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Der laufende Kontakt mit BürgerInnen ist für die Stadtpolitik eine zentrale Voraussetzung einer qualitativen Arbeit. In den vergangenen Monaten haben die Stadtteiltage eine Plattform der Kommunikation auf Augenhöhe geschaffen. Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider zieht ein Fazit.
Der laufende Kontakt mit BürgerInnen ist für die Stadtpolitik eine zentrale Voraussetzung einer qualitativen Arbeit. In den vergangenen Monaten haben die Stadtteiltage eine Plattform der Kommunikation auf Augenhöhe geschaffen. Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider zieht ein Fazit.

Mobilität im Fokus

Der laufende Kontakt mit BürgerInnen ist für die Stadtpolitik eine zentrale Voraussetzung einer qualitativen Arbeit. In den vergangenen Monaten haben die Stadtteiltage eine Plattform der Kommunikation auf Augenhöhe geschaffen. Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider zieht ein Fazit.

Mehrere Monate lang machten die Stadtteiltage Station in allen 19 Innsbrucker Stadtteilen. „Damit wurde den Bürgerinnen und Bürgern direkt vor Ort die Vielfalt der städtischen Dienstleistungen präsentiert“, fasst Vizebürgermeisterin Pitscheider zusammen.
Als weiteren Pluspunkt des gewählten Formates sieht sie die Tatsache, dass auch AnrainerInnen angesprochen wurden, die beispielsweise nicht in Vereinen verankert und aktiv sind. „Alle Anliegen sind gleichwertig – unabhängig davon, ob sie von für den Stadtteil wesentlichen Institutionen formuliert werden oder von einzelnen Personen“, betont sie.

Spannung durch bunten Themenmix

Genauso facettenreich wie die Aufgaben des Stadtmagistrats waren die Anliegen der BesucherInnen der Veranstaltungsreihe. In die Zuständigkeit von Vizebürgermeisterin Pitscheider fallen die Bereiche Umwelt, Energie und Mobilität, Tiefbau sowie Frauenförderung. Ob Parken, die Straßen- und Regionalbahn oder konkrete Verbesserungsmöglichkeiten im Straßenraum – die Gesprächsmöglichkeit mit den zuständigen ExpertInnen wurde gesucht und genutzt.

„Mit den Stadtteiltagen wurde eine niederschwellige Plattform der direkten Kommunikation geschaffen. Die Bevölkerung hat Anregungen eingebracht, die wir gerne in unseren Arbeitsalltag einfließen lassen.”

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Verkehr bewegt

„In fast allen Stadtteilen hat sich gezeigt, dass vor allem ein Thema niemanden unberührt lässt“, berichtet Pitscheider von ihrer Erfahrung und führt aus: „Verkehr bewegt – und dies im doppelten Sinne: Er sorgt nicht nur für Mobilität, sondern auch für Redebedarf. Im persönlichen Gespräch werden neben positiven, bereits gesetzten Maßnahmen auch Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Genau darum geht es bei den Stadtteiltagen.“ Von der Entschärfung gefährlicher Situationen, wie fehlende Schutzwege, bis hin zu hohen Geschwindigkeiten und Vorschlägen für Radwege – das Themenspektrum war groß. Generell hat sich gezeigt, dass die BewohnerInnen jedes Stadtteils Wert darauf legen, möglichst ruhig zu wohnen und von Verkehr nicht belästigt oder gar gefährdet zu werden. Die Vorzüge des öffentlichen Verkehrs wissen die BürgerInnen sehr zu schätzen.

Viel Interesse für ein Großprojekt

Neben stadtteilspezifischen Gegebenheiten des Straßenverkehrs stieß ein stadtteilübergreifendes Großprojekt auf reges Interesse: der Baufortschritt der Straßen- und Regionalbahn. Gemeinsam mit ExpertInnender Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) wurde die Trassenführung anhand eines Übersichtsplans erläutert. So wurde der genaue Streckenverlauf der neuen Linie 5 von Völs über die Technik, durch das Zentrum von Innsbruck weiter ins Olympische Dorf bis nach Rum und jener der neuen Linie 2 von Technik West ebenfalls durch das Zentrum bis ins Olympische Dorf nachvollziehbar. Die Notwendigkeit der Straßen- und Regionalbahn verdeutlichte ein Blick auf die Linie „O“, die mit täglich rund 36.000 Fahrgästen zu den am stärksten frequentierten Buslinien Österreichs zählt und ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat. Mit 160 Fahrgästen haben in einer Straßenbahn 50 Menschen mehr Platz als in einem Gelenkbus, in einer Doppelgarnitur können noch mehr Gäste auf einmal transportiert werden.

Regelung des ruhenden Verkehrs

Bei den Stadtteiltagen drehten sich die Gespräche aber nicht nur um den fließenden Verkehr, auch der ruhende stand manches Mal im Fokus. „Erfreulicherweise kann aufgrund der positiven Rückmeldungen festgestellt werden, dass die Reform der Parkraumbewirtschaftung tatsächlich zur beabsichtigten Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner geführt hat“, resümiert die Vizebürgermeisterin. Erst vor Kurzem, am 15. Mai, konnte dem Wunsch der AnrainerInnen nach einer Parkraumbewirtschaftung in Mühlau nachgekommen werden. Jeweils von Montag bis Freitag, von 09:00 bis 19:00 Uhr, gilt dort seither die Parkstraßenregelung. Die Einführung ist ein Ergebnis des Bürgerbeteiligungsprozesses „Mühlau 2020“.

Rücksicht auf die Umwelt

Seitens der BürgerInnen wurden die Stadtteiltage zudem genutzt, um Anregungen zur Umstellung der Wertstoffsammlung zu deponieren. In Zusammenarbeit mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) AG hat die Stadt für Kunststoffverpackungen und Altpapier ein neues System entwickelt. Damit entfällt seit vergangenem März im gesamten Stadtgebiet nicht nur der Weg zur Sammelinsel – auch die Anzahl der Inseln wurde reduziert. Zudem konnte die Belastung der direkten AnrainerInnen von zu Mülldeponien verkommenen Recyclinginseln stark verringert werden. Das neue Sammelsystem erzeugt deutlich weniger Fehlwürfe und die Restmüllmenge sinkt. Dies führt zu einer effektiveren Verwertung von Rohstoffen und schont die Umwelt.