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Die Infoveranstaltungen im Plenarsaal werden von den BürgerInnen gut angenommen.
Die Infoveranstaltungen im Plenarsaal werden von den BürgerInnen gut angenommen.

ÖROKO 2.0: BürgerInnen werden gezielt informiert

Auflageverfahren und Informationstermine stoßen auf Interesse

Das Örtliche Raumordnungskonzept (ÖROKO) ist das grundlegende Planungsinstrument für die räumliche Entwicklung der Tiroler Landeshauptstadt. Am 24. Mai wurde der Entwurf für die Fortschreibung des ÖROKO vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossen. Seit 12. Juni bis einschließlich 24. Juli können Interessierte sich über die Inhalte und Festlegungen informieren. Die Frist, eine Stellungnahme dazu abzugeben, endet am 31. Juli 2017.

Um mit dem Thema transparent umzugehen werden bzw. wurden von der Innsbrucker Stadtplanung Informationsveranstaltungen angeboten. So konnten und können viele Fragen geklärt und Unsicherheiten ausgeräumt werden. Außerdem wurde durch die Präsentation eine Lesehilfe für das Konzept und damit mehr Verständnis für die gesamtstädtischen Ziele und die getroffenen Festlegungen vermittelt werden. Der letzte der insgesamt vier Termine mit dem Schwerpunkt Igls und Vill findet am Donnerstag, 06. Juli von 18:00 bis 20:00 Uhr im Plenarsaal des Rathauses, 6. Stock statt.

„Das Raumordnungskonzept bildet räumliche Zielvorstellungen für die Entwicklung des vielfältigen Lebensraums Stadt ab. Am ÖROKO 2.0 haben Fachleute aus allen Dienststellen der Gemeindeverwaltung aber auch zahlreiche externe Expertinnen und Experten mitgearbeitet. Die bisherigen drei Abende haben gezeigt, dass sich ein qualifiziertes Publikum von Architektinnen und Architekten, Developer, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer oder besonders Stadtteil-Interessierte intensiv mit dem Thema befassen. Die Rückmeldungen sind zahlreich“, betont Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz.

Was ist das ÖROKO?

Das ÖROKO ist ein strategisches Planungsinstrument, in dem die Ziele für die räumliche Entwicklung der Stadt Innsbruck für die nächsten zehn Jahre festgelegt werden. Einerseits werden konkrete Maßnahmen und Gebiete für verschiedene Nutzungen ausgewiesen. Andererseits werden auch langfristige Handlungsspielräume und Entwicklungspotentiale offen gehalten. Damit wird sichergestellt, dass trotz begrenztem Siedlungsgebiet genug Raum für die Anforderungen einer wachsenden Landeshauptstadt bleibt.

Das ÖROKO ist eine Verordnung des Gemeinderats und wird auf Basis des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) erstellt. Es gibt der Gemeinde den Rahmen für Flächenwidmungs- und Bebauungspläne vor.

Wesentliche Ziele und Inhalt ÖROKO 2.0

Das ÖROKO 2.0 ist kein neues Entwicklungskonzept für Innsbruck, sondern knüpft an die vorhandenen Strukturen und Zielen an. Die Verordnung besteht aus einem Textteil (Verordnungstext) und einer Plandarstellung (Verordnungsplan). Ergänzend wurden Berichte erstellt, die die Grundlagen und Argumente für die Festlegungen und die Dokumentation der strategischen Umweltprüfung enthalten.

Übergeordnetes Leitziel für die räumliche Entwicklung Innsbrucks ist weiterhin ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden sowie mit den natürlichen Ressourcen. Planerisches Ziel ist es, nur mäßiges Randwachstum (über das bisher bebaute Gebiet hinaus) zuzulassen und die Stadt verstärkt nach innen zu entwickeln.

Im Wesentlichen legt das ÖROKO fest, welche Flächen in Innsbruck wie genutzt werden sollen, wo Bauland und wo Freihalteflächen liegen, welche übergeordneten Bebauungsdichten (Leitdichten) angestrebt werden und welche besonderen städtebaulichen Entwicklungen für die nächsten zehn Jahre vorgesehen sind. Grün- und Sportflächen im Siedlungsgebiet werden im ÖROKO 2.0 ebenso festgelegt wie Maßnahmen für die weitere Infrastrukturentwicklung (z.B. Kindergärten).

Wie schon im ÖROKO 2002 werden im Entwurf des ÖROKO 2.0 sogenannte „besondere städtebauliche Entwicklungsgebiete“ (BE-Gebiete) festgelegt. Diese Gebiete sind meist größere, gesamthaft zu planende und zu entwickelnde Verdichtungs-, Umstrukturierungs- und Erweiterungsgebiete. Beispiele dafür sind die Bebauung im Bereich Campagne Reichenau und die Siedlungserweiterung Hötting-West.

Weitere Informationen unter oeroko.innsbruck.gv.at