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Themen des Stadtsenats vom 18. Juli

• „Aktion 20.000“: Stadt beteiligt sich als Partnerin • Nutzungsmöglichkeiten für Talstation Igls präsentiert • Unterstützung für „SOS-Kinder.Welt“
 

„Aktion 20.000“: Stadt beteiligt sich als Partnerin

Vor Kurzem beschloss der Nationalrat die „Aktion 20.000“: Diese verfolgt das Ziel ältere, langzeitbeschäftigungslose Personen – ab 50 Jahren, mindestens 12 Monate beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkt – in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Stadt Innsbruck beteiligt sich aktiv an dieser Aktion. Aktuell gibt es in Tirol knapp 2.000 ältere Langzeitarbeitslose.

„Jeder Mensch verfügt über unterschiedliche Fähigkeiten, von denen der Stadtmagistrat als Arbeitsgeber profitieren kann. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt natürlich gerne“, erläutert Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

In insgesamt 15 städtischen Dienststellen – darunter beispielsweise das Amt für allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen, das Amt für Straßenbetrieb und das Amt für Grünanlagen – konnten geeignete Tätigkeitsfelder für Beschäftigungen im Rahmen der „Aktion 20.000“ ausgemacht werden, insgesamt sind es rund 50 Arbeitsplätze.

Der Bund fördert 12 Mal jährlich 100 Prozent des Bruttogehalts und einen Pauschalsatz von 50 Prozent der Nebenkosten pro Person. Die Kosten für die Stadt Innsbruck liegen bei rund 50 Beschäftigten bei rund 95.000 Euro.

Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für die Beteiligung an der „Aktion 20.000“ aus.

 

Entwicklungsprozess für Talstation Igls präsentiert

Der Neubau der Patscherkofelbahn, der eine Verlegung der Talstation beinhaltet, schafft neue Nutzungsmöglichkeiten für die bisherigen Räumlichkeiten der Talstation in Igls. Im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses hat sich im vergangenen Jahr eine Lenkungsgruppe, bestehend aus BürgerInnen, Initiativen und Vereinen, damit beschäftigt, adäquate Nachnutzungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Abschlussbericht des Prozesses liegt nun vor. Daraus geht hervor, dass die Gründung des „Verbandes Igls Vill“ (VIV) ein wichtiger Meilenstein des Prozesses war und damit eine essentielle Trägerstruktur geschaffen werden konnte. Als Vorschläge für die Nutzung finden sich ein Stadtteilzentrum, Räume für Vereine sowie für Co-Working.

„Beteiligungsprozesse sind wichtige Instrumente der Stadtentwicklung, die wir gerne nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger sind wahre Expertinnen und Experten in Bezug auf den eigenen Stadtteil“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Der Stadtsenat beauftragt die Innsbrucker Immobiliengesellschaft mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie. 

 

Unterstützung für „SOS-Kinder.Welt“

Eine Flucht aus der Heimat in ein fremdes Land ist für keinen Menschen einfach. Für Kinder ist es oftmals besonders einschneidend. Das SOS-Kinderdorf initiierte deshalb im vergangenen Jahr das Projekt „SOS-Kinder.Welt“, dessen Zielgruppe Kinder vorwiegend aus Innsbrucker Flüchtlingsunterkünften sind. Im Rahmen des Projekts wurde ein bunter, lehrreicher und sicherer Ort für Kinder geschaffen in dem regelmäßige Workshops im Bereich Theater, Malerei und Tanz, die Möglichkeit, in Ruhe Hausübung zu Machen – bei Bedarf auch mit Unterstützung – und ein Begegnungsraum für Begleitpersonen der Kinder geschaffen. Das Projekt bietet pro Nachmittag Platz für ca. 20 Kinder. Auch ein Deutsch- und Alphabetisierungscafé wird angeboten.

Die Stadt Innsbruck unterstützt das Projekt „SOS-Kinder.Welt“ mit einer Subvention von 10.000 Euro. Dafür sprach sich der Stadtsenat einstimmig aus. (DH)