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SchülerInnen präsentierten ihre Ideen für den Begegnungsraum.
SchülerInnen präsentierten ihre Ideen für den Begegnungsraum.

Junge BürgerInnen gestalten Campagne Reichenau mit

Kinder lieferten Ideen für multifunktionellen Begegnungsraum als Treffpunkt.

Am ehemaligen Campagnereiter-Areal in der Reichenau wächst unter dem Projekttitel „Campagne Reichenau“ aktuell ein neuer Stadtteil in der Landeshauptstadt. Auf einer Fläche von 83.000 Quadratmetern entstehen rund 1.100 Wohnungen sowie Grün- und Sportflächen und weitere notwendige Infrastruktur in den kommenden zehn Jahren. Die Stadt Innsbruck setzt seit vielen Jahren erfolgreich auf Bürgerbeteiligung und so sind auch bei diesem Projekt die AnwohnerInnen gefragt. „Die Menschen vor Ort sind die Spezialistinnen und Spezialisten, wenn es um die optimale Nutzung ihres Lebensraums geht. Sie bei Bauprojekten einzubeziehen steigert die Qualität und die Akzeptanz“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Austausch mit ExpertInnen

Diese Einbeziehung beginnt bereits bei den Jüngsten. Daher lud „Die Stadtwerkstatt“ in Zusammenarbeit mit dem BILDING (Kunst- und Architekturschule für Kinder), in Abstimmung mit der Bauherrin – Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) – die Kinder des angrenzenden Schülerhorts Reichenau ein, bei der Gestaltung der Außenflächen und Gemeinschaftsräume mitzuwirken. Die SchülerInnen im Alter von neun bis zwölf Jahren gestalteten Collagen und Erstentwürfe und fertigten dann Modelle im Maßstab 1:20 an. „Für alle Beteiligten war das Projekt eine Herausforderung – Klein und Groß konnten voneinander lernen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtplanung beispielsweise erklärten dem Nachwuchs, welche Funktionen ein lebendiges Stadtquartier erfüllen muss“, erzählen Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner und der für Stadtentwicklung zuständige Stadtrat, Mag. Gerhard Fritz. Auch ein Treffen mit dem Sieger des Architekturwettbewerbs für das Baufeld 1, „bogenfeld ARCHITEKTUR“, brachte den Kindern einen Überblick über die Pläne.

Klettern im Waschraum

Die Kinder formulierten Vorschläge für einen Waschsalon im Erdgeschoß, der multifunktional verwendet werden soll, und verschiedene Außenräume. Der Salon ist als Begegnungsraum gedacht, in dem moderne Geräte zur Verfügung stehen. Die hohen Räume könnten mit einer Klettermöglichkeit ausgestattet werden. Eine Chill-Lounge, Bibliothek und Plätze mit einem Kaffeeautomaten zur Förderung der Kommunikation unter den BewohnerInnen waren weitere Ideen. „Wir werden als nächstes prüfen, welche Vorschläge wir bei der Umsetzung des Projekts Campagne-Reichenau einbauen können“, erläutert IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler.

Die Modelle der HortschülerInnen wurden vor Kurzem präsentiert. Das Interesse bei ArchitektInnen, StadtplanerInnen sowie VertreterInnen städtischer Dienststellen und karitativer Institutionen war groß. Die teilnehmenden Kinder bekamen als Dank für ihr Engagement einen Ausflug spendiert. „Zudem wissen sie jetzt, dass sich Engagement im Leben lohnt. Wir geben ihnen die Gewissheit, dass wir sie als ernstzunehmende Partnerinnen und Partner sehen und wir ihnen zuhören“, resümieren Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, die Stadträte Fritz und Pechlaner sowie Geschäftsführer Danler abschließend. (SAKU)