Logo Innsbruck informiert

Die Kultur tut der Wirtschaft gut

Innsbruck ist eine beliebte Kulturstadt. Besonders im Sommer ist das Angebot facettenreich. Kultur ist aber mehr als Musik, Tanz und Theater. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Ein abendlicher Besuch im Theater, ein Konzert am Wochenende oder eine Ausstellung in einer Innsbrucker Galerie – die Möglichkeiten, Kultur in der Landeshauptstadt zu erleben, sind vielfältig. „Das kulturelle Angebot in Innsbruck ist groß – und das ist gut so, auch für die Wirtschaft. Auf der einen Seite schaffen die unterschiedlichen Kultur-Institutionen und Betriebe Arbeitsplätze,andererseits locken die Veranstaltungen Einheimische wie Gäste an und es wird konsumiert“, erklärt die für das Ressort Wirtschaft zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Wirtschaftsförderungen im Kleinen

Besonders der Innsbrucker Kultursommer lockt unter anderem LiebhaberInnen der klassischen Musik nach Innsbruck: „Viele besuchen die Gastgärten, um sich an einem heißen Sommerabend beim Hören der Promenadenkonzerte abzukühlen. Das ist aber nur eines der Beispiele, wie sich kulturelle Veranstaltungen bereits im Kleinen auf unsere Wirtschaft auswirken“, so die Vizebürgermeisterin. Es sind aber nicht nur Veranstaltungen, Museen und Ausstellungen, die BesucherInnen wie Gäste an Innsbruck schätzen. Das kulturelle Erbe der Stadt, wie zum Beispiel die Altstadt und die Architektur, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. 

„Einrichtungen wie das Haus der Musik Innsbruck sind kulturelle Infrastruktur, die das Image der Stadt prägen und einen langfristigen Nutzen für den Wirtschaftsstandort Innsbruck haben.“

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Alleinstellungsmerkmal für mehr Aufmerksamkeit

Ob Kulturveranstaltungen, die historische Innenstadt, die Lage inmitten der Alpen oder Kongresse und Messen – die Tiroler Landeshauptstadt verfügt über vielfältige Aushängeschilder, die sowohl der Wirtschaft als auch dem Tourismus zugutekommen. „Beide Branchen sind untrennbar miteinander vernetzt“, wissen die für Wirtschaft ressortzuständige Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und der für Tourismus zuständige Vizebürgermeister Franz X. Gruber: „Diese Tatsache verdeutlicht auch die gemeinsame Marke Innsbruck. Sie zielt darauf ab, die Identifikation der Menschen, Gesellschaften und Unternehmen mit ,ihrer‘ Stadt zu stärken und die Destination Innsbruck längerfristig aufzuwerten.“ Die weltweit einzigartige Verbindung von „alpin und urban“ eilt der Tiroler Landeshauptstadt als individueller Ruf voraus. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat sowohl für die BürgerInnen als auch für Innsbruck als Wirtschafts- und Tourismusstandort Gültigkeit. Qualitätsvolle wie abwechslungsreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen prägen die Marke, die wiederum die Attraktivität der Alpenstadt im Allgemeinen stärkt.

Kulturelle Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil

Während der Bauphase einer Kultureinrichtung wird investiert. „Diese Investitionen fließen in die Wirtschaft“, erklärt Oppitz-Plörer und geht ins Detail: „Vor allem die Bauwirtschaft profitiert am Beginn. Nach Fertigstellung sind es dann die geschaffenen Arbeitsplätze, die sich positiv auf die Wirtschaftslage auswirken. Ein gutes Beispiel dafür ist das Haus der MusikInnsbruck, bei dem über 90 Prozent der Gelder in die regionalen Unternehmen fließen.“ Aber auch im Zusammenhang mit dem Image einer Stadt ist eine gut ausgebaute kulturelle Infrastruktur essenziell. „Im europäischen Raum gibt es 200 bis 300 Städte von ähnlicher Größe, mit denen sich Innsbruck messen kann und muss. Je besser die Infrastruktur einer Stadt ist, desto eher fällt die Wahl von Wirtschaftstreibenden, Arbeitssuchenden und Gästen auf sie“, so die Vizebürgermeisterin.

Förderung Hand in Hand

Welche Synergien es in den Bereichen Kultur und Wirtschaft gibt, belegt beispielsweise eine Galerie, die sowohl vom Kulturamt der Stadt Innsbruck als auch vom Referat „Wirtschaft und Tourismus“ gefördert wurde: Das „WEI SRAUM Designforum Tirol“ visualisiert unter anderen den Straßenraum Innsbrucks. Zum Beispiel gab es im vergangenen Jahr ein Projekt, bei dem Schriftzüge im öffentlichen Raum gesammelt und präsentiert wurden. „Der Wirtschaftsstandort Innsbruck wurde in diesem Projekt schön
dargestellt“, weiß Oppitz-Plörer. DH