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Präsentierten das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Mariahilfplatzls im Rahmen der Ausstellungseröffnung (v.l.): Landschaftsarchitekt Peter Wich, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Planungsstadtrat Gerhard Fritz und Tiefbauamtsleiter Walter Zimmeter.
Präsentierten das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Mariahilfplatzls im Rahmen der Ausstellungseröffnung (v.l.): Landschaftsarchitekt Peter Wich, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Planungsstadtrat Gerhard Fritz und Tiefbauamtsleiter Walter Zimmeter.

Neugestaltung des Mariahilfplatzls: Siegerprojekt präsentiert

Eröffnung der Ausstellung zum Realisierungswettbewerb

„Anpruggen“ lautet die historische Bezeichnung für den Stadtteil am linken Innufer, der Mariahilf und St. Nikolaus umfasst. Im Rahmen des BürgerInnenbeteiligungsprozesses Anpruggen wurden von mehr als einhundert AnwohnerInnen zentrale Zukunftsperspektiven zur Weiterentwicklung ihres Lebensraumes erarbeitet. Der Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung des Mariahilfplatzls war ein Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses.

Nachdem das Preisgericht zunächst keinen Sieger gekürt und eine Überarbeitung zweier Projekte vorgeschlagen hat, traf die elfköpfige Jury vor kurzem eine einstimmige Entscheidung. Unter dem Vorsitz von Mag. arch. Erich Hubmann sprach sie sich für die Pläne des bei der Ausstellungseröffnung anwesenden Architekten Dipl.-Ing. Peter Wich (terra.nova Landschaftsarchitektur, München) aus. Vorgestellt wird sein Projekt im Rahmen einer Ausstellung von allen eingereichten Werken.

„Das Warten hat sich gelohnt“, fasst Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider zusammen: „Das überzeugende Siegerprojekt führt uns heute vor Augen, dass die Entscheidung, nach der ersten Runde des Architekturwettbewerbes die Überarbeitung zweier Entwürfe zu fordern und damit mehr Zeit in die Entwicklung zu investieren, die richtige war.“ Der Mehrwert für Anpruggen ist auch für Stadtrat Mag. Gerhard Fritz klar erkennbar: „Nach den Plänen des Wettbewerbssiegers steht den Bewohnerinnen und -bewohnern mehr Platz für Begegnungen, mehr Platz für das Miteinander und mehr Platz für die gemeinschaftliche Entfaltung zur Verfügung.“ Ähnlich fällt das Fazit von Abteilungsleiter-Stellvertreter Dr. Walter Zimmeter (Amtsvorstand Tiefbau) aus: „Durch den Gestaltungsvorschlag steht das Mariahilfplatzl der Bevölkerung mit einer ganz neuen Offenheit gegenüber. Statt vorbeizugehen animiert es zum Verweilen und ermöglicht zeitgleich ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.“  

Ausstellung vom 27. Februar bis 02. März

Zum geladenen Realisierungswettbewerb wurden acht Architekturbüros geladen. Alle Wettbewerbsarbeiten werden öffentlich ausgestellt. Sie sind von Montag, 27. Februar, bis Donnerstag, 02. März, täglich von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Studentenheim Rössl in der Au (Höttinger Au 34) zu sehen.

Das Urteil der Jury im Detail

Das Projekt von terra.nova Landschaftsarchitektur überzeugt durch einen subtilen und präzisen Umgang mit der historischen Bedeutung von Anpruggen und hat durch die Überarbeitung an Wert gewonnen. Durch die Umwandlung der ursprünglich dreiecksförmig-geplanten Grünfläche in eine offenere Platzfläche hat der Entwurf stark an städtebaulicher Qualität, funktionaler Nutzung und Großzügigkeit gewonnen.

Die Bereiche vor der Kirche und dem Brunnenplatzl sind in ihrem Wesen gut definiert und auch für die Mariahilfstraße wurde ein schlüssiger Querschnitt gefunden, der allen VerkehrsteilnehmerInnen auf der Promenade, dem fließenden Verkehr auf der Fahrbahn sowie den FußgängerInnen entlang der Geschäftsfassaden entgegenkommt. Durch den Wegfall einer klassischen Straße entsteht eine Mischverkehrsfläche mit hoher Aufenthaltsqualität. Dies lässt erwarten, dass ein aktiver Ort der Begegnung mit vielen Nutzungsmöglichkeiten entsteht, welcher dem Stadtteil weitere Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, heißt es in der Bewertung des Siegerprojektes. (AA)

 

Die Visualisierungen zeigen das Siegerprojekt von terra.nova Landschaftsarchitekten: