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Nettomieten gemeinnütziger Wohnungen im Schnitt 4 Euro pro Quadrameter

Städtische Investitionen für leistbare Wohnungen

Die Tiroler Landeshauptstadt ist die fünftgrößte Stadt Österreichs. Die wirtschaftliche Entwicklung, hohe Lebensqualität und die gut ausgebaute Infrastruktur des Ballungsraumes sind drei Gründe für die besondere Attraktivität. Eine wachsende Bevölkerung sowie sich verändernde Familienstrukturen sind die neuen Herausforderungen, denen sich Innsbruck in Bezug auf leistbares Wohnen stellen muss.

„Den Bürgerinnen und Bürgern leistbares Wohnen zu ermöglichen, ist das zentrale Anliegen dieser Regierungsperiode. Die praktische Umsetzung in Form der größten Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen ist in vollem Gange“, erläutert Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer: „Die Stadt Innsbruck sichert durch den Ausbau des Wohnungsangebotes für Bewohnerinnen und Bewohnern im sozialen Wohnbau dauerhaft niedrige Mieten. Derzeit sind über 1.000 gemeinnützige Wohnungen im Bau und Planung.“ Bei der Neuvergabe von gemeinnützigen Wohnungen, wie etwa beim Neubau in der Amraser Straße 115 a, b, beläuft sich die Bruttomonatsmiete auf ca. 7,95 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche und Monat inklusive Betriebs- und Heizkosten, Warmwasser und Tiefgaragenplatz. Eine 50 Quadratmeter große Wohnung kostet daher mit Tiefgaragenstellplatz 400 Euro brutto.

„Wohnen in Innsbruck muss leistbar sein“, ist auch der ressortzuständige Stadtrat Andreas Wanker überzeugt und geht ins Detail: „Einen wichtigen Teil der Wohnraumoffensive stellt beispielsweise die künftige Bebauung des Areals ‚Campagne Reichenau‘ dar. Neben Schaffung von leistbarem Wohnraum ist auch die Mobilisierung von leerstehenden Wohnungen ein Thema, an dem bereits intensiv gearbeitet wird.“

Innsbruck verfügt über ca. 16.500 gemeinnützige Mietwohnungen

Über die städtische Wohnungsvergabe werden jährlich 560 Wohnungen vergeben. Die aktuellen Vormerkzahlen liegen mit Stand 01. September 2017 bei 1.600 Fällen für Mietwohnungen. In der Regel hat die Stadt Innsbruck bei Wohnbauten der IIG und Gemeinnützigen das Vergaberecht. Der Pool besteht aus insgesamt ca. 16.500 Mietwohnungen. Aktuell befinden sich 416 Miet- und 19 Eigentumswohnungen in Bau.

Zahlen der IIG und NHT

Insgesamt zahlen die Mieterinnen und Mieter bei der Innsbrucker Immobiliengesellschaft eine durchschnittliche Nettomiete kalt von 4,08 Euro pro Quadratmeter (ohne Betriebskosten). Gemäß Immobilienpreisspiegel 2017 beträgt die durchschnittliche Miete bei gutem Wohnwert ca. 11,40 Euro (Wohnungsgröße bis 60 Quadratmeter). Die Miete einer städtischen Wohnung beträgt somit fast nur ein Drittel im Vergleich zu jener am freien Wohnungsmarkt“, erklärt IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler.

„Der durchschnittliche Mietzins der NHT beträgt 4,33 Euro pro Quadratmeter“, weiß DI Mag. Markus Pollo, Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol (NHT). Die NHT hat in der Tiroler Landeshauptstadt 113 Objekte mit 6.175 Wohnungen. Von diesen haben 77 Objekte mit 4.255 Wohnungen einen Mietzins unter 5 Euro pro Quadratmeter, 36 Objekte mit 1.920 Wohnungen einen Mietzins von 5 bis 7 Euro pro Quadratmeter. Der niedrigste Mietzins der NHT in Innsbruck beläuft sich auf 2,74 Euro pro Quadratmeter, der höchste auf 6,48 Euro pro Quadratmeter.

Übergabe von 45 Wohnungen innerhalb zweier Tage

Erst in dieser Woche konnten VertreterInnen der Stadt und IIG gleich zwei Wohnbauten übergeben: Insgesamt 18 neue Wohnungen sind im Innenhof der Defreggerstraße 50 entstanden. Weitere 27 neue Wohnungen sind in der Amraser Straße 115 a und b bezugsfertig. Dort wurde die neue Wohnanlage auf jenem Grundstück errichtet, auf dem sich bis dahin die ehemalige Umkehrschleife der Straßenbahn-Linie 3 befand. Durch die bereits in örtlicher Nähe vorhandene Infrastruktur in Form von Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen wie auch Grünanlagen, verfügen die insgesamt 45 neu entstandenen Wohnungen über einen hohen Wohnwert. (AA)