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Der atemberaubende Blick aus dem Cockpit auf über 4.000 Metern
Der atemberaubende Blick aus dem Cockpit auf über 4.000 Metern

Traumhobby Segelfliegen

Bewegungsbegeisterte finden in Innsbruck nicht nur am Boden sondern auch in der Luft die perfekten Bedingungen.

Innsbruck, mitten in den Alpen, ist ein Eldorado für den Segelflug. Zwar ist es Jahrzehnte her, dass an manchen Wochenenden bis zu 150 Segelflieger aus allen Nachbarländern Schlange standen für einen Föhnstart an der Innsbrucker Winde, doch die Innsbrucker Segelfliegervereinigung – kurz ISV genannt - ist noch immer aktiv und feierte letzte Saison ihr 65-jähriges Bestandsjubiläum.

Wie funktioniert Segelfliegen eigentlich?

Segelflugzeuge sind Gleiter, die sich nach demselben Prinzip in der Luft halten wie der Papierflieger, den wir als Kinder falten, der Drachen, den wir steigen lassen oder der Vogel, wenn er ohne Flügelschlag vorwärts gleitet oder in der Luft kreist.

Zum Starten benötigen sie Hilfe, wie etwa eine Seilwinde, oder auch ein Motorflugzeug mit Schleppseil. Einmal in der Luft, wird die gewonnene Höhe in Strecke umgesetzt, und zwar äußerst effizient. Ein moderner Doppelsitzer wie der ISV Arcus gleitet mit 1 km Höhe rund 50 km weit, aber auch Oldtimer wie die einsitzige K8 schaffen immerhin 1:25.  

Dieses Verhältnis nennt sich Gleitzahl. Daran tüfteln Flugzeugkonstrukteure mit Hilfe der Aerodynamik, einem sehr spannenden Teilgebiet der physikalischen Strömungslehre.   

Und wieso sind gerade die Alpen dafür so gut geeignet?

Hier kommt die so genannte Thermik ins Spiel. Erwärmte Luft löst sich vom Boden und steigt auf, der Segelflieger kreist darin und lässt sich nach oben tragen – „kurbeln“ heißt das unter Eingeweihten. Thermik gibt es zwar auch im Flachland, doch die Berge mit ihren unterschiedlich geneigten und exponierten Hängen verstärken sie. Das kann der Segelflieger nutzen, je nach Wind und Sonneneinstrahlung seinen Weg wählen und bei entsprechend guter Strategie ziemlich weit kommen. Nicht selten wurden von Innsbruck aus schon Strecken mit über 1000 km geflogen.

Allerdings gibt es nicht nur Streckenpiloten. Eine eigene Disziplin ist der Segelkunstflug, wo es in der Konstruktion nicht um Gleitleistung, sondern um Wendigkeit, Speed und G-Kräfte geht, ähnlich wie bei Kampfjets. Geschwindigkeit und Präzision bei Figuren wie Fassrolle, Turn oder Looping faszinieren viele der Innsbrucker Segelflieger.

Wie wird man SegelfliegerIn?

Am besten bei einem Verein mit Flugschule. So braucht man nicht aufwändig ein eigenes Flugzeug zu betreiben und kann die Ausbildung zu leistbaren Bedingungen absolvieren. Ist die Pilotenlizenz erteilt, bleiben die meisten JungpilotInnen im Verein, da er eine spannende Flotte und viel Unterstützung beim weiteren Werdegang bietet. Theorie-Abende, Fly-Together-Programm, Fliegerlager und Co. begleiten Scheinneulinge auf ihrem Weg zu erfahrenen Pilotinnen und Piloten.  Näheres zur Ausbildung bei der ISV: https://www.segelfliegen-innsbruck.at/flugschule/ausbildung-tarife/

Voraussetzungen

- Gesundheit:

Die Flugtauglichkeit kann bei einem flugmedizinischen Sachverständigen überprüft werden. Der Verein hilft dabei, einen in deiner Nähe zu finden.  Eine Liste

ist online unter www.austrocontrol.at zu finden.

- Alter:

Bei Scheinausstellung 16 Jahre. Den Kurs kann man schon mit 15 beginnen.

- 0,0 Promille:

Auch SegelfliegerInnen trinken mal ein Bier, aber nur wenn sie nicht fliegen.

Schnupperstart-Ticket gewinnen

Am 24. Juli gibt es bei der ISV am Gelände einen Jugend-Info-Nachmittag für 15- 25-jährige, mit der Möglichkeit, einen Schnupperstart zu gewinnen.

Dafür sind die folgenden Fragen zu beantworten. Die Buchstaben neben den richtigen Antworten ergeben das Lösungswort. Zu senden ist es an info@segelfliegen-innsbruck.at mit Angabe des Alters, Wohnortes, Tätigkeit und einer kurzen Begründung, warum Interesse am Segelflug besteht. Bei über 15 eingelangten korrekten Antworten entscheidet das Los. Einsendeschluss ist am Mittwoch, 19. Juli, um 24:00 Uhr.

  1. Wie heißt das Teilgebiet der Strömungslehre, das beschreibt wie Flugzeuge fliegen?

A – Avionik

I – Aerodynamik

K – Mechatronik

 

  1. Welche Art des Aufwindes nutzen Segelflieger gerne für den Höhengewinn?

B – Talwind

R – Seitenwind

S – Thermik

 

  1. Was machen Segelflieger, um möglichst lange in der steigenden Luft zu bleiben?

V – kurbeln

C – drehen

G – wirbeln

 

Kontakt ISV

Seit über 65 Jahren ist die ISV einer der größten und bekanntesten Segelflugvereine Österreichs.

Adresse: Flughafen Innsbruck Nordseite, Kranebitter Allee 105, Tor CP11
Webseite: www.seglfliegen-innsbruck.at
Facebook: https://www.facebook.com/Innsbrucker.Segelflieger.Vereinigung/
Instagram: https://www.instagram.com/segelfliegen_innsbruck/

 

 

Die ISV ist an der Nordseite des Flughafens Innsbruck ansässig.
Die ISV ist an der Nordseite des Flughafens Innsbruck ansässig.
F-Schlepp mit Europabrücke: In Innsbruck wird auch per Flugzeugschlepp gestartet.
F-Schlepp mit Europabrücke: In Innsbruck wird auch per Flugzeugschlepp gestartet.