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NHT übergibt Flüchtlingsunterkunft in Igls

NHT übergibt Flüchtlingsunterkunft in Igls

Die Neue Heimat Tirol (NHT) hat in Igls auf einem Grundstück der Pfarre St. Ägidius eine temporäre Unterkunft für alleinstehende geflüchtete Frauen und geflüchtete Mütter mit Kindern errichtet. Insgesamt hat die NHT 350.000 Euro investiert. Am Montag wurde die Einrichtung an die Tiroler Soziale Dienste (TSD) übergeben. Der Mietvertrag läuft bis 2024. Mit der Solidarität Igls wurde letztes Jahr von Igler Bürgerinnen ein eigener Verein gegründet, der die Geflüchteten ehrenamtlich unterstützen wird.

Platz für bis zu 40 Personen

„Ich freue mich über dieses Zeichen der gelebten Solidarität“, erklärt die zuständige Landesrätin Christine Baur: „Die Igler Bevölkerung war von Anfang an sehr aufgeschlossen und aktiv. Die Vereine haben sich bereit erklärt, Geflüchtete in ihre Tätigkeiten zu integrieren. Über den Verein Solidarität Igls sollen zudem Sprachbegleitung, Beschäftigungsmöglichkeiten und weitere Unterstützungs-leistungen angeboten werden. Integration ist der Schlüssel für ein funktionierendes Miteinander.“

Der für das Flüchtlingswesen in Innsbruck zuständige Stadtrat Franz X. Gruber ergänzt: „Ein herzliches Vergelt´s Gott dem Verein Solidarität Igls, der Pfarre und allen Iglerinnen und Iglern. Dieses Projekt ist aus der Zivilgesellschaft gewachsen und hilft zielgerichtet und konkret Frauen und Kindern auf der Flucht. Die Ausrichtung des Projektes und die weitere Unterstützung des Vereines in der Betreuung lassen hoffen, dass hier für die Zeit des Bestehens ein gutes Zusammenleben gelingen wird.“

Rückbau nach sieben Jahren

Die Pläne für die Flüchtlingsunterkunft stammen von zwei Igler Architektinnen. Das Grundstück wurde von der Pfarre kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Errichtung übernimmt die NHT. „Es handelt sich hier um eine temporäre Einrichtung. Die Tiroler Bauordnung schreibt den Rückbau des Grundstückes einschließlich aller Versorgungsleitungen nach sieben Jahren vor. Dies wurde auch im Grundbuch so verankert“, ergänzt NHT-Geschäftsführer Markus Pollo.

Auf Wunsch der TSD wurde die Unterkunft an die Bedürfnisse von alleinstehenden geflüchtete Frauen und geflüchteten Müttern mit Kindern angepasst. Maximal 40 Personen können dort zeitgleich untergebracht werden. „Die ersten Frauen werden voraussichtlich Anfang Juni die neue Unterkunft beziehen“, berichtet Georg Mackner von den TSD. Diese zeichnet für das Betreuungskonzept verantwortlich. Zwei MitarbeiterInnen sind als unmittelbare Anlaufstelle vor Ort stationiert. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein Solidarität Igls geplant. (NHT)