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Beim Pressegespräch zur Präsentation der Webseite “Leichte Sprache” (v.l.): Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Magistratsdirektor Bernhard Holas und Projektleiter René Soukopf
Beim Pressegespräch zur Präsentation der Webseite “Leichte Sprache” (v.l.): Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Magistratsdirektor Bernhard Holas und Projektleiter René Soukopf

Innsbruck spricht: barrierefrei

Webseite in Leichter Sprache vereinfacht Behördenkontakt

Im Arbeitsprogramm der Stadtregierungskoalition 2012 bis 2018 nimmt die Zuwendung zu den BürgerInnen einen zentralen Raum ein. Dabei steht eine verständliche Kommunikation im Mittelpunkt. Fast 25.000 Innsbruckerinnen und Innsbrucker können nur schlecht oder gar nicht lesen. Sie verstehen oftmals Informationen auf Webseiten von Unternehmen oder Behörden nicht. Dieser Herausforderung stellt sich der Stadtmagistrat mit einer neuen Webseite, die sich durch „Leichte Sprache“ auszeichnet. Die Seite ist unter https://ls.innsbruck.gv.at aufrufbar und auf der Webseite des Magistrats verlinkt. 

„Es ist die Aufgabe des Stadtmagistrats, sich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu öffnen“

„Der Stadtmagistrat entfaltet ein weiteres Mal Vorbildwirkung und zeigt, dass eine solche Informationsplattform für die Praxis umsetzbar ist. Eine wertschätzende Begegnung mit allen Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe ist für uns wichtig“, freut sich Bürgermeisterin Mag.ª Christine Oppitz-Plörer. Stadtrat Ernst Pechlaner stimmt dem vollinhaltlich zu: „Wir können stolz sein, diese Webseite ab sofort den Innsbrucker Bürgerinnen und Bürgern anbieten zu können. Der Magistrat nimmt mit dieser Webseite eine Vorreiterrolle ein.“
Auch Magistratsdirektor Dr. Bernhard Holas freut sich über das neue Angebot: „Der Ansporn, die Amtssprache im Sinne von „Innsbruck spricht auf Augenhöhe“ weiter den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen, ist groß. Es ist die Aufgabe des Stadtmagistrats, sich den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber zu öffnen, Informationen erfolgreich zu transportieren sowie ein Vertrauensverhältnis auszubauen. Die nun entstandene Webseite in „Leichter Sprache“ untermauert unsere Bemühungen. Nun gilt es Erfahrungen zu sammeln und daraus weitere, spannende Projekte abzuleiten.“

Mit eigener Webseite neue Wege beschreiten

Mit dem eigenen Webauftritt in Leichter Sprache geht der Stadtmagistrat einen völlig neuen Weg. „Bislang wurden Inhalte in Leichter Sprache einfach in die bestehenden Webseiten eingegliedert, zum Teil ohne Rücksicht auf andere Komponenten der Barrierefreiheit, wie Schriftgröße, Einsatz von Bildern und einfacher Bedienbarkeit. Der Stadtmagistrat gibt der sprachlichen und auch technischen Barrierefreiheit ab sofort mit einem eigenen Auftritt viel Raum und Gestaltungsmöglichkeit“, erklärt der Projektverantwortliche René Soukopf, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerbeteiligung und Soziale Medien, die Vorgehensweise im Stadtmagistrat. 

Externe Expertinnen und Experten begleiteten den Prozess

Das Projekt begleitete die Tiroler Agentur LOYCOS, die als erstes österreichisches Unternehmen, Leichte und Einfache Sprache nach sprachwissenschaftlichen Methoden übersetzt und barrierefreie Webkonzepte entwickelt.
„Wir freuen uns, dass wir als engagiertes Tiroler Unternehmen in Sachen Barrierefreier Kommunikation die Stadt Innsbruck bei diesem wichtigen Projekt unterstützen durften. Es ist daraus ein wahres Vorzeigeprojekt entstanden, das es in dieser Form in Österreich bislang nicht gegeben hat“, erklärt LOYCOS-Geschäftsführerin Verena Noggler.
Auch das AufBauWerk konnte sich im Vorfeld ein Bild von den Bemühungen des Stadtmagistrats machen. „Herzliche Gratulation zur Gestaltung der barrierefreien und zeitgemäßen Homepage in Leichter Sprache. Sowohl inhaltlich als auch optisch sind zahlreiche Themen, die Menschen mit und ohne Förderbedarf betreffen, anforderungsgerecht abgebildet. Ich bin überzeugt davon, dass die neue Webseite Anlaufstelle für viele interessierte Bürger und Bürgerinnen sein wird“, geht AufBauWerk Geschäftsführer Mag. Johann Aigner ins Detail.

Die Webseite in Leichter Sprache wurde im Rahmen der Initiative Innsbruck spricht auf Augenhöhe umgesetzt und ist eine weitere Maßnahme für mehr Bürgernähe.

Mobiler Rathauswegweiser mit Funktion für Menschen mit Sehbeeinträchtigung

Seit April 2016 unterstützt der mobile Online-Rathauswegweiser der Stadt Innsbruck Bürgerinnen und Bürger bei Behördengängen und der Suche nach den richtigen AnsprechpartnerInnen. Ab sofort können dieses Service auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen in Anspruch nehmen. Sämtliche Navigationsgrafiken mit Informationstexten werden dafür hinterlegt. Diese werden mit Hilfe von so genannten Screenreadern, wie sie Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zur Navigation verwenden, vorgelesen. RS