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Sicher durch die dunkle Jahreszeit

In den Wintermonaten, wenn die Tage kürzer werden, kann das Wissen über umsichtiges Verhalten das eigene Sicherheitsgefühl stärken. „Vorsicht ist besser als Nachsicht“, lautet eine bekannte Redewendung. Entsprechend diesem Gedanken hat die „Innsbruck informiert“-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem Amt für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen sowie dem Stadtpolizeikommando Innsbruck einige Tipps zusammengetragen.

Gibt es einfache Verhaltensregeln für Sicherheit auf der Straße?

Im Straßenverkehr gilt der Grundsatz „Sehen und gesehen werden“. Vor allem in  der Dunkelheit und Dämmerung ist Sichtbarkeit  für alle VerkehrsteilnehmerInnen – insbesondere allerdings für FußgängerInnen und RadfahrerInnen – von größter Bedeutung. Das Tragen von dunkler Kleidung macht die rechtzeitige Wahrnehmung noch schwieriger. Auffallende, helle und vor allem reflektierende Kleidung ist daher empfehlenswert. Ein direkter Vergleich macht den Effekt deutlich: Personen mit reflektierender Kleidung sind bei Abblendlicht von AutofahrerInnen bereits aus rund 150 Metern Entfernung deutlich zu erkennen. Dunkel gekleidete Personen hingegen erst aus etwa 20 bis 30 Metern Entfernung.

Wie kann die Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr erhöht werden?

Die jüngsten VerkehrsteilnehmerInnen sind, nicht zuletzt wegen ihrer Größe und ihres unvorhersehbaren Verhaltens, einem besonderen Risiko ausgesetzt. Da sie sich diesem oft nicht bewusst sind, sollten Erwachsene ihnen dieses ebenso wie umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr vermitteln. Darüber hinaus sollten auch Kinder so hell wie möglich gekleidet sein. Ebenso auffällig und hell sollten Schultaschen und Rucksäcke ausfallen. Reflektierende Elemente an ihnen sind im Idealfall an der Vorderseite, den Seitenflächen sowie den Trageriemen befestigt. Vor allem seitliche Sichtbarkeit ist beim Überqueren der Fahrbahn entscheidend. 

Was gilt es für FahrzeuglenkerInnen zu beachten?

Vor allem nach Einbruch der Dämmerung sollten AutofahrerInnen in der Nähe von Bildungseinrichtungen, Einkaufszentren und Veranstaltungsorten mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs sein. Bei Nacht vermindert sich die Fähigkeit des menschlichen Auges Objekte wahrzunehmen um rund 80 Prozent.

Die dunkle Jahreszeit ist die Zeit der Dämmerungseinbrüche. Inwiefern kann das eigene Heim mit wenigen Handgriffen einbruchssicher werden?

Im Fachhandel gibt es Schlösser, Bolzen und Beschläge zum Nachrüsten. Eine Funkalarmanlage ist ein wirksames Mittel gegen Diebe. Diese muss allerdings von einer Expertin bzw. einem Experten geplant und installiert werden. Auf Wunsch führt das Stadtpolizeikommando Innsbruck außerdem eine kostenlose Beratung durch. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der jeweils zuständigen Polizeiinspektion.

Kann umsichtiges Verhalten Einbrüche verhindern?

Werden gewisse Aspekte beachtet, kann es den EinbrecherInnen jedenfalls schwieriger gemacht werden: Je mehr Hindernisse ihnen in den Weg gelegt werden, desto schwerer kommen sie an ihr Ziel. Ein Tipp hierfür ist etwa die Verwendung von Zeitschaltuhren zur Steuerung des Lichtes, die suggerieren, dass jemand zu Hause ist. Bewegungsmelder im Eingangs-, Terrassen- und Balkonbereich wirken ebenfalls abschreckend. Wohnungsschlüssel unter Fußabstreifern oder in Blumentöpfen zu verstecken, ist hingegen zu vermeiden. Im Urlaub sowie generell bei längerer Abwesenheit sollte dafür gesorgt werden, dass der Briefkasten geleert wird oder Postsendungen hinterlegt werden.

Inwiefern spielen NachbarInnen eine entscheidende Rolle?

Aufmerksame NachbarInnen sind die effektivste Alarmanlage. Aus diesem Grund ist es ratsam, sie über die eigene Abwesenheit zu informieren. Bei ungewöhnlichen Beobachtungen können sie die Polizei alarmieren. Scham oder Unsicherheit sind dabei unnötig. Selbst wenn sich der Verdacht als unbegründet herausstellt, ergeben sich keine Nachteile für den/die AnruferIn.

Welche einfache Maßnahme ist grundsätzlich zu empfehlen?

Sollte ein Einbruch Realität werden, sind vorhandene Fotos von Schmuck und Wertegegenständen sowie notierte Gerätenummern für das weitere Vorgehen von Vorteil. Ein Umzug bietet sich beispielsweise an, um ein Inventar- bzw. Eigentumsverzeichnis zu erstellen. Losungsworte für Sparbücher und Konten sowie Passwörter sind immer getrennt an einem sicheren Ort aufzubewahren. Bei längerer Abwesenheit kann ein Bankschließfach gemietet werden.

Was tun, wenn es trotz Präventivmaßnahmen zum Notfall kommt?

Generell gilt es, Ruhe zu bewahren. Unterstützung und Hilfe kann jederzeit bei der nächsten Polizeidienststelle unter Tel.: 133 angefordert werden. Beim Telefonieren ist darauf zu achten, langsam und deutlich zu sprechen. Um den Hilfskräften ein rasches Einschreiten zu ermöglichen sind die Antworten auf die Fragen „Wo?“, „Was?“, „Wer?“ und „Wie?“ besonders wichtig. VL/AA