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ÖROKO 2.0: Konzept für die zukünftige Stadtentwicklung

Das Örtliche Raumordnungskonzept (ÖROKO) ist das grundlegende Planungsinstrument für die räumliche Entwicklung der Tiroler Landeshauptstadt. Im Mai wurde der Entwurf für die Fortschreibung des ÖROKO vom Gemeinderat beschlossen.

Im Mai hat der Innsbrucker Gemeinderat die Auflage des Entwurfs zur Fortschreibung des Örtlichen Raumordnungskonzepts beschlossen. Von 12. Juni bis einschließlich 24. Juli können Interessierte sich über die Inhalte und Festlegungen informieren und eine Stellungnahme abgeben.

Was ist das ÖROKO?

Das ÖROKO ist ein strategisches Planungsinstrument, in dem die Ziele für die räumliche Entwicklung der Stadt Innsbruck in den nächsten zehn Jahren festgelegt werden. Einerseits werden konkrete Maßnahmen und Gebiete für verschiedene Nutzungen ausgewiesen. Andererseits werden langfristige Handlungsspielräume und Entwicklungspotenziale offen gehalten. Damit soll sichergestellt werden, dass trotz begrenztem Siedlungsgebiet genügend Raum für die Anforderungen einer wachsenden Landeshauptstadt bleibt. Das ÖROKO ist eine Verordnung des Gemeinderats und wird auf Basis des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) erstellt. Es gibt einer Gemeinde den Rahmen für Flächenwidmungs- und Bebauungspläne vor.

Erarbeitung ÖROKO

Im Dezember 2002 ist das aktuell geltende ÖROKO in Kraft getreten. Dieses ist solange gültig, bis die Fortschreibung des ÖROKO rechtskräftig wird. Grundsätzlich ist es auf einen Planungszeitraum von zehn Jahren ausgerichtet. Für die Fortschreibung wurde auf Antrag des Innsbrucker Gemeinderats zweimal die Frist von der Tiroler Landesregierung bis Dezember 2017 verlängert. Der nun vorliegende Entwurf des ÖROKO 2.0 ist in einem intensiven kooperativen Planungsprozess entstanden. Neben zahlreichen Ämtern, Fachdienststellen, Institutionen und externen ExpertInnen konnten auch BürgerInnen ihre Anregungen einbringen. Außerdem wurden im Vorfeld verschiedene Fachstudien und Konzepte erstellt.

„Das Raumordnungskonzept bildet räumliche Zielvorstellungen für die Entwicklung des Lebensraums Stadt ab. Am ÖROKO 2.0 haben Fachleute aus allen Dienststellen der Gemeindeverwaltung und zahlreiche externe Expertinnen und Experten mitgearbeitet. Ich bedanke mich bei ihnen.”

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Wesentliche Ziele und Inhalt ÖROKO 2.0

Das ÖROKO 2.0 ist kein neues Entwicklungskonzept für Innsbruck, sondern knüpft an die vorhandenen Strukturen und Ziele an. Die Verordnung besteht aus einem Textteil (Verordnungstext) und einer Plandarstellung (Verordnungsplan). Ergänzend wurden Berichte erstellt, die die Grundlagen und Argumente für die Festlegungen und die Dokumentation der strategischen Umweltprüfung enthalten. Übergeordnetes Leitziel für die räumliche Entwicklung Innsbrucks ist weiterhin ein verantwortungsvoller Umgang
mit Grund und Boden sowie mit den natürlichen Ressourcen. Planerisches Ziel ist es, nur mäßiges Randwachstum (über das bisher bebaute Gebiet hinaus) zuzulassen und die Stadt verstärkt nach innen zu entwickeln. Im Wesentlichen legt das ÖROKO fest,
welche Flächen in Innsbruck wie genutzt werden sollen, wo Bauland und wo Freihalteflächen liegen, welche übergeordneten Bebauungsdichten (Leitdichten) angestrebt werden und welche besonderen städtebaulichen Entwicklungen für die nächsten zehn Jahre vorgesehen sind. Grün- und Sportflächen im Siedlungsgebiet werden im ÖROKO 2.0 ebenso definiert wie Maßnahmen für die weitere Infrastrukturentwicklung (z.B. Kindergärten). Wie schon 2002 werden im Entwurf des ÖROKO 2.0 sogenannte „besondere städtebauliche Entwicklungsgebiete“ (BE-Gebiete) festgelegt. Diese sind meist größere, gesamthaft zu planende und zu entwickelnde Verdichtungs-, Umstrukturierungs- und Erweiterungsgebiete. Beispiele dafür sind die Bebauung im Bereich Campagne Reichenau und die Siedlungserweiterung Hötting-West. KR