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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) und Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr (r.) gratulierten den Stipendiaten Bernhard Gander (2.v.r) und Andreas Trenkwalder (2.v.l.)
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (l.) und Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr (r.) gratulierten den Stipendiaten Bernhard Gander (2.v.r) und Andreas Trenkwalder (2.v.l.)

Hilde-Zach-Kompositionsstipendien vergeben

Bernhard Gander und Andreas Trenkwalder ausgezeichnet

Um die Entwicklung zeitgenössischer Musik in Innsbruck zu unterstützen, vergibt die Stadt Innsbruck alljährlich die Hilde-Zach-Kompositionsstipendien, die mit einer Gesamthöhe von 10.000 Euro dotiert sind. Seit dem Jahr 2011 umfasst das Hauptstipendium 7.000 Euro. Heuer geht es an Bernhard Gander, das Förderstipendium mit 3.000 Euro erhält Andreas Trenkwalder.

„Die Tiroler Landeshauptstadt zeichnet sich durch eine einzigartige Verbindung von Tradition und Moderne aus. Dies ist beispielsweise im Stadtbild, aber auch im Kunst- und Kulturgeschehen zu erkennen“, hob Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bei der Stipendienübergabe hervor: „Gerade aus diesem Grund ist es eine besonders wichtige und gleichzeitig schöne Aufgabe, junge Komponistinnen und Komponisten auf ihrem Weg zu bestärken. Genau dies ist uns mit der Vergabe der Hilde-Zach-Kompositionsstipendien möglich. Die beiden diesjährigen Stipendiaten beweisen wieder einmal, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein.“

Die Entscheidung über die Vergabe trifft eine dreiköpfige, jährlich wechselnde Fachjury, deren Mitglieder aus den Bereichen Musikwissenschaft, Musikvermittlung und Komposition stammen. Mitglieder der diesjährigen Jury sind: Mag.a Ursula Strubinsky (Musikredaktion Ö1), Wolfram Schurig (Rundfunk- und CD-Produktionen als Blockflötist) und Paolo Tomada (Musikpädagoge Innsbruck). 2013 wurden die Kompositionsstipendien in Anerkennung an Innsbrucks ehemalige Bürgermeisterin in Hilde-Zach-Kompositionsstipendien umbenannt.

Kurzbiographie: Bernhard Gander

Geboren 1969 in Lienz absolvierte Bernhard Gander ein Studium am Tiroler Landeskonservatorium (Klavier, Tonsatz, Dirigieren), ein Kompositionsstudium in Graz bei Beat Furrer sowie ein Studium der Elektroakustischen Musik am Studio UPIC/Paris(1994/95) wie auch am Schweizerischen Zentrum für Computermusik/Zürich (1997). Er wurde bereits mit dem „Erste Bank Kompositionspreis 2005“, dem „Staatsstipendium für Komposition 2005/07“ und dem „Ernst Krenek Preis 2012“ ausgezeichnet. Seine bisherigen Aufträge erhielt er unter anderem vom Klangforum Wien, Wiener Konzerthaus, dem steirischen herbst, dem ORF, der biennale münchen, der musica strassbourg, den Bregenzer Festspielen oder dem Burgtheater Wien. Details: www.bernhardgander.at

Kurzbiographie: Andreas Trenkwalder

Die Beschäftigung mit Musik sowie der damit verbundene Spaß und das Interesse lassen sich bei Andreas Trenkwalder weit zurückverfolgen. 1986 geboren, erfährt er im Vorschulalter eine erste, spielerische musikalische Ausbildung (Singen, Hackbrett) im Elternhaus. Nach einem Violin- und Violastudium am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum Salzburg (bei Mirjam Tschopp und Christos Kanettis), begann er sein Kompositionsstudium bei Franz Baur (Tiroler Landeskonservatorium). Neben den Aufführungen seiner zahlreichen Kammermusikstücke waren die Uraufführungen seiner Orchesterwerke „Ouverture“, „3 Tweets @innstrumenti“, „bipolar“ sowie das Cellokonzert „Integral“ und die Märchenoper „Aschenputtel“ Höhepunkte seines Komponistenlebens. Seit 2014 beschäftigt er sich auch mit elektronischer Musik: Auf einen Workshop bei Johannes Kretz (MDW Wien) folgt zurzeit ein Studium der Computermusik bei Marko Ciciliani (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz). Andreas Trenkwalder lebt und arbeitet als freier Komponist und Musiker in Innsbruck und Graz.

Bisherige StipendiatInnen

2016 Michael F. P. Huber
         Josef Haller (Förderstipendium)

2015 Christof Dienz
         Julia Maier (Förderstipendium)

2014 Daniel Oliver Moser
         Manuel Delago (Förderstipendium)

2013 Wolfgang Mitterer
         Hannes Kerschbaumer (Förderstipendium)

2012 Johannes Sigl
         Katharina Blassnigg (Förderstipendium)

2011 Gunter Schneider
         Marco Döttlinger (Förderstipendium)

2010 Ralph Schutti
         Christian Reimeir

2009 Franz Baur
         Franz Schreyer

2008 Manuela Kerer
         Norbert Zehm

2007 Thomas Amann
         Judith Unterpertinger (AA)