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Die Tiroler Landeshauptstadt punktet mit Lebensqualität und adäquater Infrastruktur.
Die Tiroler Landeshauptstadt punktet mit Lebensqualität und adäquater Infrastruktur.

Neues Grün für den Stadtteil Reichenau

Grünanlagen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität. In der Landeshauptstadt bestehen aktuell rund 100 solcher Oasen. Mit dem Grünzug Andechsstraße/Egerdachstraße kommt bis zum Jahr 2020 eine weitere dazu.

Genau wie bei der Gestaltung des eigenen Kleingartens ist es auch bei der Planung von größeren Grünflächen wichtig auf die unterschiedlichen Funktionen, Anforderungen und Bedürfnisse zu achten. Wenn man in der Stadtentwicklung von Grünzügen spricht, ist meist ein langgestrecktes, unbebautes, häufig parkähnliches Gebiet innerhalb der Bebauung gemeint und damit ein Bestandteil der Siedlungsstruktur. Die Grünraumplanung folgt dabei einem übergeordneten Konzept. Einerseits ist jeweils die mikroklimatische Bedeutung zu betonen, andererseits sind die ökologischen Wirkungen und Funktionen auf das Gesamtsystem zu beachten. Genau mit dieser Herausforderung hat sich die Stadt Innsbruck im Bereich zwischen der Andechsstraße und der Egerdachstraße, südlich der Sportanlage Andechsstraße, auseinandergesetzt. Dort entsteht eine neue Wohnbebauung der Neuen Heimat Tirol zusammen mit der Raiffeisen- Leasing GmbH. Teil der Vorgaben für den zweistufigen anonymen Städtebau- und Realisierungswettbewerb war es unter anderem, dass mindestens die Hälfte des zur Verfügung stehenden Wettbewerbsgebiets (mehr als 15.700 Quadratmeter) für eine öffentliche Grünanlage freigehalten werden muss. Das neu entstehende Stück Landschaft führt damit den Grüngürtel von der Stadt Richtung Schlosspark Ambras fort.

„Öffentliches Grün hat in Innsbruck einen Wert. In der Reichenau entsteht eines der größten Grünraum-Projekte der Stadt, das die Aufenthaltsqualität in diesem Stadtteil wesentlich erhöht.“

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Von der Idee zum Konzept

Ziel ist es, ein schlüssiges Gesamtbild des Grünraums zu entwickeln. Darüber hinaus wird die gesamte Fläche von einem attraktiven Wegenetz durchzogen und stellt dadurch Verbindungen zwischen der Andechsstraße und der Egerdachstraße bzw. zu den beiden parallel verlaufenden Straßenachsen her. Zwischen den zwei Straßen entsteht eine Parkpromenade mit Bäumen. Das Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs, an dem 14 Architektenbüros teilnahmen, stammt von den Architekturbüros Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH (Bregenz) und des Landschaftsarchitekturbüros Kieran Fraser Landscape Design (Wien). Es sieht eine durchgehende Zeilen-Bebauung in unterschiedlichen Höhen entlang der Andechsstraße vor. Das damit korrespondierende Freiraumkonzept orientiert sich an der Charakteristik der Aulandschaft des Inntals. Vor allem die Idee des Zusammenspiels von horizontalem Talboden und vertikaler Begrenzung wurde aufgegriffen.

Grünzug Andechsstraße/ Reichenau konkret

Die Planung sieht drei Bereiche vor: Jene Flächen nahe des Wohnraums werden in kleinteilige Aufenthaltsräume gegliedert. Auch der Spielplatz der Anlage ist dort untergebracht. Im mittleren Bereich wird eine sehr reduzierte Gestaltung Platz für weitgehend freie Nutzungen schaffen. Große Grünflächen bieten Platz für Bewegung, aber auch Aufenthalt und eine gezielte Bepflanzung setzt Akzente. Der dritte Abschnitt entlang der Radwegachse Egerdachstraße bietet wiederum einen linearen Bewegungs- und Aktionsraum mit Möglichkeiten zur sportlichen Nutzung. Dort werden verschiedene Sportangebote für die Bevölkerung, aber auch spielerische Elemente für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen. Die Eisstockbahn im westlichen Teil des Areals bleibt erhalten. KR