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Gemeinsame Inbetriebnahme der neuen Druckrohleitung beim IKB-Kraftwerk Obere Sill (von links): IKB-Vorstandsdirektor Helmuth Müller, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, IKB-Vorstandsdirektor Thomas Gasser sowie Aufsichtsratsvorsitzender Manfried Gantner.
Gemeinsame Inbetriebnahme der neuen Druckrohleitung beim IKB-Kraftwerk Obere Sill (von links): IKB-Vorstandsdirektor Helmuth Müller, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, IKB-Vorstandsdirektor Thomas Gasser sowie Aufsichtsratsvorsitzender Manfried Gantner.

IKB investiert 13 Mio. Euro in Modernisierung des Kraftwerk Obere Sill

Die IKB betreibt insgesamt elf Kraftwerke im Großraum Innsbruck. Damit werden rund 320 Mio. kW Strom erzeugt. Das entspricht ungefähr der Hälfte des Jahresbedarfs der Landeshauptstadt. „Die gesamte Stromaufbringung in unseren Kraftwerken erfolgt zu 100 Prozent auf Basis erneuerbarer Energie“, betont IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider. 

Das Kraftwerk Obere Sill zählt mit einer Leistung von 18.000 kW zu den größten Anlagen der IKB. „Seit 114 Jahren liefert das Kraftwerk mittlerweile sauberen Strom aus heimischer Wasserkraft für Innsbruck“, berichtet IKB-Vorstandsdirektor Thomas Gasser. Das Kraftwerk wurde zwischen 1901 und 1903 errichtet. In der k.&.k.-Monarchie galt es als größtes Kraftwerk und konnte im Vergleich zu anderen Werken vier Mal so viel Leistung abrufen. Im Zuge der Modernisierung wurde jetzt eine neue Druckrohrleitung gelegt. Insgesamt 13 Mio. Euro hat die IKB investiert. Schneider: „Dabei handelt es sich um die größte Einzelinvestition in den nachhaltigen Bestand unserer Wasserkraftanlagen seit vielen Jahren.“ Auch der IKB-Aufsichtsratsvorsitzende, Manfried Gantner, freut sich, dass dieses große Investitionsvorhaben unfallfrei, termingerecht und innerhalb des vereinbarten Kostenrahmens durchgeführt werden konnte. 

Am Freitag wurde die neue Leitung nach 14-monatiger Bauzeit feierlich in Betrieb genommen. Das zur Stromerzeugung benötigte Wasser des Sillflusses wird dabei unterhalb von Matrei gesammelt, über den Triebwasserstollen zum Wasserschloss und anschließend über die 340 Meter lange Druckrohrleitung zum Krafthaus unterhalb der Europabrücke geleitet. Dort wird das Triebwasser von drei Peltonturbinen abgearbeitet. Eine Turbine verarbeitet rund vier Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Gemeinsam mit dem Zwischenkraftwerk Untere Sill können im Volllastbetrieb über 19.600 kW Leistung produziert werden. 

„Diese Investition ist ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit. Die Kraftwerke der IKB liefern seit über 100 Jahren zuverlässig Strom aus erneuerbaren Energiequellen für
Innsbruck“, freut sich auch Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf betont: „Tirol setzt auf den Ausbau der Wasserkraft sowie die Steigerung der Effizienz bestehender Anlagen. Das IKB-Projekt ist ein vorbildliches Beispiel für die Ziele, die wir mit der umfassenden Energiestrategie verfolgen - bis zum Jahr 2050 unseren Endenergieeinsatz zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern zu decken."