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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer antwortet auf Leserbrief

Leserbrief von Walter Laner, TT vom 06. Mai 2017

„Sehr geehrter Herr Laner,

für die Planungen der Bergstation der neuen Patscherkofelbahn wurden umfangreiche Einschätzungen und Begehungen vor Ort durch Sachverständige in Zusammenarbeit mit dem Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung durchgeführt. Auf dem daraus resultierenden Plan ist die Rote Zone klar ersichtlich. Die Rote Zone endet oberhalb der neuen Bergstation. Das Schutzhaus stand und steht nicht in der Roten Zone! 

Oberhalb des Schutzhauses befindet sich eine Verbauung. Die Lawinenverbauung der sogenannten Wasserschloss-Lawine wurde nach einem Lawinenereignis errichtet. Das ist auch der Verhandlungsschrift zum naturschutzrechtlichen Verfahren zu entnehmen. Darin wurde auch festgestellt: „Unmittelbar westlich der Wasserschloss-Lawine schließt ein weiteres Anbruchgebiet an, welches aufgrund der Neigung und Geländeform als potentielles Lawinenanbruchgebiet einzustufen und in weiterer Folge im Lawinenschutzkonzept näher betrachtet worden ist. Das vorliegende Lawinenschutzkonzept und die Sicherheitsanalyse (Stand 13.06.2016) sind schlüssig und nachvollziehbar.“ Aufgrund dieser Lawinenabschätzung wurde der Bergstationsbereich möglichst weit talwärts gerückt. 

Warum ist die Rote Zone nicht in Tiris zu finden? Die Zonen, die im Tiris eingetragen sind, betreffen nur so genannte „raumrelevante“ Bereiche, das sind Bereiche die unmittelbar den Siedlungsraum betreffen. Außerhalb werden diese Zonen individuell (speziell im Seilbahnbereich) von der Wildbach- und Lawinenverbauung festgelegt – diese werden nicht ins Tiris übertragen.

Natürlich steht es Ihnen als Privatperson frei, das von den zuständigen Experten erarbeiteten Lawinenschutzkonzept anzuzweifeln. Die genehmigenden Behörden und die Bauherren sowie der Gemeinderat der Stadt Innsbruck kann sich aber nicht einfach über Rote Zonen hinwegsetzen. Das wäre grob fahrlässig und eindeutig rechtwidrig.

Gerne stehe ich Ihnen bei allen Stadtteiltagen gemeinsam mit den Experten der Patscherkofelbahn für Fragen zur Verfügung. Am 11.05.2017 sind wir z.B. in der Höttinger Au, Pfarre Guter Hirte, Fürstenweg 114.

Herzliche Grüße
Christine Oppitz-Plörer“