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Vizebürgermeister CHristoph Kaufmann (2.v.l.), Georg Willeit (3.v.l.), Doris Linser (r.) und Roland Leitner (Bezirksblätter Tirol; 2.v.r.) besuchten Bernhard Posch und Monika Schranz in ihrem Zuhause.
Vizebürgermeister CHristoph Kaufmann (2.v.l.), Georg Willeit (3.v.l.), Doris Linser (r.) und Roland Leitner (Bezirksblätter Tirol; 2.v.r.) besuchten Bernhard Posch und Monika Schranz in ihrem Zuhause.

Starthilfe für eigenständiges Wohnen

Acht Menschen mit Behinderungen wohnen jetzt in Stadtwohnungen

Lange haben acht Bewohner im Lebenshilfe-Wohnhaus in Pradl darauf gewartet, eine eigene Wohnung zu beziehen. Im Jänner haben sie fünf kleine Stadt-Wohnungen bezogen und wohnen seither Tür an Tür mit anderen. AssistenInnen unterstützen sie stundenweise oder sind über eine Rufanlage stets zur Stelle.

Die Stadt Innsbruck, Sponsoren Auto-Linser und die Lebenshilfe ermöglichen es in diesem Modell Menschen mit Unterstützungsbedarf selbstbestimmt zu leben, sich die Mitbewohner auszusuchen und den Alltag eigenständiger zu gestalten. „Mit dieser begleiteten Wohnform ermächtigen wir Menschen am Leben teilzuhaben“, erklärt Lebenshilfe-Geschäftsführer Willeit, „und wir sehen: sie entwickeln dabei Eigenverantwortung und Selbständigkeit!“ Auto-Linser startete 2016 ein Hilfs-Projekt und leistete selber über 7.000 Euro Starthilfe. „Als langjähriger Partner helfen wir gerne, neue Wege zu gehen“, so Doris Linser, GF von Auto-Linser. „Es ist schön zu sehen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sich in diesem Haus wohlfühlen. Der Stadt Innsbruck ist es wichtig, allen Bürgerinnen und Bürgern die gewünschte Lebensqualität zu ermöglichen“, betont Vizebürgermeister Kaufmann.

Am 20. März überzeugten sich Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, GF Georg Willeit und GF Doris Linser vor Ort, wie der eigene Wohnraum den Alltag der Menschen im Kleinen verändert: Der tägliche Kontrollgang zum eigenen Postkasten, die Motivation selbständig den Kaffee zu bereiten, der Wille den Balkon mit Blumen zu schmücken oder die Möglichkeiten vor dem Haus in den Bus zu steigen und die Stadt zu erkunden… Immer wieder erleben die Begleiter, wie Menschen die neue Eigenständigkeit nutzen und sich selbst in Bewegung setzen. „Wenn acht Menschen eigenständig kochen, essen oder zum Arzt gehen, müssen Assistenten wesentlich flexibler sein als früher“, erklärt die Leiterin. Dafür übernehmen einige Bewohner bereits nach zwei Monaten schon mehr Verantwortung. Sie packen beim Einrichten der Wohnung selber an oder lernen so Musik zu hören, dass auch die Nachbarn zufrieden sind.

Verwirklichungs-Chancen eröffnen

In Innsbruck leben 65 Menschen mit Behinderungen in Wohnhäusern und Wohngemeinschaften der Lebenshilfe. (350 in ganz Tirol)  Die Vollzeitbegleitung in einem offenen Wohnumfeld eröffnet Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit, so zu leben wie andere auch.