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Sylvia Auer, Stadtrat Gerhard Fritz, die beiden Gruppenmitglieder Gudrun Spitzer mit Sohn Benedikt und Birgit Falkenstein sowie Stadtrat Franz Xaver Gruber (v.l.) sprachen am Judenbühel über die gute Zusammenarbeit für Mühlaus Grünraum.
Sylvia Auer, Stadtrat Gerhard Fritz, die beiden Gruppenmitglieder Gudrun Spitzer mit Sohn Benedikt und Birgit Falkenstein sowie Stadtrat Franz Xaver Gruber (v.l.) sprachen am Judenbühel über die gute Zusammenarbeit für Mühlaus Grünraum.

Pläne für Mühlauer Spiel- und Freiflächen präsentiert

BürgerInnen erstellten mit Stadt Innsbruck ein Konzept.

Seit Februar 2016 erarbeitete die Gruppe „Grüner Lebensraum Mühlau“ in Kooperation mit der Stadt Innsbruck ein Konzept zu den Spiel- und Freiflächen in Mühlau. Zuvor wurde eine Bestandserhebung durchgeführt und wichtige Themen, wie die Erhaltung und Förderung ökologisch hochwertiger Bereiche, Erholungsnutzung und Nutzungskonflikte, sowie Wünsche der MühlauerInnen erarbeitet. Grün- und Erholungsflächen für Groß und Klein können unter anderem im Traklpark, beim Widum, am Judenbühel und am Erlerweg genauso wie beim Wasserwerk und am Sportplatz Mühlenweg genutzt werden.

Schwerpunkte erfasst

„Die bisherige Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern und den Mitgliedern der Projektgruppe war sehr konstruktiv. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich“, sind sich die beiden Stadträte Mag. Gerhard Fritz und Franz X. Gruber einig. Beispielsweise wurde am Spielplatz Judenbühel bereits ein neues Spielgerät montiert und auch Jausenbänke stehen den NutzerInnen dort seit Kurzem zur Verfügung. „Die Erhebung hat ergeben, dass nicht jeder Spielplatz für alle Altersgruppen passend ist bzw. gut angenommen wird. Unser Ziel war es deshalb, dass wir Schwerpunktthemen setzen“, beschreibt Gruppensprecherin Mag.a Sylvia Auer. Als Beispiel nennt sie den Traklpark, der langfristig für Jugendliche und junge Erwachsene zu einem Treffpunkt werden soll. Spiel- und Grünflächen werden demnach je nach Eignung Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und auch SeniorInnen zugänglich gemacht.

Ein zentrales Anliegen der MühlauerInnen sind erreichbare Toiletten in der Nähe der Spiel- und Freiflächen. „Dabei nutzen wir Synergien. Zum Beispiel können wir beim Ballspielplatz Mühlenweg auf die Toiletten am Friedhof hinweisen, die mitbenützt werden kann“, betont Stadtrat Fritz. Ein weiteres Zukunftsprojekt liegt im Bereich der Mittelstation der alten Hungerburgbahn: „Wir werden uns mit den Mitarbeitern des Forstamtes beraten, ob dort eine Calisthenics-Anlage für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht installiert werden kann“, erläutert Stadtrat Gruber.

Lebensraum mitgestalten

Seit dem Abschluss des Bürgerbeteiligungsprozesses „Mühlau2020“ im Stadtteil sind sechs Arbeitsgruppen aktiv, eine davon ist die Gemeinschaft „Grüner Lebensraum“. Deren Mitglieder erarbeiteten aufbauend auf eine Bestandserhebung des Kinder- und Jugendbüros ein Konzept zur Verbesserung der Spielplätze und Freiflächen in Mühlau. „Die Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist ein zentraler Bestandteil für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. In Mühlau funktioniert das sehr gut auf vielen Ebenen“, betonen die beiden Stadträte abschließend unisono. (SAKU)

Getroffene Maßnahmen und Zukunftsaussichten

  • Judenbühel: Die bestehenden Spielgeräte wurden bereits adaptiert und um ein weiteres ergänzt. Jausentische und eine Wasserspielanlage mit Sandfläche attraktivieren den Spielplatz zusätzlich. Überlegungen für ein Baumhaus sowie eine Hängebrücke sind langfristige Ziele.
  • Spielplatz beim Widum: Hauptnutzerin ist die Kinderkrippe. Der Spielplatz nördlich der Kirche wurde im Sinne der NutzerInnen im Vorjahr adaptiert. Spielgeräte wurden nach den Wünschen der Beteiligten verlegt, ein bestehendes Erdbeerbeet verlängert sowie Wildsträucher und eine Tisch-Bank-Kombination errichtet.
  • Ballspielplatz Mühlenweg: Der Rasenplatz wird beibehalten. Die im angrenzenden Friedhofsareal bestehenden Toiletten können von den NutzernInnen des Spielplatzes mitbenützt werden. Kleinere Reparaturen werden laufend durchgeführt. Ein langfristiges Ziel ist die Ergänzung des Standortes für andere Nutzergruppen wie Familien.
  • Traklpark: Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die Gestaltung des Traklparks ist als langfristige Maßnahme geplant. Die Gruppe „Grüner Lebensraum“, der die Öffnung des Innufers ein großes Anliegen ist, wird bei einer in der Zukunft liegenden Neugestaltung der Landesstraße/Brücke wieder einbezogen.
  • Spielplatz beim Wasserwerk: Der Platz wird bisher kaum besucht, die Überlegungen den Spielplatz auf Wunsch der Mühlauer Gruppe aufzulassen bzw. einer anderen Nutzung zuzuführen, wird diskutiert.
  • Mittelstation der alten Hungerburgbahn: Mittelfristig kann an diesem Platz eine Calisthenics-Anlage mit Fitnessgeräten errichtet werden. SeniorInnen sowie SportlerInnen aller Altersgruppen nutzen diesen Platz ebenso gerne wie jenen an der nahen Bederlungerquelle. Damit könnte das Angebot für Erwachsene ausgebaut werden.
  • Waldspielplatz Erlerweg: Das Forstamt hat dort Pläne für ein „Waldklassenzimmer“, in dem naturnaher Projektunterricht im Rahmen der Schulausbildung angeboten werden soll. Naturerlebnis und Naturschutz können in besonderer Weise kombiniert werden. Bis zur Realisierung wird es noch weitere Gespräche zwischen der Gruppe „Grüner Lebensraum“ und der Stadt Innsbruck geben. Das Konzept wird heuer erstellt und die Umsetzung ist für 2018 geplant.
  • Die Aufrechterhaltung der Betreuung des Mühlauer Fuchsloches ist von großer Bedeutung, um diese ökologischen Bereiche zu bewahren.
  • Der stadtnahe Wald zwischen Mühlau und der Hungerburg ist ein weiterer bedeutender Naherholungsraum für eine Vielzahl an NutzerInnen. Zuweilen gibt es Konflikte mit Downhill- und RadfahrerInnen. Die Stadt Innsbruck hat deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Die Beteiligten sind sich einig, dass es noch mehr Bewusstseinsbildung für mehr Rücksicht aufeinander benötigt. Die Erhaltung des Schillerweges als Spazierweg ist der Gruppe ein wichtiges Anliegen.
  • Natur- und Kulturraum: Gesamthaft soll das bestehende Potenzial des Natur- und Kulturraums in Mühlau erhalten und verbessert werden. So werden Baumpflanzungen im öffentlichen Raum und die Aufstellung weiterer Sackomaten vorgeschlagen. Diese Vorschläge prüft die Stadt Innsbruck und setzt diese im Anlassfall.
  • Die Bekämpfung von Neophyten – invasiven, nicht heimischen Pflanzen – ist ein erklärtes Ziel. Ende Juni/Anfang Juli findet ein Aktionstag dazu statt.