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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer antwortet auf Leserbrief

Leserbrief von Siegrfried Mittermüller, TT vom 07. April 2017

„Sehr geehrter Herr Mittermüller, 

gerne stimme ich Ihnen zu, dass der Ausbau des Naherholungsgebiets Patscherkofel etwas Positives ist. Deshalb haben sich auch 75 % des Gemeinderates dafür entschieden. Im Leserbrief schreiben Sie weiter, dass Sie den Standort der Bergstation der neuen Bahn nicht verstehen. Ich bin selber nicht glücklich, dass die Station einen Teil der Aussicht von der Terrasse des Schutzhauses verdecken wird. 

In monatelangen Planungsarbeiten haben Fachexperten aus z.B. Technik, Natur- und Landschaftsschutz diesen Standort vorgeschlagen: Die Station erschließt alle vorhandenen Pisten und die neue Rodelbahn, führt barrierefrei zum Zirbenweg und zum Schutzhaus. Sie liegt außerhalb des Landschaftsschutzgebietes und der roten Zone. Als Bürgermeisterin kann und darf ich mich weder über technische Fakten noch über behördliche Vorschriften – etwa rote Zonen – hinwegsetzen. Eine solche rote Lawinenzone macht es unmöglich, die Station nach weiter oben zu verlegen. Das ist keine von mir behauptete Ausrede. Gefahrenzonen werden von den zuständigen Behörden festgelegt und liegen nicht im Ermessensspielraum eines Bürgermeisters! 

In all diesem Wissen haben sich 75 % der Innsbrucker Gemeinderäte für dieses Projekt ausgesprochen. Auch ich teile diesen Beschluss. Der eindeutige Mehrheitsbeschluss erfolgte fachlich fundiert und nach reiflichen Überlegungen. Wenn es Möglichkeiten für einen besseren Standort der Bergstation geben würde, der alle erforderlichen Funktionen in dieser Qualität erfüllt, so hätten wir diesen ausgewählt. 

Der Erhalt des Schutzhauses ist ein zentraler Punkt der von der Stadt Innsbruck am Patscherkofel initiierten Attraktivierung: Hierhin führt die neue Seilbahn, hier starten die zentralen Skiabfahrten, die neue Rodelbahn sowie die wichtigsten Skitouren- und Wanderrouten. Deshalb war und ist die Stadt Innsbruck für Gespräche mit dem Alpenverein offen. 

So wie viele Innsbruckerinnen und Innsbrucker, freue ich mich auf die neue, barrierefreie Bahn und bin überzeugt, dass der Patscherkofel als unser Hausberg und „sein“ Schutzhaus eine positive Zukunft vor sich haben! 

Ihre Christine Oppitz-Plörer“