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Bei einer Verteilaktion überreichten Referatsleiterin Uschi Klee, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Amtsleiter Elmar Rizzoli (v. l.) den ersten Taschenalarm an Ingeborg Tinter aus Wilten (M.).
Bei einer Verteilaktion überreichten Referatsleiterin Uschi Klee, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Amtsleiter Elmar Rizzoli (v. l.) den ersten Taschenalarm an Ingeborg Tinter aus Wilten (M.).

Sicherheit für alle Fälle

Es liegt in der Natur des Menschen, Gefahren zu meiden und Sicherheit zu suchen. Damit dies erst gar nicht nötig ist, schafft der Stadtmagistrat entsprechende Rahmenbedingungen. Ebenso ist er für Notfälle gerüstet.

Erst vor Kurzem standen die gesammelte Stärke, Koordination und gezielte Vorgangsweise aller Einsatzkräfte bei der groß angelegten Landesübung TROMOS im Mittelpunkt. Beim Szenario Anfang Mai handelte es sich unter anderem um einen Terroranschlag
bei einem Sportevent an der Bobbahn in Igls. Mehr als 1.000 Personen von Polizei, Land, Bundesheer, Sondereinsatzkommando, Feuerwehr, Rettung und der Stadt Innsbruck waren beteiligt. Besonderes Augenmerk lag neben dem einheitlichen Vorgehen auf den Chancen und Gefahren, die neue Kommunikationsmöglichkeiten, wie etwa Social Media, bieten. „Allen Beteiligten gebührt großer Dank, denn nur durch regelmäßiges Üben und Lernen wird die Grundlage für einen schnellen, sicheren und effektiven Einsatz geschaffen“, betonte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Regelmäßiger Austausch

Aber auch abseits des Trainings steht der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle. VertreterInnen von Land Tirol, Stadt Innsbruck, Stadtpolizeikommando, Tiroler Soziale Dienste (TSD), Freiwilligenkoordination und Sicherheitsdiensten kommen seit März 2016 monatlich zu einem Sicherheits-Jourfixe zusammen. Ergebnis dieser Treffen ist unter anderem die Projektidee, vertiefend zu bereits bestehenden Maßnahmen eine Werte-, Verhaltens- und Rechtsvermittlung für AsylwerberInnen der Innsbrucker Flüchtlingsunterkünfte auszuarbeiten.

Direkter Draht zwischen Stadt und Polizei

Eine enge Vernetzung von Stadt Innsbruck und Stadtpolizeikommando herrscht darüber hinaus in Bezug auf die Sorgen der Bevölkerung. Kommt es zu Anfragen, werden Termine mit PolizistInnen aus den Inspektionen des jeweiligen Stadtteils angeboten. Im Rahmen derer werden die Anliegen besprochen, im Gegenzug informiert die Polizei beispielsweise über bereits realisierte Maßnahmen. Zu diesen zählen etwa die Einrichtung und Verlängerung von Schutzzonen, die verstärkte Präsenz der Polizei mit Fußstreifen in der Innenstadt und die Tour des „Sicherheits.Mobils“ (Näheres dazu hier). „Dadurch bekommt Sicherheit im Alltag ein Gesicht“, präzisierte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Stadt das Sicherheitspaket in der Tiroler Landeshauptstadt durch Amtsvorstand Elmar Rizzoli (Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen) federführend entwickelt hat. Das Paket zielt darauf ab, die Betreuung in Asylunterkünften zu verstärken. So wurden beispielsweise die Nachtstreifen des Sicherheitsdienstes intensiviert und ein 24-Stunden-Journaldienst bei den TSD eingerichtet.

Zentrale Standorte stärken Polizeipräsenz

Am Hauptbahnhof, einem Eingangstor in die Tiroler Landeshauptstadt, halten sich täglich rund 25.000 Menschen auf. Die neue Polizeistation im Uhrturmgebäude, die im Februar dieses Jahres eröffnet wurde, bietet dort InnsbruckerInnen, Gästen und Reisenden einen Mehrwert. Die Inspektion ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr besetzt. An den Kosten beteiligte sich die Stadt Innsbruck mit 400.000 Euro. Bauliche Veränderungen stehen auch in der Kaiserjägerstraße an. Dieser Polizeistandort wird zum Sicherheitszentrum, inklusive des Landespolizeikommandos vom Innrain, ausgebaut. Dadurch entsteht eine positive Konzentration der polizeilichen Einrichtungen. AA

Drei Fragen an ...

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Auf welche bürgernahen Maßnahmen setzt Innsbruck im Sinne der Sicherheit?

Die Stadt investiert nicht nur in notwendige Infrastruktur, sie setzt auch konkrete Initiativen, wie die Verteilung von 10.000 Taschenalarmen. Bei der Ausgabe der lautstarken Alltagsbegleiter stand die Bewusstseinsbildung im Fokus. Sensibilisierung sowie Stärkung der Zivilcourage sind zwei essenzielle Aspekte für eine Atmosphäre der Sicherheit. Die 2016 eröffnete Außenstelle der MÜG in Hötting-West und das Frauen-Nachttaxi sind weitere Beispiele, die zur Stärkung des persönlichen Sicherheitsempfindens beitragen.

Wie äußert sich „Sicherheit für alle“ in Innsbruck?

Als Stadt sind wir für ALLE Menschen zuständig, die sich in der Tiroler Landeshauptstadt aufhalten. In enger Zusammenarbeit mit Land, Bund, Blaulichtorganisationen und Vereinen werden Wissen und Erfahrungen zusammengetragen, um einen gemeinsamen Weg des friedlichen Miteinanders mit dem notwendigen Gefühl der Sicherheit konsequent weiterzugehen. Gemeinsam sind wir für die Herausforderungen des Alltags und auch für Krisen und Katastrophen gerüstet.

Innsbruck ist für den Notfall gerüstet – was bedeutet das?

Durch stetige Beobachtung und Abwägung des Ist-Zustandes sowie anstehender Ereignisse und eine direkte Absprache zwischen Einsatzorganisationen und Verwaltung wird in Innsbruck verstärkt auf Prävention gesetzt. Kommt es zum Ernstfall, gibt es Einsatzpläne für unterschiedliche Szenarien. Durch Übungen, Schulungen und den nationalen wie internationalen Erfahrungsaustausch werden die besten Voraussetzungen geschaffen.