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Themen des Stadtsenats vom 18. April 2018

• Abstimmung zwischen ÖBB und Stadtmagistrat zugunsten von „Streetwork“ • Erweiterung des Arzler Alm Trails • Förderung von Veranstaltungen • Grundüberlassung für die Kletter WM • Stadtbibliothek: Vergabe von Ausstattungsaufträgen • Subvention für Parkbetreuung Reichenau • Neues Programm für Sommer-Ferienzug • „Bewegt am Rad“ vorm EKZ Sillpark • Umgestaltung des Spielplatzes beim Vereinsheim Hötting • Unterstützungen für Diakonie Flüchtlingsdienst • Umbau der Bodenstein Alm • Stützstunden für städtische Kindergärten und Schülerhorte
 

Abstimmung zwischen ÖBB und Stadtmagistrat zugunsten von „Streetwork“

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind Eigentümerin jener Liegenschaften, auf denen sich die Viaduktbögen 82 und 134 befinden. Der Viaduktbogen 82 ist derzeit an die Stadt Innsbruck vermietet und wird als Garage bzw. Lager verwendet. Es war angedacht den Verein für Obdachlose dort anzusiedeln. Nachdem in diesem Bereich allerdings eine neue S-Bahn-Haltestelle errichtet wird, stellt die Stadt Innsbruck den Viaduktbogen 82 an die ÖBB zurück. Im Gegenzug schließt die ÖBB direkt mit dem Verein für Obdachlose einen Mietvertrag für den Viaduktbogen 134 ab, wodurch Raum für den Bereich „Streetwork“ ermöglicht wird. „Dieses Ergebnis zeigt, welchen Wert eine konstruktive Zusammenarbeit und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen hat“, fasst Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer zusammen und dankt den Verantwortlichen der ÖBB sowie des Stadtmagistrats. Der Stadtsenat stimmte dem Vorgehen einstimmig zu.

 

Erweiterung des Arzler Alm Trails

Um die Strecke für MountainbikerInnen des Arzler Alm Trails zu verlängern, ist die Erteilung einer naturschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung notwendig. In ihrem Gutachten geht die zuständige Amtssachverständige davon aus, dass die Fokussierung der MountainbikerInnen auf dafür vorgesehene Strecken für die Natur weniger störend ist als wild abfahrende SportlerInnen. Dieser Aussage schließt sich auch der Landesumweltanwalt an. Dementsprechend war sich der Stadtsenat in seiner Sitzung einig und erhebt keinen Einwand gegen die Erteilung der Ausnahmebewilligung.

 

Förderung von Veranstaltungen

„Innsbruck ist eine lebendige Stadt und bietet der Bevölkerung sowie Touristinnen und Touristen Abwechslung“, weiß Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Auf der Tagesordnung des Stadtsenats standen dementsprechend drei Subventionsansuchen für Veranstaltungen:

Von 13. bis 19. Oktober findet heuer das zweite „Krimifest Tirol“ statt. Innsbruck und das Land Tirol werden in dieser Zeit zum Zentrum des deutschsprachigen Kriminalromans. Der Stadtsenat spricht sich einstimmig dafür aus, die Haymon Verlag GesmbH für diverse Veranstaltungen und Lesungen im Rahmen des Festes mit 10.000 Euro zu unterstützen.

Ebenfalls im Oktober steht die Veranstaltung „life award/barrierefrei“ in der Dogana in Innsbruck auf dem Programm. Die Gala am 25. Oktober beleuchtet – nach den Intentionen der Alivia Award Association e.V. – das Thema „Barrierefreiheit“ und treibt die Umsetzung konkreter Maßnahmen im Umgang mit behinderten Menschen auf Augenhöhe voran. Der Alivia Award Association wird für die Durchführung eine Subvention in der Höhe von 7.000 Euro gewährt – dies entschied der Stadtsenat einhellig.

Für die Abhaltung des „30. Bundeskongresses der österreichischen Fremdenführer“ von 06. bis 09. November in Innsbruck wird laut einstimmigen Beschluss des Stadtsenats ebenfalls eine finanzielle Förderung gewährt. Die Berufsgruppe der Tiroler Fremdenführer erhält für den Kongress, zu dem rund 200 TeilnehmerInnen erwartet werden, 10.000 Euro an Unterstützung.

 

Grundüberlassung für die Kletter-WM

Die Kletter-WM 2018 in Innsbruck von 06. bis 16. September steht unter dem Motto „Climb.Come together.Celebrate“ und wird zur Bühne für die SpitzensportlerInnen der Disziplinen Lead, Bouldern, Speed, Kombination und Paraclimbing. Neben den Austragungsstätten, „Kletterzentrum Innsbruck“ und Olympiaworld, wird die Veranstaltung auch den Marktplatz mit Sportbegeisterung erfüllen. Gerade dieser innerstädtische Bereich wird seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem „Boulderweltcup“ in Verbindung gebracht und soll sich heuer in ein „Climbers Paradise Village“ verwandeln. „Das alpin-urbane Ambiente Innsbrucks bietet die perfekten Rahmenbedingen für die Kletter-WM – ein sportliches Event der Extraklasse, bei dem tausende Zuseherinnen und Zuseher mitfiebern werden“, freuen sich Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Der Stadtsenat beschloss einstimmig, der Innsbruck Tirol 2018 Kletter-WM Veranstaltungs GmbH den Marktplatz sowie die östliche Fläche am Cammerlander-Vorplatz von 22. August bis 19. September zu überlassen. Dieser Zeitraum umfasst das Event selbst sowie den Auf- und Abbau. Die Grundüberlassung erfolgt unentgeltlich. Darüber hinaus übernimmt die Stadt Innsbruck die Endreinigung. Aus Sicherheitsgründen wird der Rad- und Gehweg im nördlichen und südlichen Bereich von 22. August bis 19. September gesperrt.

 

Stadtbibliothek: Vergabe von Ausstattungsaufträgen

In seiner jüngsten Sitzung entschied der Stadtsenat einstimmig über drei Angebote für die Innengestaltung. „Die neue Stadtbibliothek nimmt mehr und mehr Gestalt an“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und ergänzt: „In der Amraser Straße entsteht somit eine moderne Kommunikationsplattform für alle Generationen.“

Sowohl für das Besuchermobiliar als auch Stühle wird das Angebot des Bestbieters „Reiter Wohn & Objekteinrichtungen GmbH“ angenommen. Die Kosten für das Mobiliar belaufen sich auf rund 47.000 Euro, jene für die Stühle auf rund 39.000 Euro. Den Zuschlag für die Bibliotheksausstattung erhält der Bestbieter „EKZ Bibliotheksservice GmbH“. Mehr als 200.000 Euro werden dafür investiert.

 

Subvention für Parkbetreuung Reichenau

Die Stadt Innsbruck gewährt der Caritas eine Subvention in Höhe von 10.000 Euro für ihr Pilotprojekt „Parkbetreuung Reichenau“. Dabei stehen zwei Kinder- und JugendbetreuerInnen im Kugelpark und beim Lodenareal (Sillzwickel) von April bis September 2018 vor Ort als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung. „Es ist ein gutes Angebot für unsere Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 14 Jahren. Die Parkbetreuung orientiert sich an den Arbeitsprinzipien der Offenen Jugendarbeit und ist durch das Jugendzentrum Space mit dem sozialen Netzwerk des Stadtteils verbunden“, betont der zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Der Stadtsenat genehmigt die Sondersubvention einstimmig.

 

Neues Programm für Sommer-Ferienzug

Von 09. Juli bis 09. September findet heuer wieder der Innsbrucker Ferienzug im Sommer statt. Bei der 31. Auflage werden insgesamt 419 Veranstaltungen angeboten, davon sind 81 ganztägig. Neu im Programm sind dieses Jahr unter anderem das „Naturerlebnis Engalm“, das Tirol Panorama am Bergisel, Glasblasen in Rattenberg, ein Besuch des Flughafens München und „Detektive im Alpenzoo“. Die Programmhefte werden allen Innsbrucker Kindern im Alter von vier bis 14 Jahren per Post zugeschickt. Zudem kann es ab 25. Juni im Bürgerservice in den RathausGalerien, im Infoeck sowie in den Gemeindeämtern des Bezirks Innsbruck-Land abgeholt werden. Der Stadtsenat genehmigte das neue Programm für 2018 einstimmig.

 

„Bewegt am Rad“ vorm EKZ Sillpark

Die Stadt Innsbruck kooperiert auch im Sommer mit dem Einkaufszentrum (EKZ) Sillpark. Nachdem der städtische Kunsteislaufplatz auf dem Vorplatz in der Amraser Straße ein großer Erfolg war, entsteht dort von 04. Juni bis 11. Juli ein Fahrradparcours. Der sogenannte Pumptrack steht für die Öffentlichkeit, im Besonderen auch für Kindergärten, Horte und Schulen, sowie Veranstaltungen kostenlos zur Verfügung. „Durch die Partnerschaft mit dem Sillpark können wir gewährleisten, dass sich sowohl der laufende Betrieb als auch die Investitionen im Rahmen halten. Damit ergänzen wir das städtische ‚Bewegt …‘-Angebot mit dem Projekt ‚Bewegt am Rad‘ hervorragend“, betont Sportreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Die voraussichtlichen Kosten betragen rund 15.000 Euro, die sich die Partner je zur Hälfte teilen. Der Stadtsenat befürwortete den Antrag einstimmig.

 

Umgestaltung des Spielplatzes beim Vereinsheim Hötting

In Stadtteilgesprächen und der Zusammenarbeit mit der „Elterninitiative Hötting“ wurde der Wunsch nach einer Umgestaltung des Spielplatzes beim Vereinsheim Hötting deutlich. Der Stadtsenat vergab in der vergangenen Sitzung den Auftrag für die Umgestaltungsarbeiten an die Firma Swietelsky Bau GmbH. Die zwei Plateaus auf dem 350 Quadratmeter großen Grundstück bleiben bestehen und werden in zwei großzügige Spielbereiche umgewandelt. Neben Spiel- und Erholungsflächen kommt eine neue Wasserspielanlage dazu. Der Auftrag umfasst die gesamten erforderlichen Baumaßnahmen, wie beispielsweise Asphaltierungen und Grabungen, sowie die Möblierung. „Der Spielplatz liegt zentral und wird von Kindern und Jugendlichen gerne benutzt. Wir schaffen mit diesem Projekt einen modernen Spielbereich im Sinne der Nutzerinnen und Nutzer“, betont Stadtrat Mag. Gerhard Fritz. Die Auftragssumme liegt bei rund 65.900 Euro. Die Fertigstellung ist für kommenden August geplant.

 

Unterstützungen für Diakonie Flüchtlingsdienst

Der Diakonie Flüchtlingsdienst erhält für zwei Projekte jeweils eine Jahressubvention. Der Stadtsenat befürwortete einstimmig eine Unterstützung in Höhe von 20.000 Euro für die „Wohnberatung Tirol“. Des Weiteren gewährt der Stadtsenat für die Einrichtung „Ankyra – Zentrum für interkulturelle Psychotherapie in Tirol“ eine Jahressubvention in Höhe von 7.000 Euro. „Ankyra“ bietet seit 2004 von DolmetscherInnen unterstütze Psychotherapie für traumatisierte Flüchtlinge an. „Beide Projekte tragen zur notwendigen Integration von derzeit hier aufhältigen Flüchtlingen bei und die Diakonie ist dabei ein verlässlicher Partner“, erklärt Stadtrat Franz X. Gruber.

 

Umbau der Bodenstein Alm

Voraussichtlich Anfang Juni 2018 übernimmt die neue Pächterfamilie die Bodenstein Alm. Zuvor ist ein Innenumbau des bestehenden Almgebäudes notwendig. Der Stadtsenat genehmigt einen entsprechenden Antrag einstimmig. Die Alm wird mit einer neuen Gastroküche ausgestattet, die im ehemaligen Schlafraum der bisherigen Pächterin eingebaut und vom Gastbereich abgetrennt wird. Der neuen Pächterfamilie wird im derzeitigen Lager eine Übernachtungsmöglichkeit mit Naßzelle geschaffen. „Der urige und allseits beliebte Charakter der Almhütte bleibt auf jeden Fall erhalten. Mit dieser Variante schaffen wir, vor allem im Küchenbereich, aber zeitgemäßeVoraussetzungen“, betont der für Forst zuständige Stadtrat Franz X. Gruber. Die Neueröffnung wird je nach Wetterlage voraussichtlich im Juni erfolgen. Das Amt für Forst- und Landwirtschaft wird ermächtigt die jeweiligen Aufträge zu vergeben. Die geplanten Kosten liegen bei 97.000 Euro.

 

Stützstunden für städtische Kindergärten und Schülerhorte

Im Rahmen von Inklusionsmaßnahmen werden seit dem Jahr 2015 Stützstunden für die städtischen Kindergärten und Schülerhorte beauftragt. „Bildung bedeutet auch Herzensbildung. Kinder brauchen viele und ganz unterschiedliche Eindrücke, um zu wachsen. Die Stützstunden sind daher eine besonders wichtige Maßnahme“, betont Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner. Der Stadtsenat genehmigte die weitere Zusammenarbeit mit den Johannitern Tirol. Die durch das neue pauschale Fördermodell der Landesregierung entstehenden Mehrkosten müssen von der Stadt Innsbruck übernommen werden. (AA/Saku)