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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer antwortet auf Leserbrief

Leserbrief von Friederike Heftberger, TT vom 23. August 2017

„Sehr geehrte Frau Heftberger, 

in Ihrem Leserbrief regen Sie eine Regelung „Parkverbot – ausgenommen Anrainer“ an. Die Idee klingt auf den ersten Blick wirklich gut. Theoretisch wäre eine solche Beschilderung auch zulässig. Überlegt man allerdings die Auswirkungen in der Praxis, so zeigen sich die Tücken: Abzugrenzen, wer in einer Straße mit einem verordneten „Parken verboten – ausgenommen Anrainer“ als AnrainerIn gilt, würde sich gerade in den Innenstadtbereichen als äußerst schwierig gestalten und die Überwachung nahezu unmöglich machen. Meines Wissens gibt es daher eine solche Regelung nirgendwo in Österreich. Das ist auch nicht mit dem zitierten „Fahrverbot – ausgenommen Anrainer“ zu vergleichen. Solche Verordnungen sind in Innsbruck lediglich am Stadtrand, wo der Kreis der Berechtigten leicht eingegrenzt werden kann, zu finden. 

Gerade im Innenstadtbereich ist es für AnrainerInnen besonders schwierig einen Parkplatz zu finden. Eine gezielte Erleichterung gibt es hier seit 15 Jahren durch die Anwohnerparkstreifen, in denen Parken nur mit den Anwohnerparkkarten sowie für Menschen mit Handicap erlaubt ist. Mittlerweile gibt es rund 50 solche Anwohnerparkstreifen in Innsbruck. 

Anwohnerparkkarten sind in Innsbruck übrigens keine neue Erfindung, es gibt sie bereits seit 1991 und sie haben sich als praktikable Lösung herausgestellt. Mittlerweile ist in fast allen Stadtteilen die Parkzeit beschränkt. Das erleichtert es den AnwohnerInnen, die dank Parkkarte dauerhaft parken können, einen Parkplatz zu finden. 

Die Mitglieder der Stadtregierung sind bei der täglichen Arbeit ständig mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit den Öffis am Weg. Das ergibt sich einerseits schon dadurch, weil für sieben Stadtregierungsmitglieder lediglich ein Dienstauto zur Verfügung steht. Andererseits sind es gerade diese Wege, auf denen sich das eine oder andere spontane Gespräch mit Leuten auf der Straße ergibt. Ich selbst bin begeisterte Benutzerin eines IVB-Jahrestickets, lege überregionale Fahrten fast ausschließlich mit dem Zug zurück und nutze jede Möglichkeit zu Fuß zu gehen. Diese Art der Fortbewegung ist für mich sinnvoll und so selbstverständlich, dass ich mich dabei nicht plakativ in Szene setzen muss. 

Freundliche Grüße
Christine Oppitz-Plörer“