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Weihnachten in der städtischen Herberge

Herberge und Alexihaus unterstützen obdachlose Menschen

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt verbunden mit Obdach- und Wohnungslosigkeit sind eine gefährliche Kombination, die tödlich enden kann. Die städtische Herberge in der Hunoldstraße und das Alexihaus in der Dreiheiligenstraße sind Einrichtungen der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD), die diese Gefahr abzuwenden versuchen. Dort finden obdachlose Menschen einen warmen Platz zum Schlafen. Zahlen belegen, dass immer mehr Männer als Frauen diese soziale Unterstützung benötigen. „Wir haben vieles unternommen, um Bedürftigen nicht nur eine bloße Übernachtungsmöglichkeit zu geben, sondern auch das Gefühl eines zumindest vorübergehenden Zuhauses zu vermitteln. Das ist gerade in der Weihnachtszeit ganz wichtig“, erklärt Vizebürgermeister Franz X. Gruber und fährt fort: „Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Einsatzbereitschaft und ihr Engagement bedanken.“

Das Alexihaus bietet Platz für 58 Männer. In der Regel bleiben diese meist länger im Haus, einige haben überhaupt dort ihr neues Zuhause gefunden. Anders sieht es in der städtischen Herberge aus. Sie ist Anlaufstelle für akut wohnungslose Menschen. Die Herberge bietet Platz für 20 Frauen und 68 Männer. SozialarbeiterInnen, PflegehelferInnen, BetreuerInnen, Zivildiener und einmal wöchentlich ein/e praktische/r Ärztin/Arzt und ein/e Psychiater/in stehen den Männern und Frauen zur Verfügung, um die größte Not zu lindern. Die Aufenthaltsdauer ist dabei unterschiedlich lang, ein ständiger Wechsel ist die Folge.

 Weihnachtsfeier in der Herberge
„Wir sind bemüht, damit niemand auf der Straße schlafen muss. Die städtische Herberge und das Alexihaus sind dafür die zentralen Anlaufstellen. Mehr als 30.000 Nächtigungen pro Jahr in der Herberge zeigen uns, wie notwendig und wichtig derartige Einrichtungen sind. Und besonders in der Weihnachtszeit wollen wir auch ein bisschen Freude, Wärme und Gemütlichkeit reinbringen“, führt ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner aus. Am 24. Dezember hat daher jeder Gelegenheit, weihnachtliche Stimmung in die Herberge zu bringen. Damit wirklich Weihnachtsstimmung aufkommt, sind Geschenke gern gesehen. Ob Haushaltsartikel, Bekleidung oder Lebensmittel, als Geschenk verpackt oder nicht: Alles kann in der Herberge abgegeben werden und wird mit Freude und Dankbarkeit aufgenommen.