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Stadträtin Uschi Schwarzl und Christian Schoder (Referat Tiefbau - Planung; 2. v. l.) erläuterten mit weiteren MitarbeiterInnen des Magistrats im Pfarrsaal die Pläne für die Straßengestaltung.
Stadträtin Uschi Schwarzl und Christian Schoder (Referat Tiefbau - Planung; 2. v. l.) erläuterten mit weiteren MitarbeiterInnen des Magistrats im Pfarrsaal die Pläne für die Straßengestaltung.

Stadt Innsbruck informiert auf der Hungerburg über Verkehrsberuhigung

Rund 100 BesucherInnen bei Informationsveranstaltung über Parkzone und Baumaßnahmen

Mittwochnachmittag und -abend lud die Stadt Innsbruck Interessierte in den Pfarrsaal Hungerburg. Themen der Informationsveranstaltung waren Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und eine geplante Parkraumbewirtschaftung auf der Hungerburg. „Die Einführung einer Parkzone ist vielfacher Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner. Es gab im Vorfeld mehrere Gespräche dazu, die auch schon im Jahr 2017 bei einem Umweltausschuss vor Ort vorgebracht worden waren“, betonte Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl. MitarbeiterInnen des Referats Parkraumbewirtschaftung informierten über die Pläne. Auch die KollegInnen des Referats Tiefbau gaben bei den beiden Terminen einen Überblick über die vorgesehenen Maßnahmen in der Höhenstraße, Gramartstraße und dem Hungerburgweg. Im Anschluss konnten die BürgerInnen in persönlichen Gesprächen individuelle Fragen direkt stellen. Auch die GemeinderätInnen Mag.a Mariella Lutz, Markus Lassenberger und Gerald Depaoli hörten sich im Pfarrsaal die Anregungen der AnrainerInnen an.

Parkstraße gegen Dauerparkende

„Für die BewohnerInnen des Stadtteils stellen bisher vor allem Dauerparkende und Freizeitsuchende, die mit dem Auto anreisen, ein Problem dar. An Tagen mit Schönwetter ist der Hungerburgweg bzw. die Gramartstraße oft beidseitig zugeparkt“, berichtete Uschi Schwarzl. Geplant ist daher nun die Einführung einer Parkstraßenregelung. Gebührenpflicht herrscht täglich von 09:00 bis 19.00 Uhr. Der Tarif entspricht, wie in den bestehenden Parkzonen in der Stadt, 70 Cent pro 30 Minuten. Nach der ersten vollen halben Stunde kann ein Parkschein in 10-Cent-Schritten gelöst werden. Es ist keine Höchstparkdauer vorgesehen, der maximale Tagessatz liegt bei sieben Euro. AnwohnerInnen haben die Möglichkeit, eine Anwohnerparkkarte beim Referat Parkraumbewirtschaftung zu beantragen.

Die AnrainerInnen informierten sich über die geplante Parkstraße.
Die AnrainerInnen informierten sich über die geplante Parkstraße.

Gehsteig für mehr Verkehrssicherheit

Ein zweiter Schritt zu einer besseren Regelung der Parksituation und der Verkehrssicherheit sind Gestaltungsmaßnahmen in der Höhenstraße und entlang des Hungerburgwegs. „Für Fußgängerinnen und Fußgänger besteht derzeit vom Parkplatz Hungerburgbahn bis zur Kreuzung Gramartstraße und Rosnerweg kein Gehsteig, diesen wollen wir nun errichten“, erläuterte Schwarzl bei der Informationsveranstaltung. Westlich der Gramartstraße sind Parkplätze und entlang des südlichen Hungerburgwegs ist ein Parkstreifen eingeplant. Ziele der Gehsteig-Errichtung sind neben der geregelten Parksituation auch die Erhöhung der Verkehrssicherheit und eine bessere Zugänglichkeit zur Kirche.

Mittelinsel als Tempobremse

„Entlang der Höhenstraße herrscht ein Tempolimit von 30 km/h, dieses wird aber leider oftmals nicht eingehalten. Gerade im Bereich der Bushaltestelle Terrassensiedlung kommt es dabei oft zu gefährlichen Situationen“, beschrieb Schwarzl eine weitere Problematik für BürgerInnen. Die Buslinie J fährt alle zehn Minuten von der Nordkette zum Patscherkofel. Ebenfalls kommt es mit aus- und einfahrenden AutolenkerInnen beim Parkplatz des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts zu gefährlichen Situationen. Das Tiefbauamt plant daher eine Mittelinsel zu errichten, um das Überholen in diesem Bereich zu unterbinden. „Damit wird dann hoffentlich die verordnete Geschwindigkeit eingehalten und der Schutzweg sicherer“, fasste Schwarzl zusammen. Die Umsetzung soll sobald wie möglich beginnen.

Anregungen aufgenommen

Für Schwarzl und die Verwaltungsbediensteten war die Informationsveranstaltung besonders in Hinblick auf den Austausch mit den BewohnerInnen vor Ort sehr wichtig. „Verkehrsberuhigung und Sicherheit für Kinder spielen in einem Stadtteil mit dörflichen Charakter, wie der Hungerburg, wichtige Rollen. Dahingehend gibt es zahlreiche Anregungen von Anrainerinnen und Anrainer sowohl an der Gramart- als auch Höhenstraße für Temporeduktionen und bauliche Maßnahmen, die wir entgegengenommen haben und nun besprechen werden“, zog Schwarzl abschließend ein Resümee. Einen besonderen Dank richtete die Stadträtin an Christof Schlenz von der Initiative Lebensraum Hungerburg und der Pfarre, die den Pfarrsaal für die Veranstaltung zur Verfügung stellte. (SAKU)

Referatsleiter Christian Müller (r.) erklärte die Pläne für die Straßenraum-Gestaltung.
Referatsleiter Christian Müller (r.) erklärte die Pläne für die Straßenraum-Gestaltung.