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Sauberkeit und Ordnung in städtischen Wohnanlagen

Die Beachtung der sozialen Regeln des Zusammenlebens ist besonders in Hausgemeinschaften gefragt. Meist sind es die kleinen Punkte, die zu großen Auseinandersetzungen zwischen MitbewohnerInnen führen können.

Erste Orientierung bietet die Hausordnung. Sie ruft die Bewohner- Innen zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf und schafft somit die Voraussetzungen für eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Generell gilt, dass WohnungseigentümerInnen bzw. MieterInnen vom gemeinschaftlichen Eigentum nur so weit Gebrauch machen dürfen, als sie andere dadurch nicht benachteiligen oder schädigen. Zu den konfliktträchtigsten Themen zählen etwa die Treppenhausreinigung, sofern sie nicht von einem Putzdienst erledigt wird, die Schließung von Fenstern und Türen, die Festlegung von Ruhezeiten oder auch Bestimmungen für die Nutzung von Gemeinschaftsräumen wie Waschküche, Trockenraum, Tiefgarage oder Fahrradkeller. Auch in Bezug auf das Zusammenleben von Familien mit Kindern bzw. BewohnerInnen mit Haustieren kommt es ab und an zu Meinungsverschiedenheiten.

Zusammenleben erfordert Kooperation

Verständlicherweise hat man als MieterIn gern seine Ruhe. Dennoch gehört ein gewisses Maß an Kooperation im Rahmen der Hausgemeinschaft zum guten Ton. Erstens mag man sich nicht gerne ärgern, weil gewisse Dinge nicht funktionieren. Zweitens kommt es nur einem selbst zugute, wenn man sich an den in der Hausordnung festgelegten gemeinschaftlichen Aufgaben beteiligt. Darüber hinaus kann das Thema Ordnung im Haus sogar Leben retten. Flure, Zugänge sowie alle öffentlichen Bereiche müssen frei sein. Um keine Fluchtwege zu versperren, gehören weder Fahrräder noch Kinderwägen dorthin. Auch beim Nutzen gemeinsamer Anlagen ist Umsicht und Rücksicht geboten.

Hausverwaltung ist Service- und Ansprechpartner

Damit der sprichwörtliche Haussegen nicht von vornherein schief hängt, unterstützt die Hausverwaltung der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) die MieterInnen/EigentümerInnen in allen Belangen. Ein Beispiel ist die Stiegenhausreinigung: In Abstimmung mit den BewohnerInnen wird in vielen Anlagen die Gebäudereinigung von externen Firmen erledigt. Zum Thema „Abfalltrennung leicht gemacht“ wirbt die IIG auf ihrer Website um Verständnis. Zusätzlich werden dort für die BewohnerInnen transparent die grundsätzlichen Aufgaben des Objektmanagements aufgelistet. Ebenso werden alle AnsprechpartnerInnen angeführt und sollte es doch einmal einen Beschwerdefall geben, kann man hier unbürokratisch und schnell ein Formular ausfüllen, das an den jeweiligen Zuständigen weitergeleitet wird.

„Friedliches und gemeinsames Zusammenleben ist am besten möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Rücksichtnahme und das Befolgen von einfachen Regeln des sozialen Umgangs haben oberste Priorität.“

Stadtrat Andreas Wanker

Stadtrat Andreas Wanker

Plakataktion schafft Bewusstsein

Die IIG lanciert Ende April eine Plakataktion, die die Bedeutung einer guten Nachbarschaft herausstreicht. Ziel ist es zu betonen, dass das Zusammenhelfen in einer Hausgemeinschaft nicht nur von temporärem Nutzen für alle ist. Unter dem Motto „Hallo Nachbar! Hilfst du mir, so helf ich dir“ geht es nur vordergründig um die Sauberkeit in einer Wohnanlage. Denkt man eine Stufe weiter, wird an das Kollektiv der Hausgemeinschaften appelliert und damit die gegenseitige wertschätzende Unterstützung hervorgehoben. KR

Zahlen, Daten, Fakten

  • Die IIG verwaltet derzeit ca. 6.000 Wohneinheiten und betreut rund 15.000 BewohnerInnen.
  • Aktuell sind bei der IIG 133 Mitarbeiter beschäftigt, 47 davon im Objektmanagement.
  • 19,9 Mio. Euro beträgt das Bauvolumen für Wohn- und Geschäftsgebäude (inklusive Wohnheime) im Jahr 2017.