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Themen des Stadtsenats vom 14. Juni

• Neuer Spielplatz auf der Hungerburg nimmt Gestalt an • „Paninothek“ bekommt Gastgarten • „innsbruck@night“: Stadt überlässt Grundflächen kostenlos • Information über EU-Programm ROMACT
 

Neuer Spielplatz auf der Hungerburg nimmt Gestalt an

Derzeit gibt es auf der Hungerburg zwei vom städtischen Forstamt betreute Spielplätze, die zwar beliebte Ausflugsziele sind, aufgrund ihrer Lage allerdings nicht im Zentrum des Stadtteils liegen. Deshalb wird in Abstimmung mit der Landesorganisation Tirol der Österreichischen Kinderfreunde seitens der Stadt mit dem Amt für Grünanlagen ein dritter Spielplatz errichtet. Dafür stellen die Kinderfreunde eine Fläche von rund 170 Quadratmetern auf ihrem Gelände zur Verfügung. Das zentral gelegene Grundstück liegt ca. 60 Meter westlich der Kreuzung Gramartstraße/Rosnerweg, südseitig der Gramartstraße und östlich angrenzend an den bereits bestehenden Ballspielplatz.

„Der Wunsch nach einem gut erreichbaren Spielplatz wurde unter anderem bei den Stadtteiltagen an uns herangetragen. Auch die Initiative ,Baukultur und Lebensraum Hungerburg‘ setzt sich seit längerer Zeit dafür ein. Nun nimmt das Projekt konkrete Formen an: Ein Workshop mit Kindern aus dem Stadtteil wurde bereits durchgeführt“, erklärt der für Grünanlagen zuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz.

Rund 25 Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter nahmen an dieser Veranstaltung teil und brachten ihre Ideen und Vorschläge für den neuen Spielplatz ein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Grundkonzept besteht aus einer Doppelschaukel, einer Hangrutsche, Sandspielflächen, einem Karussell sowie Sitzgelegenheiten und einem Trinkbrunnen. „Es wird ein naturnaher Spielbereich, mit den von den Kindern vorgeschlagenen, funktional unterschiedlichen Aufenthalts-, Spiel-, Koordinations- und Bewegungsmöglichkeiten geschaffen. Ein Hauptaugenmerk liegt außerdem auf dem bestehenden Baumbestand, der in seiner Grundstruktur als landschaftsprägendes Element erhalten bleibt“, geht Stadtrat Fritz ins Detail.

Die Kosten für den geplanten Spielplatz belaufen sich auf rund 70.000 Euro. Bis zum Herbst 2017 soll das Projekt fertiggestellt sein.

Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für die Umsetzung des Konzepts aus sowie den Abschluss eines neuen Pachtvertrags.

 

„Paninothek“ bekommt Gastgarten

Neben dem bekannten Restaurant „Pizzerei“ am Bozner Platz eröffneten dieselben BetreiberInnen im Juni ein zweites Restaurant mit dem Namen „Paninothek“. Dafür suchten sie bei der Stadt um die Bewilligung für einen Gastgarten an. „Der Bozner Platz wird durch die Eröffnung von Gastgärten immer belebter. Nach einer gewissenhaften Prüfung aller Umstände kann ein weiterer befürwortet werden“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Der Stadtsenat sprach sich deshalb einstimmig für die Bewilligung des Gastgartens am Bozner Platz 4 aus. Die Gastgartensaison in Innsbruck dauert bis Ende November.

 

„innsbruck@night“: Stadt überlässt Grundflächen kostenlos

Am 29. September findet zum wiederholten Male die Veranstaltung „innsbruck@night“ statt. Veranstaltet wird diese von der Innsbruck Marketing GmbH. Die Landeshauptstadt verwandelt sich an diesem Abend zu einem großen Wohnzimmer mit vielen Attraktionen: Kultur, Shopping, Erlebnis und Kulinarium stehen im Mittelpunkt. Einige Elemente der Infrastruktur, die für die Veranstaltung benötigt wird, befinden sich auf städtischem Grund. Dieser wird der Veranstalterin für den Zeitraum der Veranstaltung sowie für die Auf- und Abbauarbeiten kostenlos überlassen. Zudem wurde um die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten bis 23:00 Uhr angesucht.

Der Stadtsenat stimmte für die Grundüberlassung und die verlängerten Öffnungszeiten im Rahmen der Veranstaltung.

 

Information über EU-Programm ROMACT

Im Dezember 2015 wurde eine ExpertInnengruppe eingerichtet, die sich mit dem Thema „Neue Lösungen für einen menschenrechtskonformen Umgang mit dem Thema ,Betteln in Innsbruck‘“ auseinandersetzt. Bis dato fanden vier Sitzungen dieser Gruppe statt, die aus VertreterInnen des Gemeinderats, des Stadtmagistrats und externen ExpertInnen besteht.

Ein Großteil der BettlerInnen in der Landeshauptstadt kommt aus den südlichen bzw. südöstlichen Ländern Europas. Viele sind Roma. Im Rahmen dieser Sitzungen wurde das Programm „ROMACT“ der Europäischen Kommission vorgestellt. Dieses beschäftigt sich mit der Integration von Menschen aus diesen Ländern. „Innsbruck würde mit der Beteiligung erneut eine Vorreiterrolle in Österreich einnehmen und seinen Ruf als innovative und fortschrittliche Stadt weiter stärken“, erklärt Sozialstadtrat Ernst Pechlaner. Interessierte Gemeinden können sich aktiv dafür melden. „Ziel ist es, vorwiegend allgemeine und strukturelle Maßnahmen für sozial benachteiligte Gruppen durch soziale Eingliederung in Innsbruck zu etablieren. Es soll Unterstützung angeboten werden, die eigene Lebenssituation weitestgehend eigenverantwortlich verändern zu wollen und zu können“, erklärt Stadtrat Pechlaner.

Das ROMATC-Programm bietet drei Module an, wobei sich die Stadt Innsbruck für zwei davon interessiert: Modul A stellt eine „interkulturelle Ausbildung“ für kommunale MitarbeiterInnen bereit, Modul B beschäftigt sich mit Schulungen für interkulturelle Vermittlung für MitarbeiterInnen, die bereits in Gemeinden beschäftigt sind. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission finanziert.

Der Stadtsenat nimmt den vorliegenden Teilbericht der Arbeitsgruppe einstimmig zur Kenntnis. (DH)

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