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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer antwortet auf Leserbrief

Leserbrief von Elisabeth Geiger, Kronen Zeitung vom 11. September 2017 und Tiroler Tageszeitung vom 22. September 2017

"Sehr geehrte Frau Geiger,

Sie schreiben in Ihren Leserbriefen am 11.09.2017 in der Tiroler Krone und am 22.9.2017 in der TT, dass Ihnen das sich derzeit im Bau befindliche Haus der Musik nicht gefällt. Andererseits gibt es viele Leute, die sagen, dass sie sich schon auf das neue Musikzentrum freuen und ihnen der Neubau an diesem Ort gefällt. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. 

Damit neue Gebäude einen hohen Standard erfüllen, werden in Innsbruck öffentliche Neubauten und Wohnbauten seit rund 25 Jahren nur mehr über (meist) international ausgeschriebene Architekturwettbewerbe geplant. Innsbruck hat so eine Baukultur entwickelt, für die wir über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Internationale Preise, wie etwa die Auszeichnung der Umbrüggler Alm durch die UNESCO mit dem Sonderpreis für die beste Innenraumgestaltung in Europa im Mai dieses Jahres, geben uns recht, dass wir damit nicht ganz falsch liegen.

Darüber hinaus werden bei zahlreichen Projekten die Anrainer eingebunden. Sie sind schließlich die Experten vor Ort, die die Bedürfnisse „ihres“ Stadtteils am besten kennen. Bürgerbeteiligung wurde in Innsbruck noch nie so groß geschrieben wie derzeit. Bei bereits mehr als 30 Prozessen haben die Innsbruckerinnen und Innsbrucker die Möglichkeit, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten und die Entwicklung ihrer Stadtteile positiv zu beeinflussen. Interessierte benötigen dafür nur drei Dinge: Engagement, Ideen und die Bereitschaft, Zeit zu investieren, um sich aktiv mit ihrem Umfeld auseinanderzusetzen.

Bürgerbeteiligung und Architektenwettbewerbe ermöglichen eine Stadtentwicklung in hoher Qualität, die von den Menschen geschätzt wird. Was letztlich bei der Gestaltung eines einzelnen Bauwerkes gefällt oder nicht gefällt, darüber lässt sich im Einzelfall vortrefflich diskutieren. Denn, wie schon eingangs geschrieben, Geschmäcker sind verschieden und damit liegt die Schönheit im Auge des Betrachters.

Was Ihre Befürchtung betreffend Beton betrifft, habe ich gute Nachrichten für Sie: Der Vorplatz des neuen Hauses der Musik wird als Teil des in den nächsten Jahren neu entstehenden Kulturquartiers ein Platz mit viel Grün werden: Schon während der Bauarbeiten wird viel Aufwand betrieben, damit die bestehenden Bäume erhalten bleiben können. Für die Platzgestaltung haben wir Grünflächen vorgesehen und viele neue zusätzliche Bäume. Und auch der historischen Leopoldsbrunnen wird hier wieder seinen angestammten Platz finden.

Gerne können wir uns in einem persönlichen Gespräch unterhalten. Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen. Bitte vereinbaren Sie bei meiner Mitarbeiterin Susanne Meraner (Tel. 0512-5360-2330, susanne.meraner@magibk.at) einen Termin.

Herzliche Grüße

Christine Oppitz-Plörer"