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Mit dem Leitbild-Entwurf des Campagne Areals (v.l.): Dieter Spath (SparQ), Martin Mutschlechner (Stadt: Labor), IIG-GF Franz Danler, Kornelia Gysel (Futurafrosch), Planungs-StR Gerhard Fritz, GR Arno Grünbacher, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, GRin Renate Krammer-Stark, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und StR Franz X. Gruber.
Mit dem Leitbild-Entwurf des Campagne Areals (v.l.): Dieter Spath (SparQ), Martin Mutschlechner (Stadt: Labor), IIG-GF Franz Danler, Kornelia Gysel (Futurafrosch), Planungs-StR Gerhard Fritz, GR Arno Grünbacher, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, GRin Renate Krammer-Stark, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und StR Franz X. Gruber.

Leitprojekt für Campagne steht

Räumliche und inhaltliche Ausrichtung in Masterplan zusammengefasst

Am Campagne Areal entsteht auf einer Fläche von rund 84.000 m2 ein neues Stadtviertel mit rund 1.100 Wohnungen, Grünflächen, Sportanlagen sowie sozialer Infrastruktur. Erstmals wurde dafür in Innsbruck ein sogenanntes „kooperatives Planungsverfahren“ durchgeführt, in das auch BürgerInnen im Rahmen von eigens eingerichteten Foren eingebunden wurden. Koordiniert wird das Projekt von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG). 

Am 18. Oktober konnte im Anschluss an den Stadtsenat das von den drei ArchitektInnenteams Rüdiger Lainer (Wien, u.a. Seestadt Aspern) und Sparq-Dieter Spath, Futurafrosch/MET (beide Zürich) sowie dem Innsbrucker Büro Stadt:Labor (Mutschlechner/Lanz) und Stratum, Ljubljana, entwickelte Leitprojekt für das Areal in der Reichenau präsentiert werden. 

„Das Areal in der Reichenau bietet die einmalige Chance, einen neuen hochwertigen Stadtteil für alle Generationen zu entwickeln. Der vorliegende Masterplan ist ein Plädoyer für die qualitative Stadtentwicklung und hat Pilotcharakter für Innsbruck. Nun können Zug um Zug weitere Schritte im Sinne der Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger gesetzt werden“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. 

„Die vorausschauende Planung inklusive Sozialplanung und dem Aufbau von Gemeinwesenarbeit für das mehr als acht Hektar große Stadtgebiet bot die Möglichkeit, unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger ein Projekt am Stück zu entwickeln. Entstanden ist ein dynamisches Leitbild mit vielfältigem Zugang für die folgenden Realisierungsschritte“, argumentiert Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz. 

„Es freut mich sehr, dass der intensive Prozess rund um das Campagne Areal auch für die hier ansässigen Sportvereine tragfähige Lösungen hervorgebracht hat. Nun geht es an die Umsetzung und Weiterentwicklung des Leitprojektes“, führt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann aus. 

„Leistbares Wohnen ist eines der dringendsten Anliegen der Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Hier am Campagne Areal wird ein neuer Stadtteil entwickelt und neuer, hochwertiger Wohnraum samt Freizeitqualität entsteht“, meint Wohnungsstadtrat Andreas Wanker. 

„Der Masterplan ist eine gute und wertvolle Basis für weitere Schritte. Die IIG nimmt den darin enthaltenen Qualitätsauftrag sehr ernst und wir werden ihn bis zum Schluss weitertragen“, erklärt IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler. 

Wesentliche Stoßrichtung des Leitprojektes

Mit dem vorhandenen Leitprojekt wurde die räumliche und inhaltliche Ausrichtung für das Campagne Areal festgelegt. Atmosphäre und Qualität des Wohnquartiers für mehr als 2.500 Menschen stehen im Vordergrund. Dennoch bildet der Masterplan keine Vorwegnahme von architektonischen Lösungen. Kern des Projektes ist es, qualitätsvolles Wohnen, Sportplätze, Erschließungen und Grünflächen, Kindergarten und Schulcampus sowie sonstige Infrastruktur in einem verdichteten städtischen Siedlungsgebiet in Einklang zu bringen. 

Was entsteht am Campagne Areal?

Entlang des Langes Weges entsteht ein Sportband d.h. alle Sportbereiche wurden an den Langen Weg verlegt. Das ASKÖ-Gebäude kommt an die Ecke Reichenauerstraße/Langer Weg, auch der Fußballplatz und die Tennisanlage werden sich dort befinden. 

Eine Qualität des Projektes ist der „urbane Kondensator“. Dabei handelt es sich um eine bauliche Abgrenzung zwischen öffentlicher Grünanlage einerseits und den Sportstätten andererseits. 

Wesentliches Merkmal und Schlüsselelement ist dabei der Freiraum. Das Konzept des „Schmetterlings am Inn“ bezeichnet den ca. zwei Hektar großen grünen Boulevard von der Radetzkystraße bis zur Reichenauerstraße. Im Fokus steht dabei, dass das „Grün“ mehr ausmacht als der Platz zwischen den Baufeldern. Somit kann die Parkanlage nur entstehen, wenn auf den Baufeldern konzentriert vorgegangen wird. 

Für den Wohnbau am Areal sind insgesamt vier Baufelder vorgesehen. Geplant ist grundsätzlich zumindest ein Wettbewerb pro Baufeld. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass rund 1.100 Wohnungen entstehen können. Das Leitprojekt regt dafür eine Mindestgeschosshöhe von EG+3, eine mittlere Höhe von EG+6 bzw. EG+10 als Maximalhöhe für die Wohngebäude an. Zentrale Empfehlung ist es, Ein- und Zugänge innerhalb der Baufelder zu positionieren. Wie die einzelnen Baufelder bespielt werden, steht jedoch noch nicht fest. 

Weiterer Zeitplan

Darauf aufbauend wird ein einstufiger Architekturwettbewerb für die einzelnen Baufelder durchgeführt. Der erste Spatenstich soll Anfang 2018 erfolgen. 

Hintergrund Kooperatives Planungsverfahren Campagne Areal

Im Rahmen eines aufwändigen Auswahlverfahrens ermittelte man die drei Planungsteams. In insgesamt vier Workshops und einigen zusätzlichen Treffen konnte von den Planungsteams gemeinsam mit einer eigens eingesetzten Lenkungsgruppe, den Sportvereinen, städtischen und externen ExpertInnen ein städtebauliches Leitprojekt entwickelt werden. (KR)

Der Leitbild-Entwurf des Campagne Areals:

181016_leitprojekt_campagne-areal.pdf   (2640 KB)