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v.l.: Museumsleiter Lukas Morscher, Projektkoordinatorin Renate Ursprunger, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Benno Erhard von der Landeskulturabteilung, der in Vertretung der verhinderten LRin Beate Palfrader den Preis überreichte.
v.l.: Museumsleiter Lukas Morscher, Projektkoordinatorin Renate Ursprunger, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Benno Erhard von der Landeskulturabteilung, der in Vertretung der verhinderten LRin Beate Palfrader den Preis überreichte.

Tiroler Museumspreis 2017

Höchste Auszeichnung des Landes für Museen geht an das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck

Der mit 6.000 Euro dotierte Tiroler Museumspreis 2017 geht an das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck. Mit der höchsten Auszeichnung des Landes Tirol im Museumsbereich wird das Ausstellungsprojekt „Wir // Hier – Die sogenannte Subkultur“ prämiert, das bis 7. Juli 2017 zu sehen war. Die Verleihung fand am Dienstagabend im Landhaus statt.

„Das Projekt dokumentiert einerseits die virulenten Jahre des kulturellen Aufbruchs und Protests in Innsbruck von 1950 bis zum Jahr 2000, andererseits spricht es weitgehend museumsferne Protagonistinnen und Protagonisten als Zielgruppe an“, gratuliert Kulturlandesrätin Beate Palfrader zu diesem Ausstellungsprojekt.

Spurensuche

„Das Projekt rückt erstmals in Österreich die Kulturgeschichte der Sub-, Gegen- und Alternativkultur einer Landeshauptstadt in den Vordergrund und eröffnet damit neue Sichtweisen auf die Entwicklung Innsbrucks“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Ausgangspunkt war das Online-Archiv von Musikjournalist Albrecht Dornauer sowie von Sozial- und Kulturarbeiter Maurice Kumar, welche die Ausstellung auch kuratierten. Dieses startete im Jahr 2014 als ein Rechercheprojekt und dokumentiert Orte, Zeitungen, Vereine, Initiativen und MusikerInnen der vergangenen 50 Jahre beispielsweise mittels Flyern, Plakaten, Kassetten oder Fotos.

Die BesucherInnen der Ausstellung wurden in die Archivierungsarbeit eingebunden, erklärt Museumsleiter Lukas Morscher: „Als Teil dieser Entwicklung wurde ihnen ermöglicht, das Archiv durch private Objekte oder persönlich erlebter Subkulturgeschichte zu erweitern und wachsen zu lassen.“

Der als Büro eingerichtete Ausstellungsraum „Amt für Chaos und Stattstrukturen“ fungierte dabei als Informations- und Ideenwerkstatt. „Die Ausstellung hat erfolgreich gezeigt, dass Subkultur im Museum kein Widerspruch ist“, betont die Projektkoordinatorin des Stadtarchivs/Stadtmuseums Innsbruck Renate Ursprunger.

Zur Auszeichnung

Der Preis wird auf Vorschlag des Kulturbeirates für Denkmalpflege und Museumswesen seit 1996 jährlich als Anerkennung für die zumeist ehrenamtlichen Leistungen im Museumsbereich und als Auszeichnung für die Qualität der Präsentation, des Betriebs und des Umgangs mit den Sammlungen vergeben. Im Vorjahr ging der Tiroler Museumspreis an das Pfarrmuseum Serfaus für das Projekt „Modern Gardening – Pfarrgarten“. (Land Tirol)