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Themen des Stadtsenats vom 05. Juli

• Sieglanger-Mentlberg: Kinderbetreuung wird ausgebaut • Vorschläge zur Umgestaltung des Bozner Platzes • Stadtmodell: Detailkonzeption beginnt • Bildungsstrategie wird erarbeitet • Südtiroler Siedlung: Stadt kann mehr als 140 Wohnungen vergeben • Altlast Deponie Rossau: Sicherungsmaßnahmen werden durchgeführt • Förderung für "Kindersommer Igls" • Neue Amtsleiterin bestellt
 

Sieglanger-Mentlberg: Kinderbetreuung wird ausgebaut

Eine gute Betreuung der jüngsten BürgerInnen ist der Stadt Innsbruck ein großes Anliegen. Laufend wird in den Betrieb sowie die Sanierung oder Errichtung von Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen investiert. Im Stadtteil Sieglanger-Mentlberg hat sich besonders unter Berücksichtigung geplanter Wohnbauvorhaben ein zusätzlicher Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen gezeigt. Aktuell besteht der dortige Kindergarten aus drei Gruppen. Auch im Kleinkindbereich gibt es Handlungsbedarf: Derzeit leben rund 80 Kinder im Stadtteil, die jünger als drei Jahre sind. Kinderkrippe gibt es aktuell keine. Deshalb beauftragt der Stadtsenat die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) damit, sich um den Zuschlag für die Errichtung einer eingruppigen städtischen Kinderkrippe zu bewerben. „Durch die Errichtung von 122 neuen Wohnungen im Klosteranger werden zusätzliche Betreuungsplätze notwendig. Dort von Beginn an eine Kinderkrippe einzuplanen, halte ich für sinnvoll zur Sicherung der Betreuung“, erklärt der für Kinderbetreuung zuständige Stadtrat Ernst Pechlaner.

Zusätzlich zur ISD wird auch die Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) mit einem Auftrag betraut: In Abstimmung mit dem städtischen Amt für Kinder, Jugend und Generationen sowie dem Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration sollen die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und zum Ausbau des Betreuungsangebots im Stadtteil Sieglanger-Mentlberg konkretisiert werden. Das entschied der Stadtsenat einstimmig.

 

Vorschläge zur Umgestaltung des Bozner Platzes

Eine Delegation des Innenstadtvereins präsentierte im gestrigen Stadtsenat ihre Vorstellungen für die Umgestaltung des Bozner Platzes. Ziel ist es, den Platz selbst und die angrenzenden Straßenzüge aufzuwerten. Eine Kombination mit entsprechenden gastronomischen Angeboten soll zum Verweilen und Innehalten einladen. Ein weiterer Wunsch wäre eine möglichst komfortable und schnelle Querung des Platzes zu ermöglichen. Der Durchzugsverkehr soll außerdem minimiert werden. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer erklärt: „Der Boznerplatz dient als wichtiger Verbindungspunkt zwischen Innenstadt und Bahnhof. Er ist ein wichtiger Teil des Innenstadtrings. Es gilt die Attraktivität des Platzes zu sichern.“ Seitens des Innenstadtvereins hat sich die Initiative „Umgestaltung Bozner Platz gebildet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ein Anforderungspaket zu erarbeiten, das in einen möglichen Architekturwettbewerb einfließen soll. „Wir sind uns der Priorität des Projektes bewusst, welches in der nächsten Periode umgesetzt werden sollte“, erläutert Fritz.

Der Stadtsenat nahm den Bericht des Innenstadtvereins zur Kenntnis.

 

Stadtmodell: Detailkonzeption beginnt

Aktuell wächst in der Amraserstraße jenes Gebäude, welches nach Fertigstellung die neue Heimat der Stadtbibliothek sein wird. Neben einem Medienbestand von rund 150.000 Medien wartet dort mit dem Stadtmodell ein weiteres Highlight auf die BesucherInnen „Die Planungen für dieses Projekt laufen bereits auf Hochtouren. Der Start der Detailplanung ist der nächste wichtige Schritt“, erklärt der für Stadtplanung zuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz. In der gestrigen Sitzung beschloss der Stadtsenat einstimmig, den Auftrag für die Detailkonzeption in der Höhe von rund 85.000 Euro an die Firma Rath & Winkler OG Projekte für Museum und Bildung zu vergeben.

 

Bildungsstrategie wird erarbeitet

Aktuell befindet sich in Innsbruck jede bzw. jeder Dritte in Ausbildung. Um den Bildungsstandort Innsbruck zu festigen und weiterzuentwickeln, wird nun eine Bildungsstrategie entwickelt. Diese wird konkrete Maßnahmen mit Handlungsanleitungen beinhalten, um bessere Vernetzungen herzustellen und Synergien zu schaffen. „Innsbruck legt einen starken Fokus auf das Thema Bildung. Von klein auf bis ins Erwachsenenalter wird die bestmögliche Bildung bereitgestellt. Dies sichert eine fundierte Strategie“, erklärt Stadtrat Ernst Pechlaner. Mit der Erstellung der Innsbrucker Bildungsstrategie wird – nach einstimmigen Beschluss – die Firma „Cemit – Center of Excellence in Medicine and IT GmbH“ beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro.

 

Südtiroler Siedlung: Stadt kann mehr als 140 Wohnungen vergeben

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern entsteht in Pradl derzeit das Wohnbauprojekt „Südtiroler Siedlung, Ecke Amthorstraße – Türingstraße“ der Neuen Heimat Tirol (NHT). Mit dem Bauträger schließt die Stadt Innsbruck eine Vereinbarung ab, die ihr das Recht einräumt die rund 142 gemeinnützigen Wohnungen, die bei diesem Projekt entstehen, über die städtische Wohnungsvergabe zu vergeben. „Bei dieser Vereinbarung wird in erster Linie auf jene Personen geachtet, die in der ehemaligen Siedlung wohnten. Diesen werden die neuen Wohnungen seitens der NHT zuerst angeboten“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und führt weiter aus: „Wir befinden uns mitten in der Umsetzungsphasen der größten Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen unserer Stadt. Die rund 140 neuen Wohnungen in Pradl sind ein wichtiger Bestandteil davon.“

Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für die Unterzeichnung der Vereinbarung mit der NHT aus. 

 

Altlast Deponie Rossau: Sicherungsmaßnahmen werden durchgeführt

Bis 1976 wurde auf der ehemaligen „Mülldeponie Rossau“ Unrat unterschiedlicher Art gelagert. Da dieser ohne technische Maßnahmen wie einer Deponiegaserfassung  oder Abdichtungen abgelegt wurde, kam es zu einer Verunreinigung des Grundwassers. Unterschiedliche Maßnahmen in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass eine signifikante Abnahme der Belastungen erreicht werden konnte. Der Stadtsenat entschied einstimmig, Verträge mit Partnerunternehmen, wie zum Beispiel den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB), für weitere laufende Sicherungsmaßnahmen abzuschließen. Außerdem wird eine Umweltförderung bei der Kommualkredit Public Consulting GmbH beantragt. Den vorgelegten Bericht über die erforderlichen Maßnahmen nahm der Stadtsenat zur Kenntnis.

 

Förderung für "Kindersommer Igls"

Besonders für berufstätige Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder auch während der Sommerferien in den Innsbrucker Kinderbetreuungseinrichtungen bestens versorgt werden. Ein Beispiel dafür, wo genau dies möglich ist, ist der Verein „Kindersommer Igls“. Dort werden Kindergarten- und Hortkinder in den Sommermonaten betreut. Für die Durchführung des Betreuungsprojekts in Igls wird dem Verein eine Sondersubvention in Summe von 9.500 Euro gewährt. Dafür sprach sich der Stadtsenat einstimmig aus.

 

Neue Amtsleiterin bestellt

Dem Amt „Medien, Kommunikation und Bürgerservice“ steht ab 01. August offiziell Mag.a Miriam Sulaiman, MA als Leiterin vor. Sie wurde in der gestrigen Sitzung einstimmig für fünf Jahre als Amtsleiterin bestellt. Sulaiman konnte beim Hearing überzeugen, da sie in der Gesamtschau über höchste Qualifikation für die angestrebte Position verfügt. (DH)

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