unterhielten sich über das Rezept für ein langes Leben. „Ich bewundere Ihre starke Körperhaltung und ihre starke Stimme, Frau Kompatscher. An Ihnen sieht man, dass man den Sport der Jugend im Alter erntet“, betonte Innsbrucks Stadtchefin. Rüstig, gut gelaunt und gesprächig präsentierte sich die gelernte Schneiderin.

Zu Fuß von Nord- nach Osttirol

Vor einigen Jahren ist sie mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann zu Fuß von Innsbruck aus nach Lienz gewandert. „Sieben Tage lang waren wir unterwegs. Wir sind jeden Tag acht Stunden gewandert – über alle Berge. In Lienz haben wir die Schuhe in die Hände genommen und sind barfuß durch die Stadt spaziert“, erinnert sich Kompatscher und lacht erfreut. Sie war sich mit Bürgermeisterin Oppitz-Plörer einig, dass Altwerden nichts für Feiglinge ist. „Das hat schon Altbürgermeisterin Hilde Zach zu Lebzeiten immer betont. Sie sind auch eine Kämpferin, Frau Kompatscher, das sieht man Ihnen an“, erklärte Oppitz-Plörer. Und Kompatscher stimmte lachend zu: „Aufgeben tut man nur einen Brief.“

Ungebrochene Unternehmungslust

40 Jahre lebt Kompatscher schon in Sadrach, auch mit 100 Jahren genießt sie ihre Zeit noch im eigenen Heim. Besondere Freude bereitet es ihr, wenn „die Jugend“ – ihre Nichten und Neffen – zu Besuch kommen. Insgesamt hat sie fünf Nichten und Neffen, zwei davon leben in Australien. Wenn die Familie zu Besuch ist, blüht die Jubilarin auf. Ansonsten verbringt sie ihre Freizeit beim Lesen, Rätseln und Fernsehen. Das Gehen funktioniert mit dem Rollator auch noch gut. Vor allem aber näht die gelernte Schneiderin noch gern, wie sie stolz erzählt. Einzig beim Einfädeln benötigt sie ein wenig Hilfe. Nach einer Tasse Kaffee und vielen Geschichten verabschiedete sich die Stadtchefin mit dem Versprechen im nächsten Jahr wieder als Gratulantin vorbeizukommen. (SAKU)